| 16:44 Uhr

Basketball: TBB Trier verlängert mit Jermaine Bucknor

Trier. Vom Mini- zum Maxi-Vertrag: Basketball-Bundesligist TBB Trier hat vor dem Heimspiel am Samstagabend gegen die Eisbären Bremerhaven den Kanadier Jermaine Bucknor für zwei Jahre an den Club gebunden. Andreas Feichtner

Wenn es schlecht für Jermaine Bucknor gelaufen wäre, hätte er seinen 29. Geburtstag am nächsten Donnerstag zum größeren Teil im Flugzeug verbringen müssen. Sein Probevertrag läuft am 31. Oktober aus. Der Rückflug war für den Kanadier vorsorglich schon geblockt worden. Das ist nun alles kein Thema mehr, Bucknor kann in Trier feiern. Er hat in den vergangenen Wochen seinen Coach Henrik Rödl "sowohl sportlich als auch menschlich" so überzeugen können, dass er einen Zwei-Jahres-Vertrag erhält.

"Er passt sehr gut bei uns rein. Es freut uns sehr, dass er gleich für zwei Jahre bleibt", sagt Rödl. Nötig geworden war die Verpflichtung von Bucknor durch die Verletzung von Kapitän Dragan Dojcin, der weiterhin auf unbestimmte Zeit wegen einer Achillessehnen-Verletzung ausfallen wird. Bisher sei nicht abzusehen, wann der 36-Jährige wieder einsatzbereit sein wird - oder ob er dem Club in anderer Funktion erhalten bleibt. Damit greift bei der TBB sozusagen Plan B: Dojcin hatte in der vergangenen Saison schon mehrfach Verletzungssorgen, im Sommer hatte es dann besser ausgesehen. "Wir hatten mit einkalkuliert, dass wir eventuell nachverpflichten müssen", sagt Vorstandsmitglied Sascha Beitzel. Die Verpflichtung von Bucknor passe damit noch ins Budget - "auch wenn die Luft bei uns immer dünn ist". Sollte Dragan Dojcin in absehbarer Zeit wieder fit werden, hat Rödl fast ein Luxusproblem: Bucknor ist der siebte Ausländer im Kader, nur sechs dürfen bei einem Spiel im Aufgebot stehen (dazu bis zu sechs deutsche Spieler).

Für Jermaine Bucknor ist die Zeit der Ungewissheit damit vorbei: "Ich hatte tolle Wochen, das ist ein phänomenales Team. Ich fühle mich sehr wohl - und nächste Woche kommt auch meine Frau nach Trier", sagt er und hängt - ohne konkret danach gefragt worden zu sein - den Korb noch etwas höher. "Wir arbeiten jeden Tag hart und haben das gleiche Ziel. Warum sollen nicht sogar die Play-offs dieses Jahr möglich sein?" Das Team, das sich am Samstag in Trier präsentieren wird, gehört zu den traditionellen Play-off-Kandidaten: Die Eisbären Bremerhaven kommen mit Ex-TBBler Philip Zwiener und dem Selbstbewusstsein aus zuletzt drei Siegen in Folge. Auf Zwiener freut sich auch Henrik Rödl, "und zwar vor und nach dem Spiel": "Er muss bei uns aber nicht gerade sein bestes Spiel rausholen." Die TBB rechnet gegen Bremerhaven mit 3500 bis 4000 Zuschauern. Im Falle eines Heimsieges winkt den Trierern der beste Saisonstart seit 13 Jahren.