Basketball: Gladiators Trier starten mit Auswärtssieg 82:75 in die Playoffs

Basketball: Gladiators Trier starten mit Auswärtssieg 82:75 in die Playoffs

So kann man mal in die Playoffs starten: Die Gladiators Trier haben ihr erstes Playoff-Viertelfinalspiel bei den Kirchheim Knights am Freitagabend mit 82:75 (45:33) gewonnen. Die Gladiators zeigen dabei eine geschlossene Teamleistung - ganz stark dabei: Kwadzo Ahelegbe.

Playoffs heißt Kampf, Playoffs heißt Leidenschaft, Playoffs heißt weiße Campingstühle - jedenfalls in Kirchheim. Denn in der Stadthalle Stadtmitte, dem Heimspielort des Teams aus der schmucken schwäbischen Stadt unweit von Stuttgart, steht am Freitagabend ein Meer aus weißen Campingstühlen für die Zuschauer bereit. 1350 Fans quetschen sich in die Halle, um das erste Duell der Playoff-Viertelfinalserie zwischen Kirchheim und den Gladiators Trier zu sehen - die Tribüne reicht dafür nicht aus, deswegen müssen Campingstühle her. Die mitgereisten knapp 70 Trierer Fans brauchen keine Stühle, denn sie feiern den überzeugenden 82:75 (45:33)-Auswärtssieg ihres Teams im Stehen.

Trier beginnt konzentriert. Marco van den Bergs Jungs agieren hellwach in der Verteidigung und treffen vorne fast alles. Die logische Konsequenz: Trier führt nach nach vier Minuten deutlich (13:5). Kirchheim findet erst nach der Einwechslung von Power Forward Keith Rendleman ins Spiel. Trier gelingt plötzlich nur noch wenig. Mit Mühe geht das Team von Trainer Marco van den Berg mit einer knappen Führung ins zweite Viertel (24:23).

Doch wie Trier sich dann im zweiten Viertel präsentiert, ist richtig gut. Angeführt von Kwadzo Ahelegbe ziehen die Gäste bis auf 16 Punkte davon (43:27). Abgeklärt und nicht überhastet, finden die Gladiators immer eine Lösung in der Offensive. Der Ball läuft richtig gut, hinzu kommt ein grandioser Kampf. Beispielhaft dafür Marian Dahlem, der sich in jeden Ball wirft und Kirchheims Aufbauspieler Richie Williams in der Defensive zu mehreren Ballverlusten zwingt. Trier geht völlig verdient mit einer deutlichen Führung in die Pause (45:33).

Die zweite Halbzeit ist dann schnell erzählt: Trier überzeugt weiter und zeigt den von Coach van den Berg geforderten Teambasketball. Bei Kirchheim findet bis auf Aufbauspieler Richie Williams gar nichts mehr statt. Das Spiel ist nach einem verwandelten Dreier von Kwadzo Ahelegbe zum 64:45 bereits Ende des dritten Viertels so gut wie entschieden. Auch wenn Kirchheim am Ende nochmal ein wenig herankommt, ändert das nichts am verdienten Trierer Sieg. Am Sonntag steht Playoff-Duell Nummer zwei an. (17 Uhr/Arena Trier).

Punkte Trier: Spearman 13, Evans 19, Schmitz 11, Eggleston 4, Smit 3, Ahelegbe 21, Dahlem 3, Raffington 5, Herrera 3, Dietz 0