1. Sport
  2. Basketball

Auf geht's nach Sachsen: Gladiators Trier gewinnen in Baunach und treffen im Playoff-Viertelfinale auf Chemnitz

Auf geht's nach Sachsen: Gladiators Trier gewinnen in Baunach und treffen im Playoff-Viertelfinale auf Chemnitz

Die Römerstrom Gladiators haben das letzte Hauptrunden-Spiel am Samstagabend in Baunach überzeugend mit 93:69 (48:35) gewonnen und treffen damit im Playoff-Viertelfinale auf den Tabellendritten Niners Chemnitz.


Das Spiel in Baunach am Samstagabend ist erst wenige Minuten vorüber, da bricht es aus Marco van den Berg heraus: "Ab jetzt zählt's, jetzt sind Playoffs, wir sind bereit”, freut sich der Coach von Basketball-Zweitligist Römerstrom Gladiators Trier. Zufrieden bilanziert der Niederländer nach dem 93:69 (48:35)-Auswärtssieg seines Teams beim Tabellen-13. Baunach Young Pikes: "Das war eine sehr gute Leistung des Teams, wir haben den Ball sehr gut bewegt, nur acht Ballverluste im Spiel gehabt und mit viel Tempo gespielt - mit diesem Schwung gehen wir nun in die Playoffs.” Es wird eine weite Playoff-Reise, auf die sich die Gladiatoren ab Ende kommender Woche gleich mehrmals begeben werden - die weitest-mögliche in der 2. Bundesliga. Dazu gleich.

Das Spielgeschehen am Samstagabend in der Baunacher Graf-Stauffenberg-Sporthalle ist schnell erzählt.

Vor rund 500 Zuschauern läuft es von Beginn an hervorragend für die Gäste aus Rheinland-Pfalz.
Zehn Punkte beträgt die Trierer Führung bereits nach fünf Minuten (17:7), als Baunachs Trainer Fabian Villmeter die erste Auszeit nimmt. Die Franken, die auf ihre Leistungsträger Louis Olinde, Leon Kratzer und Aleksej Nikolic verzichten müssen, sind mit dem Schwung der Gäste komplett überfordert.

Die Gladiatoren - bei denen Jack Eggleston viele Minuten bekommt, um nach seiner langen Verletzung Spielpraxis für die Playoffs zu sammeln - spielen ansehnlichen Teambasketball. Die ganz in Schwarz gekleideten Gäste verteidigen stark, erzwingen allein im ersten Viertel sechs Baunacher Ballverluste und haben eine gute Trefferquote. Schon nach dem ersten Viertel ist klar: Trier muss ziemlich viel falsch machen, um dieses Spiel noch zu vergeigen (29:14). Bis zur Pause verflacht die Partie. Die Gladiators spielen sich weiterhin freie Würfe heraus, treffen allerdings nur noch wenig. Während dem Team von Trainer Marco van den Berg drei Minuten lang kein Punkt gelingt, verkürzen die Pikes ein wenig (38:28 aus Trierer Sicht) - das war's dann aber auch, näher sollen die Franken bis zum Spielende nicht mehr herankommen.

Die Gladiators dominieren die Partie auch in der zweiten Halbzeit, weil sie weiterhin sehr gut zusammenspielen (30 Assists sind ein Beleg dafür), deutlich mehr Rebounds sammeln und gleich mehrere Spieler in ihren Reihen haben, die bereits Playoff-Form erreicht haben. Richtig stark: Johannes Joos (24 Punkte/5 Assists), Brandon Spearman (16/6), Simon Schmitz (13/6) und Thomas Grün (6/2). "Thomas hat hervorragend gespielt", lobt Coach van den Berg, "ich bin sehr zufrieden mit ihm”. Nach einem Dreier von Kapitän Schmitz Mitte des dritten Viertels ist die Partie entschieden (67:46).

"Das war ein sehr gutes letztes Hauptrundenspiel”, resümiert van den Berg nach der Partie, "für unseren Rhythmus war es enorm wichtig, mit zwei Siegen in die Playoffs zu starten”. Mit dem Auswärtssieg vom Samstagabend beenden die Gladiatoren die Hauptrunde mit 17 Siegen und 13 Niederlagen auf Tabellenplatz sechs - die exakt identische Bilanz wie in der ersten ProA-Saison 2015/16 - und treffen nun im Playoff-Viertelfinale auf den Tabellendritten Chemnitz Niners.
Duell Nummer eins steht am Freitag, 7. April, in Sachsen auf dem Programm. Die Gladiatoren begeben sich bereits einen Tag früher auf die 570 Kilometer weite Reise nach Chemnitz. Coach Marco van den Berg sieht darin einen Vorteil: "Oft haben wir in dieser Saison Probleme damit gehabt, wenn wir am Spieltag zu den Auswärtsspielen gereist sind. Ich denke, für eine optimale Vorbereitung ist es besser, wenn wir dort übernachten und uns am Spieltag optimal vorbereiten können.”

In der Hauptrunde kassierten die Gladiators in Chemnitz eine deutliche 53:77-Niederlage. Im Rückspiel in Trier gewannen die Gladiatoren mit 71:58. Chemnitz, so findet Triers Trainer, habe eine sehr gute Saison gespielt und stehe zurecht auf Platz drei. "Sie werden sehr gut gecoacht von Rodrigo Pastore”, betont van den Berg, "aber sie sind nicht unschlagbar, ich erwarte eine spannende Serie”.

Statistik
Smit (0 Punkte/2 Assists), Bucknor (8/1), Hennen (2/0), Coro (9/1), Dietz (6/0), Schmitz (13/6), Grün (6/2), van Zegern (4/2), Joos (24/5), Eggleston (5/4), Herrera (0/1), Spearman (16/6) - Viertelstände: 29:14/48:35/73:50/93:69

Info
Das Viertelfinale wird im Best-of-Five-Modus ausgespielt. Das bedeutet: Das Team, das zuerst drei Spiele gewonnen hat, steht im Halbfinale. Das erste Playoff-Heimspiel für die Gladiatoren ist für Sonntag, 9. April, terminiert.