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Basketball: Albatrosse im Glück - TBB verliert

Basketball: Albatrosse im Glück - TBB verliert

Viel hat nicht gefehlt an einer Überraschung vor Ostern: Die TBB Trier hat dem Deutschen Meister Alba Berlin gestern Abend vor über 5600 Zuschauern Paroli geboten. Erst in der Schlussminute machte der Favorit den 67:61-(41:29)-Auswärtssieg perfekt.

(AF) "Entweder wir verlieren mit 20 Punkten. Oder aber es wird
ganz, ganz eng." Das hatte TBB-Center Maksym Shtein vor dem Spiel
gegen den hohen Favoriten Alba Berlin angekündigt. Das alles schien
auch gestern Abend drin: Mitte der zweiten Halbzeit sah es eher nach
ganz lockerem Gästesieg aus. Am Ende wurde es aber wieder knapp. Bis
auf einen Punkt kamen die Trierer dank einer großen kämpferischen
Leistung kurz vor Schluss heran. Der "Albatros" wankte. Aber er fiel
nicht.

Aber von vorn. Das erste Viertel war dabei genau so, wie sich das die
5600 TBB-Fans in der Arena vorgestellt hatten: Ausgeglichen, ein Spiel
auf Augenhöhe, dazu zwei überragende Spieler. Bei den Berlinern
bedankte sich Julius Jenkins für seine Rückkehr in die Startformation:
Er steuerte schon im ersten Abschnitt neun Punkte bei. Der Top-Spieler
zu Beginn war aber ein Trierer: Chris Copeland gelang im ersten
Viertel alles: 15 Punkte erziele er da, brachte Alba-Trainer Luka
Pavicevic damit auf die Palme. Dank Copeland lagen die Trierer zwei
Mal mit drei Punkten vorn. Nach dem 21:18 hoben die "Albatrosse" aber
ab: Nach einer 2:20-Serie war erst mal Ruhe in der Arena. Die
Wurfquote der TBB ging in den Keller. Bei Alba sorgte neben Jenkins
auch der eingewechselte Nadjfeji für Probleme in der TBB-Defensive. So
lagen die Hauptstädter schon zur Pause komfortabel vorn (29:41). Daran
änderte sich auch nach dem Wechsel vorerst nichts: Alba führte zumeist
mit 15 Punkten, wirkte souverän, unverkrampft. Als TBB-Trainer beim
Yves Defraigne beim 33:50 seine Jungs zur Auszeit versammelte, glaubte
wohl keiner mehr an eine dramatische Schlussminute.

Aber dann kam die TBB ran. Punkt um Punkt. Norman Richardson leitete
die Aufholjagd ein. Er machte acht Punkte in Folge. Beim 50:56 war
knapp sieben Minuten vor Schluss noch mal alles drin. Zuerst
verwandelte Riley drei Freiwürfe (57:60), dann setzt sich Evans durch
(59:60). Näher ran kamen die Trierer aber trotz allen Einsatzes nicht
mehr: Richardson und Brown hätten in der Schlussminute jeweils mit
"Dreiern" ausgleichen können. Beide trafen aber nicht. So sicherten
sich die Berliner letztlich mit einer guten Dosis Glück den
Auswärtssieg.

TBB Trier: Copeland 19, Evans 14, Shtein 5, Shuler, Brown 7,
Richardson 11, Gillingham 2, Riley 3, Raivio 0

Alba Berlin (beste Schützen): Jenkins 18, Sesay 11, Sekulic 11,
Nadjfeji 9

Viertelstände: 21:20, 29:41 (Halbzeit), 42:56, 61:67

Zuschauer: 5631