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Basketball: Gladiators verlieren zweites Playoff-Halbfinale gegen Jena

Basketball: Gladiators verlieren zweites Playoff-Halbfinale gegen Jena

Das Team von Trainer Marco van den Berg hat am Samstagabend vor knapp 3800 Zuschauern in der Arena Trier mit 59:69 (30:31) gegen den Favoriten Science City Jena verloren. Damit kann Jena die Halbfinal-Serie im nächsten Spiel am Montagabend entscheiden und ins Finale einziehen.

Die knapp 3800 Zuschauern stehen noch Minuten nach dem Abpfiff auf ihren Plätzen in der Arena Trier und applaudieren den Trierer Spielern. Bis zum Schluss kämpfen die Gladiatoren am Samstagabend gegen den großen Favoriten aus Jena an, zeigen eine starke Leistung - doch am Ende sind die Thüringer zu stark, besitzen mehr Clerverness und einen überragenden Immanuel McElroy. 59:69 (30:31) heißt es nach 40 Minuten aus Trierer Sicht, und 0:2 in der Halbfinalserie (wer zuerst drei Siege einfährt, ist weiter). Am Montag (19.30 Uhr) kann Jena in eigener Halle den Einzug ins Finale und den damit verbundenden Aufstieg in die 1. Bundesliga perfekt machen.

"Wir haben deutlich besser gespielt als in Jena, haben besser gereboundet und deutlich aggressiver verteidigt", sagt Triers Trainer Marco van den Berg nach Spielende. "Das war eine sehr ordentlich Leistung meiner Jungs - aber am Ende muss man einfach sagen, dass Jena cleverer ist und einen überragenden Immanuel McElroy hat, der seine Mitspieler hervorragend in Szene setzt und das Spiel am Ende entschieden hat." Trier startet gut in die Partie, viel wacher und deutlich aggressiver in der Defensive als noch im ersten Halbfinale am Donnerstag in Jena. Aufbauspieler Simon Schmitz ist anzumerken, dass er sich etwas vorgenommen hat für die Partie gegen seinen Ex-Club. Während bei ihm in Spiel eins fast nichts zusammenlief, versenkt der 26-Jährige allein in den ersten sieben Minuten zwei Dreier im Gäste-Korb. Insgesamt sind die langen Trierer Männer (Jack Eggleston und Justin Raffington) diesmal deutlich besser ins Spiel eingebunden. Die Gäste aus Thüringen wirken beeindruckt von der couragierten Trierer Spielweise und finden noch nicht in ihr Spiel. Auch von Immanuel McElroy, dem Star der Gäste, ist zu diesem Zeitpunkt noch nicht viel zu sehen - seine Zeit sollte noch kommen. Die logische Konsequenz: Trier führt nach sieben Spielminuten mit neun Punkten (17:9). Erst nach einer Auszeit findet Jena besser ins Spiel, verteidigt plötzlich ähnlich intensiv wie bereits in Spiel eins über das gesamte Spielfeld und kommt bis zum Ende des Viertels zum Ausgleich (19:19).

Im zweiten Viertel ändert sich am Spielstand erstmal nicht viel. Es entwickelt sich das, was Jenas Trainer Björn Harmsen bereits nach Spiel eins angekündigt hatte Ein defensiv geprägtes Spiel ohne viele Punkte. Jena übernimmt dennoch die Spielkontrolle. Agiert extrem physisch in der Defensive, verteidigt Dwayne Evans in Person von Immanuel McElroy hart, nimmt ihn lange aus dem Spiel und ermöglicht den Trierern so gut wie keine freien Wurfgelegenheiten.Die Moselstädter lassen sich allerdings nicht beeindrucken. Auch wenn nicht alles klappt in der Offensive, kämpfen sie aufopferungsvoll und lassen den Favoriten nicht davonziehen. Beispielhaft dafür Gladiator Kevin Smith, der in der Jenas Wayne Bernard stark verteidigt. Zudem gelingt den Gastgebern etwas, was ihnen in Jena zu selten gelungen war: Sie ziehen zum Korb und können von den Gästen oft nur durch Freiwürfe gestoppt werden, so dass sie an die Freiwurflinie dürfen. Hier allerdings hapert es: Nur sechs 13 Freiwürfen landen bis zur Pause im Korb. So gelingt es den Gladiatoren nicht, in Führung zu gehen. In die Halbzeit geht's mit einem knappen Rückstand (30:31). Im dritten Viertel findet Trier erneut den besseren Start. Der starke Jack Eggleston stopft einen krachenden Dunking in den Jenaer Korb. Nach zwei Dreiern von Simon Schmitz zieht das Team von Trainer Marco van den Berg sogar bis auf sechs Punkte davon (47:41). Zwar kämpfen sich die Gäste wieder heran, doch kurz vor Ende des dritten Viertels bringt Kwadzo Ahelegbe durch einen Korbleger plus anschließendem Bonus-Freiwurf die ganz in Weiß gekleideten Trierer wieder in Front. Mit einer knappen Führung geht es ins letzte Viertel (50:47). In den letzten zehn Minuten kämpft Trier weiter, setzt Jena unter Druck. Doch das Team von Trainer Björn Harmsen hat einen erfahrenen Spieler in seinen Reihen: Immanuel McElroy. Der Ex-Berliner verteidigt nicht nur bärenstark gegen Dwayne Evans, er setzt auch in der Offensive Akzente. Fünf Minuten vor Schluss dreht der 36-Jährige die Partie für sein Team (53:55). Trier bleibt dennoch im Spiel, kämpft sich durch den starken Jack Eggleston zurück. Doch dann beginnt Jenas bisher unauffälliger Aufbauspieler Lars Wendt damit, Dreier zu schiessen und zu treffen - innerhalb von wenigen Minuten bringt er sein Team mit zwei Dreiern in Führung (57:63). Das ist die Entscheidung - Trier findet darauf keine Antwort mehr. Ein Dunking von Guido Grünheid macht den Deckel entdgültig drauf.

Vor Spiel drei am kommenden Montag (19.39 Uhr) in Jena betont Marco van den Berg: "Wir werden nach Jena fahren und natürlich nochmal alles versuchen, das ist doch selbstverständlich - wir werden sehen, was möglich ist."
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