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Basketball: Judith Holthausen kehrt zu Gladiators Trier zurück

Gladiators-Manager Michael Lang (links) und die zukünftige Geschäftsführerin Judith Holthausen.
Gladiators-Manager Michael Lang (links) und die zukünftige Geschäftsführerin Judith Holthausen. FOTO: Marek Fritzen
Trier. Die Römerstrom Gladiators Trier arbeiten wieder mit Ex-Mitarbeiterin Judith Holthausen zusammen. Was genau die frühere Geschäftsführerin Marketing und Vertrieb beim Basketball-Zweitligisten macht und welche internationalen Erfolge zwei Gladiators-Neuzugänge feiern: Marek Fritzen

Von wegen Sommerpausen sind langweilig: Am 19. Juli 2016 herrschte plötzlich Unruhe rund um Basketball-Zweitligist Römerstrom Gladiators Trier. Unter der Überschrift "Gladiators-Geschäftsführerin Judith Holthausen verlässt den Club" berichtete der Trierische Volksfreund in seiner Ausgabe vom 19. Juli 2016 vom überraschenden Abgang der Frau, die ihren Job als Geschäftsführerin Marketing und Vertrieb und Geschäftsstellenleiterin erst sieben Wochen zuvor - zum 1. Juni 2016 - angetreten hatte. "Es hat einfach nicht gepasst", sagte Holthausen damals als Begründung.
Der damalige Manager Michael Lang wollte sich öffentlich nicht äußern, auch Geschäftsführer Achim Schmitz hielt sich bedeckt. Aus dem Umfeld des Vereins war allerdings zu vernehmen, dass es insbesondere zwischen Lang und Holthausen in der täglichen Zusammenarbeit erhebliche Differenzen und unterschiedliche Arbeitsauffassungen gegeben habe. Auch von Geschäftsführer Schmitz sollen keine nennenswerten Versuche unternommen worden sein, Holthausen zu halten.
Jetzt, ein gutes Jahr später, nächste Sommerpause, nächste Überraschung: Judith Holthausen ist wieder da. Wie Geschäftsführer Achim Schmitz am Montag auf TV-Anfrage bestätigt, wird Holthausen ab sofort wieder für die Römerstrom Gladiators Trier arbeiten. Nicht fest angestellt wie bei ihrem ersten Engagement, sondern als Externe auf Honorarbasis.
"Judith Holthausen ist eine von mehreren Personen, die uns ab sofort im Bereich Vertrieb und Marketing beratend zur Seite stehen werden", berichtet der Gladiators-Geschäftsführer. Diese Personen seien alle keine Angestellten des Vereins, sondern arbeiteten selbstständig auf Provisions-Basis. "Wir haben uns bewusst dazu entschlossen, mit Marketing-Experten zusammenzuarbeiten, die über ein großes Netzwerk verfügen und für uns Sponsorenakquise betreiben können."
Schmitz werde die Arbeit der freien Mitarbeiter koordinieren, "bei mir laufen die Fäden zusammen". Um wen und wie viele Personen es sich bei den Freien handelt, sagt Schmitz nicht.
Der Gladiators-Geschäftsführer sieht nach eigenen Angaben kein Problem darin, dass sich der Verein und Holthausen erst vor einem Jahr aus öffentlich nie dargelegten Gründen getrennt hatten und sie nun schon wieder zusammenfinden. "Wir haben uns nicht im Streit getrennt und uns über Dinge, die im vergangenen Jahr nicht so gepasst haben, ausgesprochen", berichtet Schmitz.
Der TV erreicht Holthausen am Montag. Auch sie betont: "Wir sind nicht im Streit auseinandergegangen, ich hatte immer engen Kontakt zum Verein." Zum 1. Juli 2017 habe sie sich selbstständig gemacht und die Marketing-Agentur 2Horn gegründet. "In diesem Rahmen betreue ich mehrere Unternehmen in der Region und ab sofort auch die Gladiators." Sie werde dem Club in Sachen Sponsoring und Marketing zur Seite stehen. "Es gibt sicherlich nicht den einen Sponsor in der Region, der auf einmal 100 000 Euro in den Club pumpt, aber ich bin davon überzeugt, dass es potenzielle Sponsoren gibt, die bereit sind, den Verein in einer Größenordnung von 10 000 bis 15 000 Euro zu unterstützen", sagt Holthausen.

DOPPELTER TRIERER ERFOLG(mfr) Lucien Schmikale und Stefan Ilzhöfer haben ein erfolgreiches Wochenende hinter sich. Die beiden Neuzugänge von der Römerstrom Gladiators Trier feierten Erfolge mit ihren deutschen Nationalteams. Während Schmikale - der aus Oldenburg an die Mosel gewechselt ist - mit der U20-Nationalmannschaft bei der EM in Griechenland durch einen 79:73-Sieg gegen Island Platz sieben holte (Schmikale spielte knapp sieben Minuten und erzielte einen Punkt), gewann Ilzhöfer mit der A2-Nationalmannschaft den Stankovic-Cup in China. Der neue Gladiator, der von den Frankfurt Skyliners nach Trier gewechselt ist, kam beim 69:65-Finalsieg über Kroatien auf knapp 15 Minuten Einsatzzeit, einen Rebound und einen Assist.
DIE AUFLAGEN DER LIGA(mfr) Von der ProA gab's für das Geschäftsjahr 2016/17 die Auflage, einen Überschuss in der Bilanz in Höhe von 25 000 Euro zu erwirtschaften. Zum Ende des Geschäftsjahres am 30. Juni erklärte Geschäftsführer Achim Schmitz: "Wir schließen die laufende Saison mit einem positiven Ergebnis ab, genaue Zahlen können wir erst nennen, wenn die Bilanz erstellt ist, das wird aber noch ein paar Wochen dauern", sagte Schmitz Ende Juni. Auf TV-Anfrage erklärte die Liga in Köln kurz und knapp: "Wir gehen davon aus, dass die Auflage bis zum 30. Juni erfüllt wird." Hat sich die Liga mittlerweile wieder bei den Gladiators gemeldet, drohen womöglich Sanktionen, weil der Stichtag 30. Juni nicht eingehalten worden ist? Achim Schmitz erklärt dazu jetzt: "Liga-Geschäftsführer Daniel Müller hat sich bei uns gemeldet, und wollte eine Tendenz haben, ob und wenn ja welchen Überschuss wir erwirtschaftet haben." In den kommenden Tagen werde die Bilanz fertiggestellt sein. "Nochmal, wir werden im Laufe der vergangenen Saison einen Überschuss erwirtschaftet haben, wie hoch der ist, kann ich noch nicht endgültig sagen." Sanktionen seitens der Liga, so betont Achim Schmitz, erwarte er allerdings nicht.