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Basketball: Gladiators feiern Heimsieg - Manager wohl weg

Basketball: Gladiators feiern Heimsieg - Manager wohl weg

Basketball-Zweitligist Römerstrom Gladiators Trier hat sein Heimspiel am Freitagabend mit 69:66 (37:26) gewonnen. In einer packenden Schlussphase wird es vor knapp 1700 Zuschauern in der Arena Trier so richtig spannend. Erst Kevin Smit dreht die Partie für sein Team. Beunruhigende Nachrichten gibt es derweil von der Führungsetage des Clubs.

Es ist 20.14 Uhr am Freitagabend, als für Sebastian Herrera die zweite große Aufgabe des Tages beginnt. Die erste hat der 18-jährige Schüler des Trierer Max-Planck-Gymnasiums am Morgen zwischen 9 und 14 Uhr hinter sich gebracht. Abiturklausur im Englisch Leistungskurs. "Es lief ganz gut", erzählt Herrera vor dem Spiel, "glücklicherweise kam nichts von Shakespeare dran".

Gut löst der gebürtige Chilene auch seine zweite große Aufgabe des Tages - das Heimspiel mit den Römerstrom Gladiators gegen die Paderborn Baskets, das die Trierer am Freitagabend vor 1621 Zuschauern nach einem Herzschlagfinale mit 69:66 (37:26) gewinnen. Exakt zwei Minuten nach seiner Einwechslung im ersten Viertel, um 20.16 Uhr, haut Herrera den Gästen aus Ostwestfalen einen Dreier in den Korb. Da liegt das Team von Trainer Marco van den Berg bereits deutlich vorne (20:10). Die Trie8rer präsentieren sich von Beginn an in guter Verfassung. Angeführt von den starken Pablo Coro und Simon Schmitz lassen die Gladiatoren den Ball in der Offensive gut laufen und kommen immer wieder zu freien Wurfgelegenheiten. Weil die Grün-Weißen es vor der Pause allerdings zu häufig glücklos von der Dreierlinie versuchen (5 von 15 bis zur Pause) anstatt öfter mal zum Korb zu ziehen, gelingt es nicht, den Vorsprung gegen die schwachen Gäste deutlicher auszubauen (37:26).

Kurz nach Wiederbeginn verletzt sich Kapitän Simon Schmitz. Er rutscht beim Zug zum Korb aus und muss für ein paar Minuten vom Feld. Plötzlich kippt die Partie. Paderborn wirkt jetzt aggressiver und geht nach einem Korbleger von Maximilian Kuhle in Führung (46:48). Mit einem knappen Rückstand geht es ins letzte Viertel (48:50).

Nun entwickelt sich ein packendes Spiel. Drei Minuten vor Schluss liegt Paderborn mit drei vorne (63:66). Die Gäste verteidigen stark, lassen Triers Distanzschützen Schmitz und Coro nicht zum Wurf kommen. Ein Herzschlagfinale. 30 Sekunden vor Schluss nimmt sich Kevin Smit ein Herz, zieht zum Korb und versenkt den Korbleger - es steht 67:66, die Halle tobt, Paderborn hat nichts mehr entgegenzusetzen. Am Ende gewinnt Trier und feiert im zweiten Spiel des Jahres den zweiten Sieg. mfr

Punkte Trier:
Schmitz 9, Spearman 16, Smit 10, Joos 2, van Zegeren 6, Dietz 4, Nicholas 3, Coro 14, Herrera 3, Hennen 2 -
Beste Werfer Paderborn:
Adams 14, Gloger 11 -
ZS:
1621 -
Viertelstände:
20:12/37:26/48:50/69:66Extra: Meilwes

Das kommt überraschend: Alexander Meilwes ist nicht mehr Manager der Römerstrom Gladiators Trier. Nach TV-Informationen hat der 33-Jährige, der erst Mitte Dezember die Nachfolge von Michael Lang als Manager angetreten hatte, den Verein unter der Woche verlassen. Was Meilwes zu diesem Schritt bewogen hat, ist unklar. Von den Verantwortlichen wollte sich zunächst niemand zu den Hintergründen äußern. Auch wer seine Nachfolge antreten soll, ist offen. mfr