Basketball: Römerstrom Gladiators Trier verlieren bei Crailsheim Merlins mit 58:76 (23:47)

Basketball: Römerstrom Gladiators Trier verlieren bei Crailsheim Merlins mit 58:76 (23:47)

Wieder auswärts, wieder nichts: Basketball-Zweitligist Römerstrom Gladiators Trier hat das fünfte Auswärtsspiel nacheinander verloren. Am Samstagabend setzte es eine 58:76 (23:47)-Niederlage bei Bundesliga-Absteiger Crailsheim Merlins.

Auswärts nichts Neues: Basketball-Zweitligist Römerstrom Gladiators Trier hat sein Auswärtsspiel am Samstagabend bei BBL-Absteiger Crailsheim Merlins mit 58:76 (23:47) verloren und konnte die starke Leistung vom Heimsieg gegen Baunach in der Vorwoche nicht bestätigen.

Dabei ist die Trierer Welt bis zu Anfang des zweiten Viertels am Samstagabend in der Ilshofener "Stierkampfarena" noch in Ordnung. Denn da erzielt Kapitän Simon Schmitz einen Dreier zum Ausgleich (19:19). Trier, das ohne Ryan Nicholas (Gehirnerschütterung) nach Baden-Württemberg gereist ist, ist im Spiel, es sieht nach einer engen Partie aus.

Zwar zeigen beide Teams bis zu diesem Zeitpunkt alles andere als hochklassigen Basketball, leisten sich zahllose Ballverluste und auch die Trefferquote lässt zu wünschen übrig, doch Trier kämpft, angelt sich die Rebounds und setzt den BBL-Absteiger in der Defensive unter Druck, es sieht gut aus - noch ...

Denn das, was dann nach wenigen Minuten im zweiten Viertel passiert, ist unerklärlich. Die Gladiatoren sind plötzlich völlig von der Rolle. Crailsheim erhöht in der Defensive merklich den Druck, verteidigt aggressiv über das ganze Feld, und Trier fällt gar nichts mehr ein.

Immer und immer wieder verlieren die Gäste den Ball im Spielaufbau (zehn Ballverluste sind es allein bis zur Pause, 20 nach Spielende) und ist der Ball dann mal in der gegnerischen Hälfte, fehlt das Konzept. Trier spielt phasenweise in der Offensive vogelwild, findet keinen Weg mehr zum Crailsheimer Korb. Zwar fehlt der im ersten Viertel starke Joey van Zegeren seinem Team merklich - er hat früh drei Fouls gesammelt - doch sein Fehlen allein kann nicht der Grund für diese unterirdische Leistung sein.

Wie schon in der vergangenen Auswärtspartie in Hanau üben die Gladiatoren zu wenig Druck auf den Korb der Merlins aus, versuchen es meist von außen - doch die Trefferquote ist mit 24 Prozent in der ersten Halbzeit miserabel. Zu selten gelingen mal Pick-and-Roll-Aktionen. Zu viel läuft über Brandon Spearman - das ist für die Merlins leicht vorauszusehen.

Zu wenig Entlastung kommt in der Offensive von Kevin Smit, Johannes Joos oder Thomas Grün, auch der in dieser Saison bisher oft überzeugende Trierer Youngstar Sebastian Herrera bleibt meist blass.

Trainer Marco van den Berg hat zu dieser Zeit sein Auszeiten-Kontingent bereits aufgebraucht, kann kein weiteres Timeout in der ersten Halbzeit mehr nehmen, um das Spiel zu beruhigen. So muss er mit ansehen, wie Crailsheim seine Mannschaft im zweiten Viertel mit 30:7 überrollt.

Dabei spielen die Hausherren um ihren starken finnischen Center Tuukka Kotti keinesfalls wie ein Spitzenteam. Auch sie leisten sich bis zur Pause elf Ballverluste, allerdings trifft das Team deutlich besser von außen als Trier (65 Prozent Trefferquote in den ersten 20 Minuten). Das Spiel ist damit bereits zur Pause entschieden.

In der zweiten Halbzeit plätschert das Spiel dahin, Crailsheim macht nicht mehr als notwendig. Trier - und das ist dem Team hochanzurechnen - spielt die Partie anständig zu Ende und gibt sich nicht auf.

So steht am Ende die fünfte Niederlage im sechsten Auswärtsspiel. Am kommenden Sonntag (17 Uhr) geht's dann zu Hause gegen den zweiten BBL-Absteiger, den Mitteldeutschen BC.

Statistik
Punkte Trier: Smit 6, Hennen 0, Joos 4, Eggleston 10, Grün 3, Schmitz 9, Spearman 10, Herrera 2, Dietz 7, Maisel 1, van Zegeren 6 - Beste Werfer Crailsheim: Griffin 12, Kotti 11