Basketball-Bundesliga: TBB Trier siegt locker 73:48 gegen Gießen

Basketball-Bundesliga: TBB Trier siegt locker 73:48 gegen Gießen

Deutlicher Sieg gegen einen schwachen Gegner: Basketball-Bundesligist TBB Trier hatte am Sonntag beim 73:48 (33:16) mit dem Tabellenletzten Gießen 46ers überhaupt keine Probleme.

Trier. Die Sprechchöre hat sich Bastian Doreth wirklich verdient, die Leihgabe vom FC Bayern: Das Glück rannte TBB-Aufbauspieler Doreth zuletzt nicht eben hinterher. Bei der knappen Niederlage vor einer Woche bei den Bayern gelang ihm wenig. Auch zuvor war der aktuelle Nationalspieler offensiv eher unauffällig.
Beim 73:48 gegen Gießen fiel dann mal sein "Dreier", nach der Halbzeit: drei Treffer bei vier Versuchen - der schönste davon gelang ihm mit der Schluss-Sirene des dritten Viertels nach eigenem Einwurf und schnellem Pass von Vitah Chikoko. "Das hat der Mannschaft einen Ruck gegeben", freute sich Doreth, der mit insgesamt elf Punkten zweitbester Trierer Schütze war. "Wir wussten, dass wir Gießen nicht unterschätzen dürfen. Wir waren gut vorbereitet, deshalb haben wir auch souverän gewonnen."
Letztlich war es so einfach - auch, weil die Gießener nachdrücklich dokumentierten, warum sie in dieser Saison erster Abstiegskandidat sind. Für TBB-Trainer Henrik Rödl war Doreths "Zehn-Meter-Dreier" ein "Ausrufezeichen": "Danach war der Widerstand der Gießener gebrochen." Vor allem die Vorstellung seines Teams in der ersten Halbzeit gefiel dem Coach, da war Trier locker eine Klasse besser als die Gäste: Die TBB zog von Beginn an davon, war immer einen Schritt schneller und im Rebound haushoch überlegen: "Die zweite Halbzeit haben wir dann nicht so gut begonnen. Aber es hat mich beeindruckt, wie wir wieder zurückgekehrt sind", resümierte Rödl.
Zur Erinnerung: Im vergangenen Jahr hatte Gießen noch beide Spiele gegen Trier gewonnen. Am fünften Trierer Saisonsieg hatte der zuletzt verletzte Power Forward Brian Harper einigen Anteil: Er war mit 13 Punkten bester Schütze seines Teams, das aber vor allem wieder als Kollektiv überzeugte: Alle zehn eingesetzten Spieler punkteten. Egal, wer spielte: Einen echten Bruch im Spiel gibt es nicht. Der Gießener Cheftrainer Mathias Fischer vermisste dagegen bei seinem Team den "nötigen Kampf und die Leidenschaft, um in Trier bestehen zu können". Bei den Mittelhessen spielten sowohl die beiden Ex-Trierer Oskar Faßler und Andreas Büchert - echte Akzente konnte aber keiner von ihnen setzen. Die TBB war ab Mitte des ersten Viertels permanent zweistellig in Führung. Der Vorsprung schmolz mal auf elf Punkte, aber mehr war für Gießen nicht drin.
So gab es für die 3821 Zuschauer das einseitigste Traditionsduell gegen den Bundesliga-Dino seit langer, langer Zeit zu sehen. Für Gießen war es die achte Niederlage in Folge. Und die TBB machte deutlich, dass sie in diesem Jahr wohl kein Konkurrent im Abstiegskampf sein wird. Für die TBB geht es am Samstag mit dem Auswärtsspiel in Würzburg weiter (20 Uhr).
TBB Trier: Linhart 9, Saibou 2, Doreth 11, Howell 4, Seiferth 11, Mönninghoff 4, Harper 13, Stewart 6, Chikoko 6, Bucknor 7 - Gießen (beste Schützen): Brooks 14, Prowell 8, Baxter 7. - Viertelstände: 18:4, 33:16 (Halbzeit), 52:36, 73:48 - Zuschauer: 3821