1. Sport
  2. Basketball

Basketball: Gladiators Trier verlieren in Heidelberg mit 51:91

Basketball: Gladiators Trier verlieren in Heidelberg mit 51:91

Herbe Klatsche für Basketball-Zweitligist Römerstrom Gladiators Trier: Am Sonntag haben die Gladiatoren mit 51:91 (27:39) bei den MLP Heidelberg Academics verloren. Die Niederlage hat einen bitteren Beigeschmack.

An den hölzernen Wänden direkt hinter den Körben in der Halle am Heidelberger Olympiastützpunkt erinnern riesige Banner an längst vergangene erfolgreiche Zeiten der Heidelberger Basketballer. Zum Beispiel wie der damalige USC Heidelberg zwischen 1957 und 1977 neunmal die deutsche Meisterschaft holte, eine Szene zeigt den Heidelberger Nationalspieler Dietrich Keller. Aktuell heißt die Realität für Heidelberg allerdings zweite Liga.

Am Sonntag reisten die Römerstrom Gladiators Trier zum Tabellenfünften in die Kurpfalz und kassierten eine richtig herbe Klatsche - 51:92 (27:39) heißt es am Ende. Dabei entwickelt sich vor 500 Zuschauern zunächst eine enge Partie, geprägt von Fehlwürfen und Ballverlusten auf beiden Seiten. Trier, das auf Sebastian Herrera und Nils Maisel ( Abiturprüfungen am Montag) verzichten muss, versucht es zunächst weniger von außen und mehr über ihre Langen Joey van Zegeren, Kilian Dietz und Johannes Joos - erfolgreich ist das allerdings nur selten.

Mit drei Punkten Rückstand geht's in die erste Viertelpause (15:18). Danach gewinnt Heidelberg die Überhand. Das Team von Trainer Branislav Ignjatovic agiert deutlich aggressiver, die Kurpfälzer scheinen die 46:84-Klatsche aus dem Hinspiel in Trier nicht vergessen zu haben. Trier hingegen wirkt unkonzentriert, leistet sich bis zur Halbzeit zwölf Ballverluste und versucht es in der Offensive nun vermehrt glücklos aus der Distanz. Auch die Defensive steht nicht so gut wie zuletzt - die Folge ist ein deutlicher Pausen-Rückstand (27:39).

Zwar weckt Simon Schmitz mit einem verwandelten Dreier direkt zu Wiederbeginn unter den knapp 100 mitgereisten Trierer Fans die Hoffnung auf eine Wende, doch die kommt nicht. Trier spielt insgesamt zu schwach und gerät darüber hinaus im dritten Viertel auch noch in Foulprobleme. Grund dafür sind zum einen fragwürdige Schiedsrichterentscheidungen, zum anderen allerdings auch Fehler der Trierer, die in der Defense oft einen Schritt zu langsam sind und die Heidelberger um ihren starken Aufbauspieler Vance Hall oft nur mit Fouls stoppen können.

Nach einem Dreier von Heidelbergs Bernard Thompson zum Ende des dritten Viertels ist die Partie entschieden (43:63). Besonders bitter: Durch das 51:91 verlieren die Gladiators auch den direkten Vergleich mit den Heidelbergern. Triers Trainer Marco van den Berg findet am Ende drastische Worte: "Heidelberg war die intensivere Mannschaft. Wir haben nicht hart genug agiert, da muss ich auch die Schuld bei mir suchen."

Punkte Trier:
Schmitz 10, Spearman 13, Smit 8, van Zegeren 3, Joos 0, Nicholas 5, Dietz 1, Grün 0, Coro 6, Hennen 5
.