Basketball: Alba Berlin setzt sich gegen die TBB Trier durch

Basketball: Alba Berlin setzt sich gegen die TBB Trier durch

Ein hart umkämpftes Spiel ohne Happy-End aus Trierer Sicht: Basketball-Bundesligist TBB Trier hat am Sonntag dem Top-Club Alba Berlin lange Zeit die Stirn geboten. Alba siegte letztlich mit 75:69.

Trier. Es war alles bereitet für die dicke Überraschung: 6095 Zuschauer strömten am Sonntag in die proppevolle Arena. Damit blieb die TBB nur knapp unter der bisherigen Rekordmarke (6189 Zuschauer, Januar 2007). Vor der Partie sah man zudem den einstigen Publikumsliebling Charly Brown über die Bildschirme wirbeln - wie er im Jahr 1998 praktisch im Alleingang die "Albatrosse" in der alten Mäusheckerweg-Halle vom Himmel holte.

Wer könnte ihn an diesem Tag beerben? Aufbauspieler Dru Joyce? Der Ex-Berliner Philip Zwiener? Oder das Kollektiv? Keiner. Die Überraschung blieb aus. Am Ende lief es wie so oft gegen Top-Clubs: Trier hielt dagegen, verlor aber knapp. "Man hat gesehen, dass wir mit den Top-Clubs mithalten können", sagte TBB-Flügelspieler Philip Zwiener nach dem 69:75. "Darauf können wir aufbauen." Zwiener war mit 15 Punkten bester Trierer Schütze.

Der neue Alba-Trainer Muli Katzurin setzte bei seinem ersten Einsatz in der Bundesliga auf aggressive Verteidigung. Die sorgte dafür, dass die TBB nur selten Anspiele unter den Korb brachte. Das gelang auch Alba nur selten. Da die Berliner aber von außen besser trafen, vor allem Julius Jenkins war nicht zu stoppen, gingen die Gäste mit einer Sechs-Punkte-Führung in die Halbzeitpause (43:37).

Neuer TBB-Song macht den Trierer Spielern Beine



"Hier geht niemand locker raus, Ihr schreit euch die Lungen raus", so lautet eine Textzeile in dem vor dem Spiel erstmals präsentierten TBB-Song. Wie sich das von 6000 Zuschauern anhört, erlebte man im dritten Viertel: Die TBB verkürzte, war bis auf zwei Punkte wieder ran. Trier hatte Chancen zur Führung. Die Halle stand Kopf - mit 55:59 ging es ins letzte Viertel. Aber fünf Minuten später war Ruhe eingekehrt. Da hatte der überragende Julius Jenkins mit seinem fünften Dreier die erste zweistellige Führung für sein Team erzielt (66:55).

Jenkins und Derrick Allen machten wieder einmal für die Berliner den Unterschied aus. Allein Jenkins brachte es auf 28 Punkte. Dragicevic erhöhte (69:57), die TBB drehte noch einmal kurz auf. 90 Sekunden vor Schluss hätte Zwiener sein Team noch bis auf drei Zähler heranbringen können. Aber sein Dreier-Versuch landete am Ring.

"Wir haben am Ende die Rebounds kontrolliert, das hat letztlich den Ausschlag für uns gegeben", sagte Alba-Manager Marco Baldi nach der "sehr hektischen Partie". TBB-Trainer Henrik Rödl sagte: "Wir haben ein sehr spannendes Spiel gesehen. Wir hatten Chancen, das Spiel noch zu drehen. Es war ein schweres Spiel für uns."

TBB Trier: Zwiener 15 Punkte, Stewart 10, Joyce 11, Bynum 13, Dojcin 6, Evans 8, Zirbes 4, Clay 2, Picard 0.

Alba Berlin: (beste Schützen): Jenkins 28, Allen 18, Dragicevic 11.

Viertelstände: 16:17, 37:43, 55:59, 69:75.

Zuschauer: 6095.

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