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Basketball: TBB Trier spielt am Sonntagnachmittag gegen Phoenix Hagen

Auf seine Offensivaktionen kommt es am Sonntag besonders an: TBB-Spieler Trevon Hughes (rechts). TV-Foto: archiv/Willy Speicher
Auf seine Offensivaktionen kommt es am Sonntag besonders an: TBB-Spieler Trevon Hughes (rechts). TV-Foto: archiv/Willy Speicher
Hagen. Am zweiten Rückrunden-Spieltag tritt die TBB am Sonntag (17 Uhr) bei Phoenix Hagen an. Nach der herben Niederlage gegen Bremerhaven wartet nun mit Hagen ein offensivstarker Gegner auf das Rödl-Team. Marek Fritzen

Hagen. Zwieback ist Hagen und Hagen ist Zwieback. Schließlich hat der bekannte Zwieback-Produzent Brandt seinen Sitz in der Stadt am nördlichen Rand des Ruhrgebiets. Dieses Gebäck aus Eiern, Butter, Weizenmehl und Hefe gehört zu den eher unscheinbaren Backwaren. Im Vergleich zu einer Käse-Sahne-Torte oder zu einer Nussecke wirkt dieses trockene Einback eher langweilig und spröde.Abenteuer-Basketball


Damit unterscheidet sich Zwieback allerdings deutlich vom zweiten bekannten Exportartikel der Stadt: dem Basketballteam Phoenix Hagen, Triers Gegner am morgigen Sonntag (17 Uhr/live auf www.beko-bbl.de ).
Das Team von Trainer Ingo Freyer spielt einen rasanten Abenteuer-Basketball. Die Offensiv-Abteilung des Tabellenelften ist extrem gut besetzt. Wenn die Mannschaft um ihre drei US-Stars David Bell, Larry Gordon und Mark Dorris einmal ins Laufen kommt, sind sie nur schwer zu stoppen. TBB-Coach Henrik Rödl beschreibt das so: "Hagen ist eine Mannschaft, die mit sehr viel Energie spielt, und zudem innerhalb eines Spiels sehr viele Höhen und Tiefen hat." Wie das aussehen kann, bekam die TBB im Hinspiel im November präsentiert. Bis zum dritten Viertel hatte das Rödl-Team das Spiel im Griff. Führte zwischenzeitlich sogar mit 18 Punkten. Dann warf Hagen den Motor an: Nach einer Umstellung von Manndeckung auf Ball-Raum-Verteidigung spielte sich Phoenix in einen Rausch und gewann am Ende sensationell mit 82:88.
TBB-Center Andi Seiferth ist gewarnt: "Wir wissen, was dort auf uns zukommt", sagt der 24-Jährige. "Wir haben uns in dieser Trainingswoche gezielt darauf vorbereitet, die Hagener Offensive zu stoppen." Nach der enttäuschenden Niederlage vom vergangenen Wochenende gegen Bremerhaven sei das Training in dieser Woche ohnehin besonders hart gewesen. "Gegen Bremerhaven haben wir kopflos gespielt", gesteht Seiferth. "In Hagen müssen wir wieder unser Spiel spielen, das heißt den Ball laufen lassen und dann konzentriert den Abschluss suchen." Auch gegen die im Hinspiel so effektive Hagener Zonenverteidigung habe sich die TBB etwas einfallen lassen.
Einfach wird ein Sieg in der stimmungsvollen Hagener Ischellandhalle dennoch nicht. In dieser Saison haben die Westfalen dort schon klangvolle Namen wie die Artland Dragons und Oldenburg besiegt. Aber Seiferth betont: "Wir haben auch in Bonn und Ulm gezeigt, dass wir gegen starke Teams auswärts bestehen können." Außerdem, so der Nationalspieler, sei es ohnehin einfacher, wenn der Gegner die Favoritenrolle innehabe. "Wir haben dort nichts zu verlieren", sagt Seiferth zuversichtlich.
Bis auf die Dauerverletzten Tony Canty und Andreas Wenzl kann TBB-Coach Henrik Rödl alle Spieler mit nach Hagen nehmen. Auch Trevon Hughes, der gegen Bremerhaven 20 Punkte erzielte, ist mit dabei. Vor ihm hat Hagens Coach Freyer besonderen Respekt. Auf der Phoenix-Homepage bezeichnet er Hughes als "hoch talentierten Spieler, der viele Würfe nimmt".
Das Spiel ist am Sonntag ab 16.30 Uhr im Livestream unter www.beko-bbl.de zu sehen.
Extra

Nach der katastrophalen 40-Stunden-Anreise zum Eurocup-Auswärtsspiel bei Chimik Juschni aus der Ukraine (der TV berichtete) hat Alba Berlin das Spiel am Donnerstagabend sensationell mit 68:65 nach Verlängerung gewonnen. Bayern München hat dagegen in der Euroleague eine herbe 61:86-Heimniederlage gegen ZSKA Moskau einstecken müssen. mfr