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Basketball-Bundesliga: TBB Trier rupft die „Donnervögel“

Basketball-Bundesliga: TBB Trier rupft die „Donnervögel“

Jede Menge Dramatik, ein enges Spiel über 40 Minuten – und am Ende triumphiert wieder einmal die TBB Trier, beim 74:67 (35:36) gegen die EWE Baskets Oldenburg zum ersten Mal auch gegen einen potenziellen Titelanwärter. Erst in den Schluss-Sekunden machte das Team den siebten Sieg im zehnten Spiel perfekt. Damit rücken die Trierer auf Platz drei vor.

Trier. Vom Budget her liegt die TBB in der Liga im unteren Drittel. Na und? Sportlich ist sie in dieser Saison mit bisher allen Gegnern entweder auf Augenhöhe - oder eben überlegen. Oldenburg, der Meister von 2009, und mit BBL-Stars gespickt, war so ein Gegner auf gleichem Niveau. Aber auch diese Hürde nahm die TBB am Samstagabend.

Dank einer guten Teamleistung - und dieses Mal vor allem auch dank einer tollen Quote aus der Distanz. 13 Dreier saßen bei den Trierern, fast jeder zweite Versuch. Das bedeutet: super Stimmung bei den 3800 Zuschauern - und der Sprung auf Tabellenplatz drei. Die Oldenburger kamen besser in die Partie und führten schnell mit 6:0 und 8:2. Seiferth und Linhart brachten die TBB heran. Für die erste Trierer Führung sorgte dann Barry Stewart, der seinem Dreier zum 12:11 gleich den nächsten folgen ließ.

Die TBB entschied das Viertel mit 17:16 für sich. Wie schon im ersten Viertel hatten es die Trierer schwer, unterm Brett zu Punkten zu kommen - dafür saßen aber viele Dreier, etwa von Mathis Mönninghoff (zwei in Folge) und von Jarrett Howell. So lag die Trierer Quote aus der Nah- und Mitteldistanz zur Halbzeit nur bei 21 Prozent (3 von 14 Versuche). Beide Teams lagen immer eng beieinander. Die Gäste gingen mit einer 36:35-Führung in die Pause. Barry Stewart besorgte per Korbleger gleich nach der Halbzeit die ersten Punkte für die TBB, die in der Folge eine bärenstarke Phase hatte - jetzt klappte alles: Nate Linhart schraubte mit fünf Punkten in Folge auf 44:39 hoch, Brian Harper und Basti Doreth dann auf 51:39 (25.), nach einem 11:0-Lauf. Auch der nächste Dreier von Doreth saß, dann gleich noch einer von Stewart - da lag die TBB mit 16 Punkten vorn.

Die "Donnervögel" kämpften sich zurück in die Partie und blieben vor dem Schlussviertel mit sieben Punkten Rückstand in Schlagdistanz (59:52). Der letzte Abschnitt begann zäh, Center Andreas Seiferth versuchte es vergeblich aus der Distanz. Oldenburg kam bis auf fünf Punkte heran und veranlasste TBB-Trainer Henrik Rödl zur Auszeit. In wichtigen Momenten konnten sich die Trierer aber auf ihre Dreier verlassen - Linhart traf zum 62:54, Jarrett Howell zum 65:56. Acht Sekunden vor Schluss steht es 72:67. Oldenburgs Julius Jenkins kassiert noch ein unsportliches Foul - das war's für die Trierer, danach wird nur noch getanzt und gefeiert.

TBB Trier: Linhart 15, Saibou 1, Doreth 7, Howell 9, Seiferth 7, Mönninghoff 6, Harper 11, Stewart 13, Chikoko 1, Bucknor 4 Oldenburg (beste Schützen): Smeulders 14, Chubb 13, Paulding 10, (Joyce: 2) Viertelstände: 17:16, 35:36 (Halbzeit), 59:52, 74:67 Zuschauer: 3834