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Basketball: Römerstrom Gladiators Trier besiegen Baunach 90:64 - Jack Eggleston mit überragendem Spiel

Basketball: Römerstrom Gladiators Trier besiegen Baunach 90:64 - Jack Eggleston mit überragendem Spiel

Zu Hause ist es doch am schönsten: Die Römerstrom Gladiators Trier haben auch das vierte Heimspiel der Saison gewonnen: Am Sonntagabend besiegte Trier die Baunach Young Pikes mit 90:64 (42:41). Der Mann des Abends kommt aus dem US-Bundesstaat Indiana.

Basketball: Römerstrom Gladiators Trier besiegen Baunach 90:64 - Jack Eggleston mit überragendem Spiel
Foto: Willy Speicher

Und dann gibt Jack Eggleston plötzlich Vollgas. Der Mann aus Indiana ist nicht mehr zu stoppen. Elf Punkte hämmert der 27-Jährige den Gästen aus Baunach binnen weniger Minuten in den Korb - und versetzt den bis dahin tapfer kämpfenden Franken den endgültigen k.o. - aber jetzt erst mal der Reihe nach.

Trier zeigt sich von Beginn an verbessert als noch bei der schwachen Leistung am Freitag in Hanau (53:78). In den ersten zehn Minuten sind es vor allen Dingen die beiden zuletzt verletzt ausgefallenen Joey van Zegeren (Gehirnerschütterung) und Brandon Spearman (muskuläre Probleme), die das Spiel ihres Teams bestimmen. Während die Mannschaft von Trainer Marco van den Berg in Hanau in der Offensive oft ideenlos agierte, zu selten zum Korb zog und es meist glücklos von der Dreier-Linie aus versuchte, ist das gegen Baunach anders. Simon Schmitz, der starke Kilian Dietz oder Kevin Smit suchen immer wieder den direkten Weg zum Korb - das Ergebnis: sie werden häufiger gefoult und stehen allein im ersten Viertel zehnmal an der Freiwurflinie (in Hanau waren es im gesamten Spiel nur drei Freiwürfe). Insgesamt ist das Offensivspiel der Gastgeber deutlich temporeicher als zuletzt. Die knappe Führung nach dem ersten Viertel geht in Ordnung (22:19).

Bis zur Halbzeit entwickelt sich eine enge Partie. Die Gäste aus Baunach - der Ausbildungsclub des Deutschen Meisters Brose Bamberg - präsentieren sich stark. Auf der Aufbauposition lenkt das slowenische Talent Aleksej Nikolic - mit 21 Jahren ältester Spieler im Gäste-Kader - das Spiel seiner Mannschaft. Unterstützt wird er durch den 18-jährigen Litauer Arnoldas Kubolkas. Beide sorgen für 21 der 41 Baunacher Punkte bis zur Pause und haben damit wesentlichen Anteil daran, dass die Gladiatoren ihren Vorsprung nicht ausbauen können (42:41). Zwar sucht Trier weiter häufig den Weg zum Korb, doch Brandon Spearman und Joey van Zegeren legen zu viele einfache Versuche daneben. Hinzu kommen unnötige Fouls in der Verteidigung.

Im dritten Viertel kommt erst mal nicht viel, aber dann einer - wie eingangs beschrieben - ganz gewaltig. Sein Name: Jack Eggleston. Der US-Amerikaner zündet plötzlich den Turbo, verteidigt bärenstark und ist in der Offensive nicht mehr zu stoppen. Immer wieder sucht er die Eins-gegen-Eins-Duelle in der Offensive und ist von der Baunacher Defensive, die ohne ihre etatmäßigen Center Leon Kratzer und Andreas Nicklaus angereist sind, nicht zu stoppen. Seine Aktionen bringen das ganze Team ins Rollen, ein 13:0-Lauf nach zwei Dreiern von Spearman und Sebastian Herrera (62:50) versetzen den Gästen zum Ende des dritten Viertels den k.o.

Das letzte Viertel ist dann schnell erzählt: Baunach fällt nichts mehr ein, Trier schraubt den Vorsprung noch deutlich nach oben und feiert den vierten Heimsieg im vierten Heimspiel.

Statistik

Punkte Trier: Eggleston 27, Spearman 13, Schmitz 12, Herrera 9, van Zegeren, Grün 2, Dietz 9, Smit 8, Joos 6 - Beste Werfer Baunach: Kubolka 22, Nikolic 13 - Zuschauer: 1702