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Basketball: Feiert ein Ex-Trierer die Meisterschaft in Luxemburg?

Basketball: Feiert ein Ex-Trierer die Meisterschaft in Luxemburg?

Großer Erfolg für den früheren Trierer Bundesligaspieler Frank Baum: Als Trainer des luxemburgischen Basketball-Erstligisten Musel Pikes Remich steht der 46-Jährige im Finale um die Meisterschaft. Im Halbfinale begegnete Remich einem ehemaligen Spieler der Gladiators Trier.

Der Kuchen, sagt Frank Baum, schmecke auch so schon ganz gut. "Aber mit einer Kirsche oben drauf", bemerkt der Trainer des luxemburgischen Basketball-Erstligisten Musel Pikes aus Remich, "wird das Ganze natürlich noch leckerer". Der Kuchen steht bei Baum und seinem Team schon auf dem Tisch. Denn: Die Pikes stehen im Finale um die luxemburgische Meisterschaft. Sollten sich die Jungs von der Mosel dort in der Best-of-three-Serie (wer zuerst zwei Spiele gewinnt, hat den Titel in der Tasche) durchsetzen, wäre das die Kirsche auf dem Remicher Kuchen.

In der Endspiel-Serie wartet ab heute Abend allerdings ein echtes Schwergewicht des luxemburgischen Basketballs: Amicale Steinsel (20.30 Uhr/Steinsel). Das Team steht zum vierten Mal in Serie im Playoff-Finale und möchte sich nach drei verlorenen Final-Serien gegen Liga-Krösus Düdelingen endlich den Titel sichern. "Klar, wir sind der Underdog", sagt Baum, "aber wir haben nichts zu verlieren, jetzt wollen wir das Ding auch gewinnen". Baum, der nach zwei Jahren als Sportlicher Leiter bei der TBB Trier im Sommer nach Luxemburg gewechselt war, fühlt sich wohl in Remich. Er sagt: "Für mich ist der Erfolg hier ein wenig Genugtuung für die zwei verkorksten Jahre in Trier." Für den Club war der frühere Trierer Bundesligaspieler und luxemburgische Nationaltrainer schon zwischen 2007 und 2013 als Trainer aktiv. Viele Nachwuchsspieler, die er damals gefördert hatte, sind heute in der ersten Mannschaft aktiv.

Bereits im diesjährigen Playoff-Halbfinale hatten Baum und sein Team für eine Überraschung gesorgt. Dort fiedelten die Pikes Serienmeister Düdelingen mit dem ehemaligen Center der Gladiators Trier, Eric Anderson, in zwei Spielen aus dem Wettbewerb.
Ein Titelgewinn wäre für den Club der größte Erfolg der Vereinsgeschichte. Die Mannschaft ist sehr jung (Altersdurchschnitt 22 Jahre) und besteht überwiegend aus Talenten aus dem eigenen Nachwuchs. Da sich Clancey Rugg, einer von zwei US-Amerikanern im Team, im Halbfinale am Knie verletzt hat, holte Baum den deutschen 2,13-Meter-Center Enosch Wolf (früher Bayreuth und Göttingen) für die Finalspiele an die Mosel.
"Es macht großen Spaß, mit den Jungs zu arbeiten. Die Entwicklung ist sensationell", findet der Trainer. "Man muss sich das mal vorstellen: Alle luxemburgischen Spieler arbeiten oder studieren nebenbei, einige haben sich für die Finalpartien Urlaub genommen und für die nächste Saison bereits zugesagt, weiterhin für die Pikes zu spielen - wo gibt es so was sonst?"

Finale Nummer 1 zwischen Steinsel und den Musel Pikes beginnt heute um 20.30 Uhr in Steinsel. Spiel 2 steht am Samstag um 20.15 Uhr in Stadtbredimus an.