Basketball: Gladiators feiern mit 78 : 64 gegen Dresden gelungenen Einstand in das neue Jahr

Basketball: Gladiators feiern mit 78 : 64 gegen Dresden gelungenen Einstand in das neue Jahr

Das war deutlich und hoch verdient: Mit 78 : 64 (43 : 33) schickten die Römerstrom Gladiators im ersten Spiel des Jahres den Tabellenletzten der Basketball Pro A Serie, die Dresden Titans nach Hause. Das Team von Trainer Marco van Berg machte damit gleich zu Beginn des neuen Jahres seine Ansprüche auf einen Playoff-Patz nachdrücklich geltend.

Foto: Willy Speicher

Trier. Im ersten Spiel des neuen Jahres musste der Trierer Zweitligist glich auf zwei seiner wertvollsten Akteure verzichten. Sowohl Ryan Nicholas wie auch Jack Eggleston, die bis dahin zusammen für 260 der insgesamt 1098 Korbpunkte der Hausherren verantwortlich waren, mussten passen. Während der Ausfall Egglestons wegen eines gebrochenen Fußes von Beginn an feststand, verhinderten letztendlich akute Wadenprobleme auch einen Einsatz des US-Amerikaners Nicholas.

Die Truppe von Coach Marco van Berg ließ sich jedoch nicht beirren. Brandon Spearmans erfolgreicher Korbleger nach 4,5 Sekunden bedeutete die schnellste Führung der Gladiators in dieser Saison. Doch die Sachsen, die mit lediglich vier Punkten auf der Habenseite als Schlusslicht angereist waren, erwiesen sich mit ihren beiden Neuverpflichtungen Jeremy Dunbar und Marqueze Coleman zunächst als Gegner auf Augenhöhe. Keines der beiden Teams konnte sich absetzen. Erst der erste Dreier von Herrera zwei Minuten vor Ende des ersten Viertels bescherte den Gladiators eine Vierpunkte-Führung (20 : 16). Als Thomas Grün unmittelbar darauf den zweiten erfolgreichen Distanz-Wurf folgen ließ, verzeichneten seine Farben ein 23:16 nach den ersten zehn Minuten.

Marco van Bergs Truppe hatte die kleine schöpferische Pause nach dem letzten Spiel am 23. Dezember offensichtlich gut getan. Inszeniert in erster Linie vom starken Kevin Smit und von Kapitän Simon Schmitz zogen die Grünen schnelle und variantenreiche Angriffe auf, dominierten dank van Zegeren die Körbe und trafen auch von draußen sicher. Hätte auch noch die Bilanz von der Freiwurf-Linie aus besser ausgesehen, wären die Einheimischen mit einem deutlich höheren Vorsprung als dem 43 : 33 in die Kabinen gegangen.

Trotz einiger Nachlässigkeiten nach Wiederbeginn ließen sich die Gastgeber in der mit über 2000 Besuchern gut gefüllten Arena nicht mehr vom Erfolgsweg abbringen. Vieles, wenn nicht fast Alles, lief weiter über den überragenden Akteur an diesem Abend, Kevin Smit. Der quirlige Point Guard setzte nicht nur seine Mitspieler gekonnt ein, sondern nahm sich auch selbst viele erfolgreiche Würfe selbst. Zudem blieb Brandon Spearman bei seinen ersten drei Dreier-Versuchen ohne Fehl und Tadel. Dresden konnte auch nicht mehr an das Niveau der ersten acht Minuten anknüpfen, verzettelte sich meist in Einzelaktionen und ließ eine deutliche spielerische Handschrift vermissen. Beim 66 : 52 zur letzten Viertelpause war die "Messe" beim erste Auftritt der Gladiators in diesem Jahr schon so gut wie gelesen.

Zwei Minuten vor dem Schlusspfiff erhoben sich die über 2000 Zuschauer schon von ihren Plätzen und verabschiedeten die Akteure mit stehenden Ovationen. Die Fans hatten eine ansprechende Leistung ihrer Mannschaft gesehen, die sich mit dieser Leistung nachdrücklich für einen der Playoff-Plätze empfahl.

Triers Trainer Marco van den Berg verteilte nach der Partie artig Komplimenten an beide Mannschaften. Er sprach von einem sehr wichtigen Erfolg für seine Mannschaft. "Es war unbedingt nötig für uns, mit einem Erfolg in das neue Jahr zu starten. Das gibt uns Selbstvertrauen für die nächsten Spiele." Das Ziel seiner Mannschaft sei nach wie vor das Erreichen der Play Offs. Sein Dresdener Kollege Ryan Flimm, der die Mannschaft zum ersten Mal in Trier gecoacht hatte, war "nicht wirklich enttäuscht vom Auftritt meiner Mannschaft, aber wir haben noch einen harten Weg vor uns, wenn wir da unten raus kommen sollen."

Römerstrom Gladiators Trier: Kevin Smit (27 ), Rupert Hennen, (0), Pablo Andres Coro Quitral, (6 ), Kilian Dietz ( 1), Simon Schmitz ( 9), Thomas Grün ( 5), Nils Maisel, (n. e.), Johan Willem van Zegeren ( 3), Johannes Joos ( 0), Sebastian Herrera ( 6), Brandon Lloyd Spearman ( 21), Sasa Milosevic(n. e)
Zuschauer: 2103