Auf Stippvisite in Trier

Basketball-Bundestrainer Dirk Bauermann erklärt im TV-Interview, dass er auf Maik Zirbes und Christian Hoffmann setzt.

Trier. (wir) Allzu häufig "verirrt" sich der Basketball-Bundestrainer nicht nach Trier. Zumindest nicht aus dem Antrieb, der seinen Besuch am vergangenen Wochenende initiiert hatte. Dirk Bauermann war eigens wegen TBB-Nachwuchstalent Maik Zirbes angereist. Im TV-Interview erklärt er die Gründe für seinen Besuch.

Herr Bauermann, was ist der Anlass Ihres Besuchs in Trier? Bauermann: Ich bin hier, um mit dem Management, aber vor allem mit den beiden Trainern des Bundesligateams zu sprechen, wie wir Maik Zirbes, der zu den hoffnungsvollsten Nachwuchskräften im deutschen Basketball zählt, am wirkungsvollsten fördern können, um ihn, so schnell es geht, auf das höchstmögliche Niveau zu bringen.

Wollen Sie oder der DBB dem Verein die Verantwortung aus der Hand nehmen, oder wie ist die Planung? Bauermann: Nein, nein. Das wäre ja dumm, ihn aus seiner gewohnten Umgebung zu reißen. Ich will mit Yves Defraigne und Frank de Meulemeester besprechen, was wir gemeinsam tun können, um Maik noch optimaler zu fördern.

Wo sehen Sie ihn denn derzeit in der Hierarchie? Bauermann: Er hat eine sehr gute U-18-Europameisterschaft gespielt, und ich tendiere dahin, ihn eher gleich mit der A-2-Nationalmannschaft zur Universiade zu nehmen als ihn in der U-20 einzusetzen. Mir schwebt vor, dass er einmal pro Woche ins Bundesleistungszentrum nach Heidelberg kommt und wir dort mit ihm in Absprache mit seinen Heimcoaches die Ausbildung intensivieren.

Was hat sich denn nun für Sie und für Maik Zirbes ergeben? Bauermann: Es war ein sehr fruchtbares Gespräch, weil ich mit absoluten Fachleuten geredet habe, die extrem kooperativ sind und sehr wohl wissen, wie ein junger Spieler zu behandeln und zu fördern ist. Wir sind jetzt so verblieben, die Zustimmung der Schule vorausgesetzt, dass Maik alle zwei Wochen mittwochs nach den ersten drei Stunden freigestellt wird und dann nach Heidelberg zum Training kommt.

Mit Christian Hoffmann gehörte im letzten Jahr noch ein Spieler zum A-2-Kader. Bauermann: Das ist nach wie vor so. Chris wird zum Auftaktlehrgang am 1. Juni eingeladen. Dort lautet die Formel: Aus fünf mach zwei! Wir werden fünf Aufbauspieler einladen, von denen zwei den Sprung in den endgültigen Kader schaffen.

Zur Person

Dirk BauermannGeboren: 10. Dezember 1957 in Oberhausen Stationen (Auszug): seit 1989 Trainer bei Bayer Leverkusen (7 Mal Meister), Brose Baskets Bamberg (seit 2001 2 Mal Meister) und in Personalunion seit 2003 Bundestrainer, seit 2008 nur noch Bundestrainer (EM-Zweiter 2005). (wir)

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