Basketball-Länderspiel: Deutschland besiegt Schweden in Trier klar

Basketball : Jenseits von Schweden: DBB-Team siegt in Trier 78:46

Bundestrainer Henrik Rödl mag’s familiär. Das mag ein Grund sein, warum er die WM-Vorbereitung mit seinem Team in Trier begonnen hat. Wo er fünf Jahre lang mit seiner Familie gelebt hat. Wo er alles kennt und wo er weiß, dass er ziemlich ungestört arbeiten kann.

Das Familiäre, Verbindende, soll auch ein Garant für eine erfolgreiche WM in China sein (31. August – 15. September). So erlaubt Rödl seinen Spielern, Frauen und Kinder bei der WM mit ins Teamhotel zu bringen. So, wie es NBA-Star Dennis Schröder schon bei der EM 2017 vorgemacht hatte. In Trier war die Familie zwar noch nicht komplett.

Beim 78:46-(37:23) im Länderspiel am Sonntagabend gegen Schweden fehlte Schröder wie schon berichtet aus „persönlichen Gründen“. Er wird erst zum zweiten Teil der Vorbereitung in Hamburg aus den USA anreisen. Das war aus sportlicher Sicht im Testspiel zu verschmerzen – wenn auch schade für die über 5000 Zuschauer in der Arena Trier, die für eine tolle Stimmung sorgten. Auf einen früheren Trierer mussten sie verzichten: Joshiko Saibou, den Rödl einst zur TBB Trier geholt hatte, schaffte es nicht in den 14er-Kader.

Aber auch ohne Schröder hat Rödl ein Team auf dem Parkett, dem man in China einiges zutrauen kann. Gegen die international zweitklassigen Schweden gelang dem mit vier NBA-Spielern angetretenen DBB-Team zwar erwartungsgemäß noch nicht alles. Gerade aus der Distanz war die Wurfquote schwach (nur 26 Prozent getroffene Dreier in der ersten Halbzeit). Aber in der Defensive ließ Rödls Team nur wenig zu – und schöne Offensivaktionen gab es auch, darunter mehrere gelungene Alley-oop-Anspiele. In der ersten Halbzeit gehörten Paul Zipser (9 Punkte) und Johannes Voigtmann (6 Rebounds) zu den auffälligsten DBB-Spielern. Das deutsche Team baute den Vorsprung auch nach der Pause aus. Rödl gab allen 13 Spielern ausreichend Zeit, sich zu präsentieren – einen in dieser Breite stark besetzten Kader gab’s in Deutschland wohl noch nie.  Mal setzte sich Niels Giffey in Szene, immer wieder auch Paul Zipser. Auch wenn die Schweden – die bei 22 Versuchen (!) keinen einzigen Dreier trafen – ein willkommener Aufbaugegner waren.

Für Rödls Team endet damit das Trainingslager in Trier mit einem Erfolgserlebnis. Vom 16. bis 18. August steht in Hamburg der VTG Supercup auf dem Programm, an dem auch Polen, Tschechien und Ungarn teilnehmen.

Deutschland – Schweden 78:46 (37:23)

Deutschland: Bonga 4, Lo 9, Giffey 7, Voigtmann 5, Akpinar 4, Theis 6, Benzing 3 , Wagner 0, Zipser 14 , Barthel 7 , Kleber 9, Thiemann 5, Obst 5

Schweden (bester Schütze): Löfberg 10

Viertelstände: 16:7, 37:23, 60:32, 78:46 -  Zuschauer: 5019

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