Basketball-Bundesliga: TBB Trier verliert 70:75 nach Verlängerung

Basketball-Bundesliga: TBB Trier verliert 70:75 nach Verlängerung

Mehr Dramatik geht nicht: Vor der Saison-Rekordkulisse von über 5400 Zuschauer hat sich Basketball-Bundesligist TBB Trier am Dienstag mit dem amtierenden Meister und Pokalsieger Bamberg einen unglaublichen Kampf auf Augenhöhe geliefert. In der Verlängerung entschieden beim 70:75 (63:63, 32:31) Kleinigkeiten – wieder gegen die TBB.

Warum gibt's im Basketball eigentlich kein Unentschieden? Dafür gibt's viele Gründe. Aber aus Trierer Sicht konnte man am Dienstag Abend diese Frage mal kurz in den Raum werfen: Nach der großartigen Leistung beim 70:75 nach Verlängerung gegen den Titelverteidiger Bamberg. Da hätten sich die Trierer wie schon zuvor gegen die Topteams Berlin und Bayern München eine Punkteteilung verdient gehabt. Am Dienstag hätte sich die TBB - mit unbändiger Leidenschaft großartiger Unterstützung vor toller Kulisse - auch den Sieg verdient gehabt. Aber der Konjunktiv hilft nicht im Abstiegskampf. Und um nichts anderes geht es. Schon am Freitag Abend wieder, wenn die TBB in Tübingen antritt.

Am Ende, in der Verlängerung, entschieden Kleinigkeiten. Etwa, dass Bambergs Anton Gavel gleich zwei Dreier in Folge traf.

Aber von vorn. Die TBB präsentierte sich anfangs so wie schon zuvor gegen die Spitzenteams Berlin und Bayern München: sehr präsent, engagiert und auch spielerisch auf gleicher Höhe mit dem Gegner. So musste sich die Bamberger, amtierender Meister und Pokalsieger, mächtig strecken, um im ersten Viertel nicht schon deftig in Rückstand zu geraten: Dank Dru Joyce und Maik Zirbes lag die TBB mit 16:10 vorne. Der Ex-Berliner Julius Jenkins brachte die Gäste aber zum Viertel-Ende wieder auf Schlagweite heran.

Turbulent ging es auch weiter - und immer mittendrin: Maik Zirbes, der in der ersten Halbzeit mit zehn Punkten, sieben Rebounds und einem spektakulären Block bester Mann auf dem Parkett war. Die Partie hatte jede Menge zu bieten, Kampf, Dramatik, Überraschungen. Für beste Stimmung in der vollen Arena sorgte Nate Linhart, der kurz vor der Pause den ersten Dreier auf Trierer Seite versenkte (32:29), gleich nach der Pause legte er den zweiten nach. Mit einem 32:31 ging es in die Halbzeitpause. Bis zum 42:44 war die Partie eng, dann kamen die Gäste zunehmend auf Touren - und damit leichter zu Punkten als die Trierer, die sich jeden Korberfolg hart erarbeiten mussten. Mit neun Punkten Rückstand ging die TBB ins Schlussviertel.

Vorentscheidung gegen den hohen Favoriten? Nix da! Zirbes und der ebenfalls sehr starke Linhart brachten die TBB wieder auf Schlagweite heran (53:58, dann per spektakulärem Ballgewinn und Dunking auf 55:58). Joyce legt weiter nach (57:58, dann 61:63). Zirbes schnappt sich den Rebound, Zwiener gleicht aus - und 58 Sekunden vor Schluss stehen alle in der Arena Trier. Auch sechs Sekunden vor Schluss steht es 63:63. Auszeit! Joyce nimmt den letzten Wurf - trifft aber nicht, Verlängerung! Da lachen dann aber Gavel & Co.

Statistik

TBB Trier - Bamberg (63:63, Halbzeit: 32:31)

TBB: Zirbes 15, Joyce 15, Linhart 16, Zwiener 12, Dojcin 2, Seiferth 4, Bynum 3, Faßler 2, Picard 0, Washington 1, Saibou 0

Bamberg (beste Schützen): Gavel 20 , Roberts 16, Jenkins 9

Viertelstände: 19:17, 32:31, 46:55, 63:63

Zuschauer: 5446 (Saisonrekord)

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