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Basketball: Bittere Klatsche für Römerstrom Gladiators Trier - 53:77 (22:42) in Chemnitz

Basketball: Bittere Klatsche für Römerstrom Gladiators Trier - 53:77 (22:42) in Chemnitz

Basketball-Zweitligist Römerstrom Gladiators Trier hat sein Auswärtsspiel am Samstagabend beim Tabellensechsten Niners Chemnitz mit 53:77 (22:42) verloren. Es ist die dritte Pleite der Trierer in Folge und die sechste Niederlage im siebten Auswärtsspiel.

Diesmal sollte es besser werden auswärts, ganz sicher. Bloß nicht wieder so ein enttäuschender Auftritt wie zuletzt bei den Crailsheim Merlins, oder den vier anderen bisherigen Auswärtspleiten in dieser Saison. Bereits am Freitagmorgen, einen Tag vor Spielbeginn, war das Team von Trainer Marco van den Berg nach Sachsen gereist, hatte sich dort ein Hotel genommen, um sich optimal auf das Spiel beim Tabellensechsten Niners Chemnitz vorbereiten zu können.

Zudem hatte der Coach vor dem Spiel angekündigt, die Spielvorbereitung aufgrund der vergangenen Auswärtspleiten auszudehnen und zu intensivieren. Deutlich früher und deutlich intensiver sollte sich sein Team am Spieltag fit machen in der Halle, um dann mit der nötigen "Schärfe" - wie es van den Berg stets nennt - ins Spiel gehen zu können.

Doch der Auftritt seines Teams am Samstagabend zeigt: All diese Maßnahmen haben nicht gefruchtet. Wieder einmal enttäuschen die Gladiators auswärts. Wieder einmal kommen sie ordentlich unter die Räder, wieder einmal fehlen dem Team in der Offensive die Mittel, wieder einmal heißt die einzige Option Dreier-Schießen, wieder einmal erfolglos. Am Ende heißt es: 53:77 (22:42).

Beide Teams präsentieren sich zu Anfang nicht von ihrer besten Seite. Zahlreiche Ballverluste reihen sich aneinander - sowohl Trier als auch Chemnitz leisten sich jeweils sechs in den ersten zehn Minuten - zudem sind die Trefferquoten beider Mannschaften unterirdisch. So liegt Triers Quote im ersten Viertel bei mageren 19 Prozent.

Ein Lichtblick auf Trierer Seite ist Neuzugang Pablo Coro. Der Chilene steht nach seiner Schulterverletzung zum ersten Mal für die Gladiatoren auf dem Parkett und fügt sich kurz nach seiner Einwechslung mit einem verwandelten Dreier gut ein. Trier, das ohne den verletzten Jack Eggleston auskommen muss, liegt zu diesem Zeitpunkt noch vorne (8:3). Mit einem niedrigen Ergebnis geht's in die erste Viertelpause (10:12).

Im zweiten Viertel beginnt dann der Trierer Niedergang, es wird richtig düster. Wie schon vor zwei Wochen, bei der deutlichen Niederlage in Crailsheim, verlieren die Gladiators bis zur Halbzeit vollkommen den Anschluss (22:42). Während Chemnitz immer wieder den direkten Weg zum Korb sucht und somit häufig nach Fouls an die Freiwurflinie kommt (13 von 15 Freiwürfen bis zur Pause für Chemnitz, lediglich vier von sechs für die Gladiators), hat Trier in der Offensive meist nur eine Lösung parat: Dreier.

Wie so oft scheinen Drei-Punkte-Würfe die einzige Lösung im Offensivspiel zu sein. Das kann klappen, wenn die Schützen treffen. Ist das nicht der Fall, ist die Partie früh gelaufen. So ist es am Samstagabend in der Chemnitzer Richard-Hartmann-Halle. Bis zum Spielende versuchen es die Trierer 30-Mal von jenseits der Dreier-Linie, nur siebenmal treffen sie. Da im Spielaufbau zudem insgesamt 16 Ballverluste hinzukommen, und Trier die starken Chemnitzer Malte Ziegenhagen, Christopher Carter und Martin Seiferth - den Bruder des früheren TBBlers Andi Seiferth - nur selten stoppen kann, geht der deutliche Rückstand zur Pause vollkommen in Ordnung.

Klar ist zu diesem Zeitpunkt: Findet Trier in der Offensive in Halbzeit zwei keine andere Lösung als das wilde Dreier-Schießen, setzt es eine richtig derbe Klatsche.

So kommt es dann tatsächlich: Trier erzielt lediglich elf Punkte im dritten Viertel - von Aufbäumen keine Spur. Chemnitz spielt sein Spiel locker runter, führt nach 30 Minuten mit 27 Punkten (33:60). Der Drops ist vor dem Abschlussviertel gelutscht.

Nach den deutlichen Niederlagen in Hanau und Crailsheim kassieren die Gladiatoren den nächsten Nackenschlag in fremder Halle. Sicher ist: Trier muss sein Offensivspiel schnell verändern, es deutlich variabler machen und Alternativen finden zum erfolglosen Dreier-Schießen. Ändert sich nichts, wird Trier das Saisonziel Playoffs verpassen und sich schnell im Abstiegskampf wiederfinden. Jetzt ist das Trainerteam um Headcoach Marco van den Berg gefragt.

Am kommenden Samstag, 3. Dezember, treten die Gladiatoren auswärts bei den Kirchheim Knights an.

Statistik
Punkte Trier: Smit 5, Hennen 0, Coro 9, Dietz 1, Schmitz 11, Grün 4, Nicholas 9, van Zegeren 6, Joos 0, Herrera 5, Spearman 3 - Beste Werfer Chemnitz: Carter 18, Seiferth 12 - Viertelstände: 10:12/22:42/33:60/53:77