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Basketball: 78:76! - TBB zwingt Phantome in die Knie

Basketball: 78:76! - TBB zwingt Phantome in die Knie

Puh, das war dramatisch: Basketball-Bundesligist TBB Trier hat am Samstagabend mit 78:76 gegen die NewYorker Phantoms Braunschweig gewonnen. Mann des Abends bei den Trierern war Kapitän Andreas Seiferth.

Jermaine Anderson an der Freiwurflinie? Da kann es bei der TBB und wohl in der ganzen Liga keine bessere Wahl geben als den Kanadier - wie am Samstagabend im Spiel gegen seinen Ex-Club Braunschweig. Es steht 75:73 für die TBB, vier Sekunden vor Schluss. Anderson macht beide rein. Braunschweig hat noch einen Angriff - aber da kann letztlich nichts mehr passieren, auch wenn Swann noch den Dreier trifft und TBB-Spieler Trevon Hughes gefoult wird. Mit 78:76 geht die Zitterpartie an die Trierer - letztlich verdient. Mit dem nunmehr neunten Saisonsieg im Rücken können die Trierer entspannt in die Aufgaben bei Bayern München (9. März) und zu Hause gegen Ludwigsburg (14. März) gehen.

Die Gäste kamen besser in die Partie, sie führten schnell mit 5:0 und erhöhten durch Visser kurz darauf auf 10:2. Beim 18:7 und damit der ersten zweistelligen Führung intervenierte TBB-Trainer Henrik Rödl zum ersten Mal - die Auszeit sorgte dafür, dass der Phantoms-Vorsprung zumindest etwas schmolz. Das erste Viertel ging mit 23:13 an die Gäste, die sich vor allem auf einen Mann verlassen konnten. Guard Isaiah Swann macht durchschnittlich knapp 18 Punkte pro Spiel. In Trier lag er aber bereits Mitte des 2. Viertels über diesem Wert. Bis zur Halbzeit hatte er 22 Punkte gesammelt. Das zweite Viertel ging aber - Swann hin oder her - klar an die TBB. Vor allem Laurynas Samenas war gut drauf, er erzielte in der ersten Halbzeit 10 Punkte. Auch Center Andy Seiferth kam unter dem Korb immer wieder zum Zug.
Enttäuschend war die Kulisse in der Arena - nur 2817 Zuschauer wollten die Partie gegen die Phantoms sehen, wohl auch der Konkurrenz geschuldet (viele Fastnachts-Veranstaltungen und für manche wohl auch das Fußball-Bundesliga-Spiel Bayern München - Schalke 04).

Auch im dritten Viertel liefen die Trierer schnell wieder kleinen Rückständen hinterher. Die Niedersachsen führten zwischenzeitlich mit sechs Punkten, die TBB blieb aber dran - und sie hatten nun Swann besser im Griff. Im Schlussviertel brachte Vitah Chikoko der TBB die erste Führung (58:57), Warren Ward legte kurz darauf nach (60:57). Die TBB hatte nun das Spiel an sich gerissen. Seiferth - bester Trierer an diesem Abend - machte mit einem Drei-Punkt-Spiel nach zuvor gewonnenem Offensiv-Rebound das 65:59. Auch seine nächsten Freiwürfe traf er (67:61). Es ging turbulent weiter: Der in der zweiten Halbzeit zunehmend frustrierte Isaiah Swann holte sich nach einem Offensivfoul gleich noch ein technisches Foul wegen Ballwegschlagens ab. Auch Samenas bekam ein umstrittenes technisches Foul angehängt, nachdem er zuvor beim Korbleger abgeräumt worden war.


38,6 Sekunde vor Schluss dann die nächste Auszeit: Die TBB ist im Ballbesitz, liegt 73:71 vorn. Anderson spielt die Uhr runter, Seiferth macht das 76:71 - 15 Sekunden vor Schluss. Auszeit. Braunschweig macht die Punkte, zwingt TBB-Trainer Henrik Rödl damit zur Auszeit (75:73, 7 Sekunden vor Schluss). Am Ende reicht's knapp, aber verdient für die Trierer.

TBB Trier: Seiferth 23, Samenas 17, Hughes 8, Ward 9, Chikoko 6, Schmidt 3, Bucknor 4, Anderson 8, Mönninghoff 0
Braunschweig (beste Schützen): Swann 29, Visser 14
Viertelstände:13:23, 36:36 (Halbzeit), 56:57, 78:76
Zuschauer: 2827