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Basketball: Gladiators Trier feiern ersten Saisonsieg - Dranginis überragend

Kyle Dranginis gehörte am Samstagabend zu den stärksten Gladiatoren in Kirchheim.
Kyle Dranginis gehörte am Samstagabend zu den stärksten Gladiatoren in Kirchheim. FOTO: Foto: Verein
Kirchheim. Basketball-Zweitligist Römerstrom Gladiators Trier hat am Samstagabend im zweiten Spiel der neuen Spielzeit den ersten Sieg eingefahren. Bei den Kirchheim Knights gewann das Team von der Mosel verdient mit 87:72 (41:32). Stärkster Trierer war dabei ein Neuzugang.

Am Ende ist es ein Dunking von Gladiator Justin Alston, der den Trierer Auswärtssieg perfekt macht. 76:64 steht es da, als noch knapp zweieinhalb Minuten zu spielen sind - das Spiel ist damit entschieden, die Gladiatoren gewinnen hoch verdient und Trainer Marco van den Berg findet: "Auswärts in Kirchheim zu gewinnen, das ist natürlich stark - das Ergebnis ist sehr gut - aber das heißt nicht, dass ich mit allem zufrieden bin. Viele Spieler haben noch nicht ihr Niveau erreicht."

Aber mal von vorne: Im ersten Viertel sehen die knapp 1000 Zuschauer in der Sporthalle Stadtmitte in Kirchheim ein ausgeglichenes Spiel. Trier, das nach wie vor auf Center Kilian Dietz verzichten muss, ermöglicht den Schwaben in den Anfangsminuten zu viele Offensive-Rebounds. Dabei hatte Triers Trainer nach der Auftaktniederlage in Vechta gerade beim Thema Rebounding mehr Engagement von seinem Team gefordert. "Das war noch nicht gut genug", betont van den Berg daher auch nach Spielende am Samstagabend.

Die Schwaben - die aufgrund von Verletzungsproblemen nur mit einem achtköpfigen Kader antreten können und unter anderem auf ihren Leistungsträger Tim Koch verzichten müssen - sind das stärkere Team in den Anfangsminuten, führen früh (4:9 aus Trierer Sicht).

Dass das erste Viertel dennoch ausgeglichen endet (21:21), liegt zum einen daran, dass Gladiator Kyle Dranginis mal wieder hervorragend aufgelegt ist und Kapitän Simon Schmitz nach seiner Einwechslung mehr Ordnung und Tempo ins Spiel bringt.

Das zweite Viertel geht dann eindeutig an die Gäste von der Mosel. Durch ihre aggressive Ganzfeld-Verteidigung setzen die Gladiatoren die Schwaben zunehmend unter Druck. Die Knights werden zu wilden Abschlüssen gezwungen, verlieren sich immer wieder in Einzelaktionen und finden keine Lösungen mehr in der Offensive.

Die Gladiators spielen es dagegen clever. Zwar bleibt die Reboundarbeit durchschnittlich, doch ist in den Offensiv-Aktionen viel Tempo zu erkennen. Die starken Stefan Ilzhöfer, Kyle Dranginis und Simon Schmitz sorgen dafür, dass das Team von Trainer Marco van den Berg mit einer klaren und verdienten Führung in die Pause geht (41:32).

In der zweiten Halbzeit dreht Kyle Dranginis dann so richtig auf. Der US-Amerikaner entscheidet das Spiel für seine Trierer nahezu im Alleingang. 35 Punkte erzielt er, sammelt zudem sechs Rebounds. Weder seinen energischen Zug zum Korb noch seine Schüsse aus der Distanz sind für die Knights zu verteidigen. Dranginis spielt überragend. Macht er so weiter, wird er den Gladiators noch viel Freude bereiten. "Kyle war hervorragend. Seine Spielkontrolle ist bemerkenswert", findet auch sein Trainer Marco van den Berg.

Insgesamt gerät der Auswärtserfolg weder im dritten noch im vierten Viertel ernsthaft in Gefahr.

Von Kirchheim kommt nicht mehr viel. Das Team von Trainer Anton Mirolybov kann die vielen Ausfälle nicht kompensieren.

Mit dem eingangs beschriebenen Alston-Dunking ist der erste Saisonsieg dann eingetütet.

Zum ersten Heimspiel der Saison empfangen die Gladiatoren am Sonntag, 8. Oktober, Ex-Bundesligist Phoenix Hagen (18 Uhr, Arena Trier).

Statistik
Trier: Alston 12 Punkte/1 Assist, Dranginis 35/2, Smit 7/5, Bucknor 3/3, Hennen 0/0, Schmikale 3/1, Schmitz 8/6, Grün 6/2, Ilzhöfer 7/1, Buntic 0/1, Joos 6/1, Milosevic 0/0

FOTO: RÖMERSTROM Gladiators Trier