Auf zum Donnervogel

Durchatmen - und weiter geht\'s: Nach dem hart erkämpften 75:69 (25:31) gegen den Mitteldeutschen BC geht es für Basketball-Bundesligist TBB Trier bereits am Samstag mit dem schweren Auswärtsspiel bei Vizemeister Oldenburg weiter (20 Uhr).

Trier/Oldenburg. Er dürfte ein bisschen erschreckt gewesen sein, irritiert war er allemal: TBB-Trainer Henrik Rödl weiß zwar, was sein Team individuell draufhat, dass es kämpft und nicht zu schnell die Köpfe hängen lässt. Aber dass bei der Mannschaft mal so wenig zusammenlaufen kann wie im zweiten Viertel gegen den Mitteldeutschen BC aus Weißenfels, mit nur einem Feldkorb, schwachem Reboundverhalten, keinen Optionen in der Offensive - das war wohl auch für Rödl eine unschöne Erfahrung. Nach dem Sieg, dem Kraftakt zum 75:69 im letzten Viertel und der Offensivshow von Trevon Hughes (25 Punkte), war die schwache erste Halbzeit zwar nicht mehr das Hauptthema. Aber er habe schon darunter gelitten, "wie wenig Selbstvertrauen meine Mannschaft hatte, wie weit sie weg war von dem, was sie kann". Außer dem Kampfgeist und Hughes gab es für Rödl beim ersten Saisonsieg noch eine weitere Positivnachricht.: Neuzugang Warren Ward war nach seiner Schulterverlezung noch gehandicappt, deutete in der zweiten Halbzeit aber sein Potenzial an. Frustriender war der Abend für den MBC und Trainer Silvano Poropat. "So ein Spiel hasst jeder Trainer wie die Pest - wenn man verliert. Wir müssen lernen, ein Spiel zu gewinnen, wenn man mit 14 Punkten führt", kommentierte er. Eine ähnlich bittere Erfahrung hatte die TBB Trier noch bei der Heimpremiere gegen Vechta gemacht. Da führte Trier im Schlussviertel mit 14 Punkten, verlor aber. Für das Selbstvertrauen war der Sieg gegen die Wölfe daher immens wichtig - zumal die Trierer am Samstag als krasser Außenseiter in die Partie in Oldenburg gehen werden. TBB Trier: Anderson 13, Hughes 25, Seiferth 6, Ward 8, Mönninghoff 7, Bucknor 4, Schmidt 4, Samenas 2MBC: Schwarz 3, Simon 0, Kovacevic 8, Pantelic 6, Cuffee 17, Leutloff 0, Parker 19, Caloiaro 14, Meiers 2.Viertelstände: 19:20, 25:31 (Halbzeit), 47:52, 75:69Zuschauer: 3214Extra

EWE Baskets Oldenburg: 0:3 - das klingt nach klarer Niederlage. Ganz so war es aber nicht, in den Playoff-Finalspielen der vergangenen Saison zwischen Bamberg und dem nächsten TBB-Gegner Oldenburg. Die Bamberger gewannen zwar alle drei Spiele - aber mit insgesamt nur sieben Punkten Unterschied. Die "Donnervögel" von Trainer Sebastian Machowski zählen auch in diesem Jahr zum Kreis der Titelanwärter. Die TBB erwartet am Samstag, 20 Uhr, in der neuen EWE-Arena eine ganz schwere Aufgabe (Livestream mit Chris Schmidt u.a. auf volksfreund.de). Die Oldenburger sind mit zwei Siegen in die Saison gestartet, zu Hause hatten sie zuletzt im Derby gegen die Artland Dragons beim 86:64 keine Probleme. Zu den Stars im Team zählen Kapitän Rickey Paulding und Julius Jenkins, aber auch der frühere Trierer Dru Joyce (Starter auf der Point-Guard-Position) spielt eine ganz wichtige Rolle im Team. Oldenburg gilt als die Mannschaft mit der vielleicht besten Defense der Liga. AF