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Basketball: Gladiators feiern ersten Heimsieg der Saison

Erster Heimsieg der Saison : Gladiators atmen auf – Heißer Kampf beim 84:69 gegen die Eisbären Bremerhaven

Da ist er, endlich – der erste Heimsieg in dieser Saison für die Römerstrom Gladiators Trier! Beim 84:69 (45:31) gegen die Eisbären Bremerhaven passte nicht nur die kämpferische Einstellung.

Besonders schön ist das Spiel in der zweiten Halbzeit nun nicht gerade anzuschauen. Da ist viel Kampf, viel Krampf, auch einiges an Nervosität bei beiden Teams zu sehen. Aber was soll's – schließlich jubeln am Ende die 1646 Zuschauer in der Arena Trier. In der letzten Minute stehen sie alle, freuen sich über den verdienten 84:69-Heimsieg, feierten noch das schöne Alley-oop-Anspiel von Garai Zeeb auf Till Isemann. Der zweite Saisonsieg ist perfekt, da fällt viel an Anspannung ab.

Bei den Gladiators hatte sich die Personalsituation vor dem Spiel etwas entspannt. So fehlt aktuell nur noch Marco Hollersbacher, der wohl noch einige Wochen wegen einer Knieverletzung pausieren muss. Alex Laurent stand nach fünfwöchiger Verletzungspause wieder im Kader.

Für beide Teams ging es um viel nach dem enttäuschenden Start in die Saison. Die Gladiators, bei denen es Nico Wenzl wieder in die Startformation schaffte, starteten konzentriert – vor allem

Travis Daniels wurde zur wichtigen Anspielstation unterm Korb. Beim Stand von 10:4 hatte er bereits sechs Punkte auf dem Konto, alle Trierer Punkte fielen bis dahin aus der Nahdistanz.

Den Eisbären gelang bis dahin offensiv fast nichts. „Steht auf, wenn ihr Trierer seid“, schallte es schon im ersten Viertel von den Rängen. Die Gladiators führten zwischenzeitlich zweistellig (18:8), die Eisbären verkürzten zum Viertelende aber (20:14). Auffällig: Nur zwei Mal versuchten es die Trierer aus der Distanz – und das vergeblich durch die Big Men Till Isemann und Travis Daniels.

Wirklich absetzen konnten sich die Trierer vorerst nicht. Auch, weil die Gäste zumindest aus der Distanz nun besser ins Spiel fanden. Da war es wichtig, dass Garai Zeeb Mitte des zweiten Viertels den ersten Trierer Dreier der Partie traf (32:23) – es ging aber mit einigen Fehlwürfen weiter. Dass die Trierer trotzdem die Führung ausbauten, lag an der starken Vorstellung unter dem Korb – immer wieder gewannen sie wichtige Offensiv-Rebounds. Kurz vor der Pause erhöhten die Gladiators durch Parker van Dykes ersten Dreier auf 43:29, mit 14 Punkten Vorsprung ging es auch in die Halbzeitpause. Erster Heimsieg in dieser Saison? So sah es aus.

Das Spiel war nach der Pause zerfahren, ein Kampfspiel. Die Norddeutschen hielten den Rückstand lange Zeit einstellig. Mit zwei Dreiern in Folge sorgte Jonathan Almstedt aber kurz vor dem Viertelende für den alten Abstand von 14 Punkten.

Den Eisbären gelang es zwar über die komplette Partie, Triers normalerweise zuverlässigsten Punktesammler Parker van Dyke zu entnerven. Aber dafür sprangen andere in die Bresche und trafen, wenn es darauf ankam – etwa Jonathan Almstedt oder Nico Wenzl. Für den Ex-Trierer war die Partie schon Mitte des Schlussviertels nach seinem zweiten technischen Foul gelaufen. Da hatte das Spiel gegen die schwachen Eisbären längst gelaufen sein können. Aber die Gäste verkürzten noch mal (60:69). Mit einem Doppelschlag von Monteroso und Daniels (nach einem Fastbreak) zum 76:62 war das Spiel entschieden.

Viertelstände: 20:14, 45:31 (Halbzeit), 60:46, 84:69

Gladiators: Monteroso 23, Zeeb 7, van Dyke 9, Demmer 0, Wenzl 3, Almstedt 12, Painter 4, Isemann 12, Laurent 1, Daniels 13

Bremerhaven (beste Schützen): Frierson 23, Norl 16

Zuschauer: 1646