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Basketball: Böse Überraschung für die "Überraschungsteams"

Basketball: Böse Überraschung für die "Überraschungsteams"

Basketball-Bundesligist TBB Trier steckt nach der unnötigen Heimniederlage gegen Tübingen (82:87 n.V.) tief im Abstiegskampf. Die Aussichten der Kellerteams im Überblick.

Trier. Wenn die TBB das Unwort des Jahres küren wollte - es hieße vielleicht: Überraschungsteam! Diese durchaus wohlwollende Auszeichnung hatten die Trierer im Lauf der Vorrunde von Bayreuth übernommen. Der BBC war unerwartet mit vier Siegen in die Saison gestartet. Und die TBB beendete die Hinrunde ebenso überraschend auf Platz sieben. Inzwischen steigt die Wahrscheinlichkeit, dass sich die Wege der beiden Teams in der nächsten Saison trennen werden - das wäre nach den Hinrunden-Eindrücken die nächste Überraschung, aber keine positive. Die TBB steht im Abstiegskampf zwar besser da als die Bayreuther: Der Direktvergleich geht hauchdünn an die Trierer, zudem haben die Oberfranken einen Sieg weniger auf dem Konto - bei einem ähnlich schweren Restprogramm wie die TBB. Unabhängig davon müssen auch Ludwigsburg und Braunschweig je noch einen Sieg holen, um an Trier vorbeizuziehen. Aber von der aktuellen Formkurve her sind die Bayreuther - nur ein Sieg aus den letzten sechs Spielen - und die seit fünf Spielen sieglosen Trierer besonders gefährdet. Bayreuth könnte den Druck mit einem Sieg am Mittwoch im Nachholspiel gegen den Tabellenzweiten Oldenburg noch weiter erhöhen. Für die TBB sind die Aussichten vor dem Auswärts-Triple in Frankfurt (Samstag, 20. April), dem Nachholspiel in Berlin (24. April) und dem Abschluss bei den Artland Dragons klar: Ein Sieg reicht. Falls daraus nichts wird, müssen die Trierer rechnen (es sind verschiedene Konstellationen mit Mehrfach-Vergleichen möglich), hoffen, beten. Darauf, dass entweder Bayreuth, Ludwigsburg oder Braunschweig kein Spiel mehr gewinnen. Auch der MBC, Bremerhaven und Frankfurt brauchen noch einen Sieg, um auf Nummer sicher zu gehen. Verrückte Liga - hätte zum Beispiel TBB-Aufbauspieler Jarrett Howell seine Freiwürfe kurz vor Schluss gegen Tübingen getroffen, wäre den Fans die Spannung verwehrt und erspart geblieben. Restprogramm: Trier: Frankfurt (A), Berlin (A), Artland (A). Bayreuth: Oldenburg (H), MBC (A), Berlin (A). MBC: Bayreuth (H), Ulm (H), Hagen (A). Ludwigsburg: Bayern (H), Frankfurt (A). Braunschweig: Tübingen (A), Bremerhaven (H). Bremerhaven: Gießen (H), Bamberg (H), Braunschweig (A).