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Basketball: TBB feiert verspätete Bescherung in Bonn

Basketball: TBB feiert verspätete Bescherung in Bonn

Die TBB Trier hat das Derby bei den Telekom Baskets Bonn sensationell mit 66:86 gewonnen. Die Trierer zeigten teilweise Basketball der Extraklasse. Der Tabellendritte aus dem Rheinland wirkte seltsam unkonzentriert.

 Mit 66:86 deklassierte das Team von Trainer Rödl den Gastgeber.
Mit 66:86 deklassierte das Team von Trainer Rödl den Gastgeber. Foto: Lisa Löwe

Mathias Fischer hatte eine genaue Vorstellung vom zweiten Weihnachtstag: Der Coach der Telekom Baskets Bonn kündigte vor dem Heimspiel seiner Baskets am Donnerstagabend gegen die TBB Trier an: "Wir möchten mit unseren Fans ein weihnachtliches Fest im Telekom Dome feiern."

Doch aus diesem Plan wurde nichts, denn die Trierer Spieler machten Fischer beim sensationellen 86:66-Auswärtssieg einen gewaltigen Strich durch die Rechnung. Doch erst einmal der Reihe nach: Das Spiel begann zunächst mit vielen Ungenauigkeiten auf beiden Seiten. Pässe landeten beim Gegner. Einfache Würfe wurden daneben gelegt. Doch der TBB gelang es, schneller als den Bonnern, Ordnung in ihr Spiel zu bringen. So dominierte das Team von Coach Henrik Rödl das Spiel im Telekom Dome ab Mitte des ersten Viertels und führte nach den ersten zehn Minuten verdient mit 20:25.

Dann ging es ins zweite Viertel und was die TBB dann zeigte, war Basketball der Extraklasse. Angeführt von einem überragenden Andreas Seiferth zog Trier auf bis zu 15 Punkte davon - und das in der Halle des Tabellendritten.
Mit einer aggressiven Ball-Raum-Verteidigung machten die Moselstädter den Bonnern das Leben extrem schwer. Die Baskets wirkten ideenlos. Auch von US-Spielmacher Jared Jordan war nicht viel zu sehen. Trier hingegen spielte seine Angriffe konzentriert zu Ende.

TBB-Guard Trevon Hughes leitete mehrere sehenswerte Spielzüge ein, die seine Kollegen ebenso sehenswert im Korb versenkten. Allein Andi Seiferth kam in der ersten Halbzeit auf satte 19 Punkte. So gingen die Trierer mit einer 47:35-Führung in die Pause.
Und wer nun dachte, nach der Pause würden die Bonner ins Spiel zurückfinden, der hatte sich getäuscht: Gegen den Trierer Weihnachtsexpress wirkte das Team aus der ehemaligen Bundeshauptstadt wie eine S-Bahn.
Trier baute den Vorsprung in den ersten Minuten nach der Pause sogar auf 22 Punkte aus.

Die Baskets enttäuschten auf ganzer Linie. Die sonst so lautstarken Bonner Fans honorierten die Leistung ihrer Mannschaft nach der Pause sogar mit Pfiffen. Trier spielte weiterhin äußerst ansehnlichen Basketball. Und ging mit einem 20-Punkte-Vorsprung in das letzte Viertel.

Die letzten zehn Minuten schaukelte Trier locker nach Hause. Der Auswärtssieg war zu keinem Zeitpunkt mehr in Gefahr. Die rund 200 mitgereisten Trierer Fans feierten ihr Team um Top-Scorer Andi Seiferth mit 27 Punkten. So verkam die angekündigte Bonner Weihnachtsfeier zu einer verspäteten Trierer Bescherung.

Trier: Seiferth 27, Hughes 11, Anderson 15, Bucknor 9, Ward 9, Mönninghoff 6, Samenas 5, Chikoko 4.