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Basketball: Gladiators Trier gewinnen Heimspiel gegen Chemnitz mit 64:48 (Fotostrecke)

Basketball: Gladiators Trier gewinnen Heimspiel gegen Chemnitz mit 64:48 (Fotostrecke)

Die Gladiators Trier feiern einen 64:48-Heimsieg vor über 3000 Zuschauern im zweiten Playoff-Duell gegen Chemnitz Niners.

Wie hatte Gladiators-Coach Marco van den Berg am Freitagabend nach der Niederlage in Playoff-Spiel eins in Chemnitz noch gesagt? "Mit dieser Niederlage ist noch gar nichts passiert, es ist eine lange Serie." So sieht's aus: Denn am Sonntagabend haben die Römerstrom Gladiators Trier die Viertelfinal-Serie gegen die Chemnitz Niners ausgeglichen. Nach ganz starker Vorstellung gewinnen die Gladiators mit 64:48 (40:25) gegen die Sachsen.

Wie schon in Spiel eins am Freitag in Chemnitz gelingt den Gladiators der bessere Start. Trier spielt vor 3108 Zuschauern in der Offensive mit viel Tempo, kommt immer wieder in gute Positionen unterm Korb und trifft seine Würfe. Nach vier Minuten entscheidet sich Chemnitz-Trainer Rodrigo Pastore zur ersten Auszeit, da liegt sein Team mit sechs hinten (11:5 aus Trierer Sicht). Doch auch danach bleiben die Gladiators spielbestimmend. Trier spielt richtig gut, angelt sich immer wieder Offensiv-Rebounds und erarbeitet sich somit zweite Chancen. Einziges Manko: Von außen fällt noch zu wenig. Mit einer Fünf-Punkte-Führung geht's in Viertel Nummer zwei (20:15).

Dort droht die Partie kurz zu kippen. Trier gelingt dreieinhalb Minuten lang kein Punkt. Viel zu oft versuchen es die Grünen in der Offensive mit Würfen von außen, der direkte Zug zum Korb fehlt. Plötzlich sind die Sachsen dran (20:19 aus Trierer Sicht).

Doch dann beginnt die Brandon-Spearman-Show: Der US-Amerikaner, den in Spiel eins noch eine Blessur am Zeh plagte, läuft plötzlich heiß. Der 25-Jährige verteidigt stark, zieht zum Korb, versenkt drei Dreier und sorgt dafür, dass sein Team kurz vor der Pause deutlich davonzieht (40:24). Spearman reißt seine Mannschaft mit, die Gladiators kommen in den Minuten vor der Pause mal so richtig ins Rollen.

Unter den Augen von Ministerpräsidenten Malu Dreyer und SPD-Generalsekretärin Katarina Barley spielt Trier phasenweise hochklassigen Offensiv-Basketball, mit vielen Offensivrebounds und erfolgreich abgeschlossenen Schnellangriffen und einer bis zur Pause hundertprozentigen Freiwurfquote (sieben von sieben) - ein Detail, das die Zuschauer in der Saison bisher nur selten zu sehen bekamen. Auch defensiv arbeitet das Team von Trainer Marco van den Berg gut, nimmt die Chemnitzer Leistungsträger Virgil Matthews und Chris Carter lange Zeit aus der Partie. Einzig Joseph Lawson sorgt für die Sachsen in der Offensive zeitweise für Akzente. Triers Halbzeitführung geht völlig in Ordnung (40:25).

Nach der Pause sinkt das spielerische Niveau der Partie ein wenig. Die Spannung hingegen steigt umso mehr. Chemnitz kommt mit Schwung aus der Pause, erhöht den Druck in der Defensive. Doch die Gäste kommen nicht merklich heran. Trier hält gut dagegen, spielt überlegt und vor allen Dingen mit extrem hoher Intensität in der Defensive, lässt bis zum Ende des dritten Viertels insgesamt nur 34 Gästepunkte zu (27 Prozent Trefferquote der Sachsen). Mit einer deutlichen Führung geht's ins letzte Viertel (52:34).

Da passiert nicht mehr viel. Trier spielt es ganz locker runter, lässt das Team von Trainer Rodrigo Pastore nicht mehr herankommen. So steht am Ende ein völlig verdienter Trierer Sieg. Damit steht fest: Trier hat am Ostersamstag (15. April) definitiv ein weiteres Heimspiel gegen Chemnitz. Spiel drei findet zunächst am kommenden Mittwoch in Chemnitz statt. Statistik

Punkte Trier: Schmitz (5 Punkte/4 Assists), Spearman (19/1), van Zegeren (8/0), Grün (7/2), Joos (4/0), Bucknor (11/3), Herrera (0/1), Smit (2/2), Hennen (4/0), Eggleston (2/1), Dietz (2/0), Coro (0/0)
Viertelstände: 20:15/40:25/52:34/64:48
Zuschauer: 3108