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Auf dem Weg zurück - Heute Heimspiel gegen Chemnitz

Auf dem Weg zurück - Heute Heimspiel gegen Chemnitz

Vor dem Duell der Gladiators Trier gegen die Chemnitz 99ers (Samstag, 20 Uhr, Arena Trier) hat der TV mit Aufbauspieler Simon Schmitz gesprochen. Nach seiner langen Verletzung hat der 25-Jährige in der vergangenen Woche das Training wieder aufgenommen. Wie die ersten Trainingseinheiten verlaufen sind und ob es für einen Einsatz heute Abend reicht, hat er dem TV erzählt.

Trier. 17 Spiele lang hat Simon Schmitz auf der Bank gesessen, immer unmittelbar neben Coach Marco van den Berg. Er war so etwas wie die rechte Hand des Niederländers, Bindeglied zwischen Spielern und Trainer. Hätte man es nicht besser gewusst - es hätte der Eindruck entstehen können, Schmitz sei der offizielle Co-Trainer der Gladiators. Nur der dunkle Trainingsanzug mit der aufgestickten Nummer 9 erinnerte an Schmitz' ursprüngliche Aufgabe.

Die Gladiatoren hatten Schmitz im Sommer als Aufbauspieler Nummer 1 geholt. Der langjährige Bayreuther Bundesligaspieler sollte das junge Trierer Team anführen, ihm helfen, sich in der ProA zurechtzufinden. Doch daraus wurde nichts: eine langwierige Schambeinentzündung warf Schmitz vollkommen aus der Bahn. Sein letztes Pflichtspiel absolvierte er im April 2015.

"Danach durfte ich sechs Monate erst mal überhaupt keinen Sport machen", erinnert sich Schmitz, "und konnte im Anschluss wieder nach und nach mit Laufen und Krafttraining beginnen". Eine schwere Zeit für den Aufbauspieler - die seit vergangenem Mittwoch offiziell ein Ende hat.Tim Weber fällt aus


An diesem Tag hat Schmitz zum ersten Mal wieder am Mannschaftstraining teilgenommen. "Nach dem Aufwärmen habe ich 20 bis 25 Minuten mit der Mannschaft trainiert - es ist alles gut gelaufen, der Körper macht gut mit", berichtet der Franke.
Nach und nach werde er die Trainingsintensität erhöhen. "Die Ärzte haben grünes Licht gegeben." Zwar wird Schmitz heute Abend beim Heimspiel seiner Gladiatoren gegen Chemnitz (20 Uhr/Arena Trier) zum 18. Mal in dieser Saison nur als Zuschauer auf der Bank sitzen, doch er hat ein Ziel. "Das Chemnitz-Spiel kommt noch zu früh, da ich im physischen Bereich noch einiges aufzuholen habe", sagt der 25-Jährige, "doch ich denke, dass ich kommende Woche in Vechta schon ein paar Minuten auf dem Feld stehen kann". Ganz sicher, so betont Schmitz, sei er aber beim Heimspiel gegen Heidelberg (31. Januar) dabei.
"Es ist gut für das Team, dass Simon wieder fit ist", sagt Trainer Marco van den Berg. "Wenn er dabei ist, haben wir auf der Aufbauposition mit Ahelegbe, Schmitz und Smit drei Optionen. Dieser Konkurrenzkampf hat uns so lange in dieser Saison gefehlt."

Auch ohne Schmitz sieht der Niederländer sein Team gegen Chemnitz am Samstagabend in einer guten Ausgangsposition: "Wir haben uns zum Ziel gesetzt, die drei Heimspiele Anfang Januar unbedingt zu gewinnen. Zwei haben wir bereits für uns entschieden, daher ist das Chemnitz-Spiel nun erst mal das wichtigste Duell in dieser Saison."
Die 99ers reisen als Tabellensechster an die Mosel. Im Hinspiel kassierten die Römerstädter eine deutliche 52:79-Packung in Sachsen, waren über weite Strecken chancenlos. Wesentlichen Anteil daran hatte Chemnitz' Topscorer Virgil Matthews. Der US-Amerikaner schenkte den Trierern nicht nur 13 Punkte ein, sondern bestach zudem durch sein überragendes Auge (13 Assists). "Matthews ist für mich der beste Aufbauspieler der Pro A", sagt Marco van den Berg. "Er hat uns im Hinspiel gekillt. Wenn wir es schaffen, ihn auszuschalten, dann haben wir eine gute Chance."

Ebenfalls im Team der Sachsen: Martin Seiferth, der jüngere Bruder des langjährigen TBBlers Andi Seiferth. Der 25-Jährige kam vor der Saison von Alba Berlin zu den 99ers und kommt bei gut 21 Minuten Spielzeit auf durchschnittlich acht Punkte pro Partie. Das Team des argentinischen Trainers Rodrigo Pastore zeigt in dieser Spielzeit Höhen und Tiefen: So gewannen die 99ers beim Tabellendritten Kirchheim und in Heidelberg. Doch sie kassierten auch eine außergewöhnlich deutliche Niederlage bei Rasta Vechta. Dort hieß es am Ende 39:94.
Auf Seiten der Gladiatoren fällt neben Simon Schmitz und Alexander Engel auch Flügelspieler Tim Weber aus. Der US-Amerikaner laboriert weiterhin an einer Gehirnerschütterung.