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Basketball: TBB empfängt Ulm zum vorletzten Heimspiel der Saison

Basketball: TBB empfängt Ulm zum vorletzten Heimspiel der Saison

Für die TBB Trier könnte es für lange Zeit das letzte Pflichtspiel gegen ein deutsches Top-Team werden. Heute Abend ist ratiopharm Ulm (20 Uhr/Arena Trier) zu Gast an der Mosel. Der TV hat vor dem Spiel mit einem ehemaligen Trie rer über die aktuelle Situation bei der TBB gesprochen.

Trier. Andi Seiferth wirkt zunächst ein wenig überrascht, als der Trierische Volksfreund ihn am Donnerstagnachmittag telefonisch erreicht. Der Ex-Trierer, der mittlerweile für die Artland Dragons Quakenbrück in der Bundesliga aktiv ist, sitzt gerade im Bus auf dem Weg zum Auswärtsspiel. Während die TBB Trier heute Abend (20 Uhr/Arena Trier) zu Hause auf den Tabellensechsten ratiopharm Ulm trifft, tritt Seiferth heute Abend mit seinem Team bei den Brose Baskets Bamberg an. Eigentlich, so sagt er, sei er total fokussiert auf das schwere Spiel in Franken. Doch als klar wird, dass es in diesem Gespräch um die TBB Trier gehen soll, ist er gerne bereit zu reden. "Völlig überrascht", sei er gewesen, als er von der Insolvenz der TBB erfahren habe.
Beispielloser Zusammenhalt

 Andi Seiferth spielte bis vor einem knappen Jahr noch für die Trierer. TV-Foto: Archiv/Willy Speicher
Andi Seiferth spielte bis vor einem knappen Jahr noch für die Trierer. TV-Foto: Archiv/Willy Speicher Foto: WILLY SPEICHER (g_sport


"Ich habe direkt Kontakt zu meinen ehemaligen Teamkollegen aufgenommen, um zu erfahren, was los ist." Beeindruckend sei, so findet der Nationalspieler, dass das Team auch nach der Hiobsbotschaft und dem Abgang von Vitah Chikoko weiterhin derart kämpferisch auftrete. "Die Siege in Oldenburg und in Hagen haben gezeigt, welcher Zusammenhalt und welche Leidenschaft in diesem Team steckt - das ist beispiellos." Die Tatsache, dass sein Ex-Verein, für den er drei Jahre lang aktiv war, nach 25 Jahren aus der Bundesliga verschwinden wird, empfinde er als sehr schade. "Ich hoffe nur, dass der Verein in der Pro A eine solide Basis schaffen kann, um in naher Zukunft wieder in die BBL zurückzukehren." Für das Spiel heute Abend gegen Ulm drücke er der TBB auf jeden Fall die Daumen, verspricht Seiferth.
Das Team von Coach Thorsten Leibenath hat die letzten drei Bundesligaspiele verloren, nimmt aber dennoch sicher an den Play-offs teil. "Ulm gehört zu den Top-6-Teams der Liga", sagt Triers sportlicher Leiter Frank Baum. "Sie haben mit Per Günther einen der spiel-intelligentesten Akteure der Liga - wir hoffen auf eine volle Arena und werden an die Leistung aus der letzten Woche gegen Hagen versuchen anzuknüpfen." Die finanzielle Situation und die Ungewissheit seien kein Thema im Team, versichert Baum. "Die Jungs trainieren hart und freuen sich auf das vorletzte Heimspiel der Saison." Bis auf den nach wie vor verletzten Tony Canty seien alle Spieler einsatzbereit.
Sportlich geht es für die TBB gegen die Schwaben nur noch um die goldene Ananas - dafür hat der Heimsieg des direkten Konkurrenten Tübingen am Mittwochabend gegen den Mitteldeutschen BC gesorgt. mfr
Das Spiel beginnt um 20 Uhr in der Arena Trier. Die Halle öffnet um 18 Uhr.