Basketball: Römerstrom Gladiators Trier gewinnen Heimspiel gegen Essen - Spearman bester Werfer

Basketball: Römerstrom Gladiators Trier gewinnen Heimspiel gegen Essen - Spearman bester Werfer

Der Basketball-Zweitligist Römerstrom Gladiators Trier hat sein erstes Heimspiel der Saison gegen die Baskets Essen verdient mit 87:65 (46:32) gewonnen. Das Spiel beginnt furios, am Ende lobt der Trainer einen Spieler ganz besonders.



Essens Trainer Igor Krizanovic bringt es nach Spielende auf den Punkt: "Trier hat uns am Anfang überrannt, wenn man 30 Punkte im ersten Viertel kassiert, ist es fast unmöglich zurückzukommen." Stimmt. Was die Römerstrom Gladiators Trier am Samstagabend vor gut 1800 Zuschauern in der Arena Trier in den ersten zehn Minuten beim 87:65 (46:32)-Heimsieg über die Baskets Essen zeigen, ist richtig stark: Hohe Intensität in der Defensive, gute Reboundarbeit und Treffer aus allen Lagen. Sieben von acht Dreiern versenkt das Team von Trainer Marco van den Berg im Korb der Gäste aus dem Ruhrgebiet.

Trier, das sowohl mit Neuzugang Joey van Zageren als auch mit dem zuletzt angeschlagenen Simon Schmitz antreten angetreten ist, lässt Essen keine Chance. Zeitweise wächst der Vorsprung in der ersten Hälfte auf über 20 Punkte an (44:21). Richtig stark dabei: Aufbau Simon Schmitz, Neuzugang Ryan Nicholas, Jack Eggleston und Brandon Spearman.

Zwar kann Essen das zweite Viertel ausgeglichener gestalten, allerdings nimmt Trier merklich den Fuß vom Gas. Einen guten Eindruck hinterlässt Ryan Nicholas. Der 24-Jährige nimmt Essens Big Man Eric Thompson durch seine aggressive Verteidigung weitgehend aus dem Spiel, auch seine Offensivaktionen können sich sehen lassen.

Auch Joey van Zegeren, der unter der Woche einen Zwei-Monats-Vertrag mit Option auf Verlängerung bis zum Saisonende an der Mosel unterschrieben hat, spielt. Seine Spielgenehmigung ist rechtzeitig am Samstag eingetroffen. Der Niederländer agiert weitgehend unauffällig, zeigt allerdings gerade unterm Korb, dass er dem Team aufgrund seiner Statur in den kommenden Wochen gegen physisch stärkere Teams noch weiterhelfen wird.

In der zweiten Hälfte verflacht die Partie. Trier verringert die Intensität in der Defensive, leistet sich einige unnötige Ballverluste (fünf alleine im dritten Viertel) und trifft nicht mehr so gut wie noch im ersten Spielabschnitt. So gelingt es Essen zweitweise, bis auf sieben Punkte heranzukommen (65:58).

"Respekt an Essen", lobt Gladiators Trainer Marco van den Berg nach dem Heimsieg. "Sie hatten einen sehr schweren Sommer, die Insolvenz drohte. Aus geringen Möglichkeiten haben sie eine tolle Truppe zusammengestellt. Dass sie nochmal so zurückgekommen sind nach unserem furiosen Start, verdient großen Respekt."

Wirklich in Gefahr gerät der Trierer Sieg allerdings nicht mehr. Im letzten Viertel sind es Brandon Spearman, Simon Schmitz, Kevin Smit und allen voran Jack Eggleston, die mit ihren Offensiv-Aktionen dafür sorgen, dass der Vorsprung wieder auf über 20 Punkte anwächst.

"Am Ende waren es wieder die Jungs aus der letzten Saison, die es für uns geregelt haben", sagt Triers Trainer. Insgesamt zeigt er sich zufrieden mit dem Spiel. "Wir haben uns in der Halbzeit gesagt, dass wir mehr Fouls ziehen müssen, um häufiger an die Freiwurflinie zu gelangen. Das haben wir in der zweiten Halbzeit besser gemacht. Am Ende hatten wir 20 Offensiv-Rebounds und 24 Freiwürfe - das sind Dinge, die richtig wichtig werden in engen Spielen."

In Topform zeigte sich Jack Eggleston. Der US-Amerikaner sammelte die meisten Rebounds seines Teams, legte zwei Assists auf und erzielte fünf Punkte. "Jack ist unglaubluch wichtig für uns, er macht viele kleine Sachen, die so wichtig sind", lobt sein Trainer. "Er unterstützt die Mannschaft, wenn es nicht so läuft, ist ein hervorragender Teamspieler. Er traut sich nun auch mehr zu als im vergangenen Jahr, weil die Mannschaft ihm vertraut."

Nach dem zweiten Sieg im zweiten Saisonspiel treten die Gladiatoren schon am kommenden Montag erneut an. Dann reisen die Römerstädter nach Franken zu den Nürnberg Falcons (17 Uhr).

Statistik:
Punkte Trier: Schmitz 15, Eggleston 5, Spearman 21, Nicholas 10, Joos 6, Smit 12, Herrera 8, Grün 7, Dietz 0, van Zageren 3 - Beste Schützen Essen: Alexander 14, Thompson 13, Lodders 11 - Viertelstände: 30:16/46:32/63:50/87:65 - Zuschauer 1842

Extra

Am Sonntag, 2. Oktober, ab 10 Uhr sind Marco van den Berg und Gladiators-Geschäftsführer Achim Schmitz Gäste beim ersten Arena-Talk im Restaurant Front of House an der Arena Trier.

Mehr von Volksfreund