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Basketball: TBB Trier unterliegt Phoenix Hagen

Hagen. Die TBB hat auch ihr zweites Rückrundenspiel verloren. Bei Phoenix Hagen verloren die Moselstädter am Sonntag deutlich mit 57:73 verloren. Zwar wirkte das Team von Henrik Rödl von Beginn an konzentrierter als noch am vergangenen Wochenende, doch die Niederlage war mehr als verdient. Marek Fritzen

Basketball-Bundesligaspiele sind laut in Hagen. Sehr laut. Die stimmungsvollen Fans von Phoenix Hagen stehen auf dem "Heuboden", einem Fanblock unmittelbar unter dem Hallendach, seitlich vom Spielfeld. Von dort oben verbreiten sie mit ihrem Dauergesang eine außergewöhnliche Atmosphäre. Genau das erlebte auch die TBB am Sonntagnachmittag bei ihrem Auswärtsspiel gegen die Westfalen.

Doch Trier zeigte sich zu Beginn unbeeindruckt von der Kulisse in der mit 3145 Zuschauern ausverkauften Ischelandhalle.
Das Team von Henrik Rödl startete konzentriert ins Spiel. Andreas Seiferth und Co. wirkten deutlich wacher als gegen Bremerhaven am vergangenen Wochenende. Zwar deutete Hagen in einigen Szenen bereits ihren Vollgas-Basketball an, doch Trier hielt gut dagegen. Vor allen Dingen Andi Seiferth, Trevon Hughes und Jermaine Anderson sorgten mit ihren Punkten dafür, dass der Rückstand nach Ende des ersten Viertels nur fünf Zähler betrug (19:24).

Zu Beginn des zweiten Viertels kam Trier weiter ran. Gegen die starke Trierer Defense fanden die Westfalen zunächst kein Mittel. Nach einem Dreier von Jermaine Anderson war Trier bis auf zwei Punkte dran.

Danach allerdings drehte Hagen auf und Trier war aus dem Spiel. Die für ihre spektakulären Offensivaktionen bekannten Spieler aus dem Ruhrgebiet bewiesen in der Folgezeit, dass sie durchaus auch stark verteidigen können.
Besonders Hagens-Aufbauspieler Mark Dorris entwickelte einen enormen Druck auf die Trierer Aufbauspieler und erzwang auf diese Weise einige TBB-Ballverluste.

Die Moselstädter konnten sich vor allen Dingen bei ihrem US-Amerikaner Trevon Hughes bedanken, dass der Rückstand zur Pause nur acht Punkte betrug (33:41).

Nach dem Seitenwechsel erwischte Trier zunächst den besseren Start. Mit vier schnellen Punkten verkürzte Nationalspieler Andi Seiferth den Vorsprung auf sechs Punkte. Doch weiter kamen die Moselstädter nicht heran. Im Gegenteil: Hagen zog bis zum Ende des dritten Viertels auf 47:62 davon - die Vorentscheidung.

Triers Offensivaktionen waren glücklos, die Würfe von außen fielen so gut wie gar nicht mehr. Zudem musste Laurynas Samenas Mitte des dritten Viertels mit fünf Fouls vom Feld.

Im letzten Viertel versuchte das Rödl-Team noch einmal, den Rückstand mit einer Ganzfeld-Press-Verteidigung zu verkleinern - doch der Drops war längst gelutscht. Hagen brachte das Spiel locker über die Runden. Dabei agierten die Westfalen keinesfalls überragend. Doch die Trierer schafften es nicht mehr, den Gastgeber in irgendeiner Form unter Druck zu setzen.

So feierten die Fans auf dem Hagener-Heuboden schon einige Minuten vor Spielende entspannt den neunten Saisonsieg ihres Teams.

Petric 3, Ward, 3, Hughes 17, Seiferth 12, Schmidt 6, Mönninghoff 2, Samenas 2, Chikoko 3, Anderson 9.