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Basketball: Trier muss verschiedene Bedingungen erfüllen, um erstklassig bleiben zu können

Basketball: Trier muss verschiedene Bedingungen erfüllen, um erstklassig bleiben zu können

Ob die TBB Trier in der kommenden Saison in der Basketball-Bundesliga spielen wird, ist nicht klar. Vorher muss der Verein mehrere Bedingungen der BBL erfüllen. Vorstand Sascha Beitzel spricht von einer ernsten Lage.

Rumms. Die Nachricht ist eingeschlagen wie ein Dunking: Es ist nicht sicher, ob die TBB Trier in der kommenden Saison auch wieder in der Basketball- Bundesliga (BBL) spielen wird . Der Grund: Der Lizenzierungsausschuss der Beko-BBL hat festgelegt, dass der Club mehrere Bedingungen erfüllen muss. "Wenn diese nicht erfüllt werden, kann der Verein in der kommenden Saison nicht in der Beko-BBL mitspielen", erklärt Ligasprecher Dirk Kaiser.

Die Bedingungen: Die BBL unterscheidet zwischen Auflagen und Bedingungen. Auflagen sind eher "formaler Natur", wie BBL-Sprecher Kaiser erläutert. "Sie können beispielsweise die Anschaffung einer neuen 24-Sekunden-Uhr betreffen." Teams unter Auflagen nehmen am Spielbetrieb teil. "Dagegen sind gestellte Bedingungen ein schärferes Schwert", sagt Kaiser. Werden diese nicht eingehalten, sind die Teams raus aus dem Spielbetrieb der BBL.

Welche Bedingungen die Liga nun an die TBB Trier gestellt hat, will Dirk Kaiser nicht verraten. "Dazu äußern wir uns nicht, das ist Sache der Vereine", sagt er. Also dann, Nachfrage bei der TBB direkt.

Was sagt die TBB? In einer schriftlichen Pressemitteilung schreibt der Vorstand der Treveri Basketball AG, Sascha Beitzel, dass "Maßnahmen" nachzuweisen seien, "die die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Treveri Basketball AG" beträfen. Beispielsweise gehe es um "die Kapitalerhöhung der Treveri Basketball AG".
Was heißt das konkret? Nachfrage bei Sascha Beitzel direkt: Er stellt sofort klar, dass ihn die Bedingungen nicht überrascht haben. Der Vorstand betont: "Wir hatten die in den Bedingungen aufgeführten Punkte in unserem Lizenzantrag bereits aufgeführt und befinden uns bereits in der Umsetzung."

Zu der Frage, woher denn das Geld für die geforderte Kapitalerhöhung kommen soll, antwortet Beitzel: "Wir wünschen uns, dass wir neue Aktionäre finden. Außerdem gibt es Alt-Aktionäre, die ihren Kapitaleinsatz noch mal erhöhen wollen", sagt Beitzel. Bis zu welchem Zeitpunkt die Kapitalerhöhung erfolgt sein muss, möchte Beitzel nicht bekanntgeben. Er sagt nur: "Für die anderen von der BBL gestellten Bedingungen läuft die Frist Ende Mai ab." Auch zur Frage, welche weiteren Bedingungen das konkret sind, die die TBB erfüllen muss, möchte sich der 42-Jährige nicht äußern.

Zum Thema Kapitalerhöhung betont Beitzel: "Die Kapitalerhöhung war ohnehin geplant. Das haben wir auf der Hauptversammlung im Januar beschlossen."

Der Vorstand gesteht, dass die Lage durchaus ernst ist, doch gleichzeitig macht er den TBB-Anhängern Mut: "Ich bin zu 100 Prozent zuversichtlich, dass wir die Bedingungen erfüllen und auch in der nächsten Saison in der Beko-BBL spielen werden."

Wie geht's jetzt weiter: Mit dem möglichen Szenario, dass die TBB in der nächsten Saison nicht Teil der BBL sein könnte, beschäftige er sich nicht, versichert Beitzel. "Wir arbeiten alle gemeinsam daran, die TBB für die nächsten Spielzeiten stark zu machen."

Inwieweit die TBB Trier in Zukunft auf Sponsorgengelder des Föhrener IT-Hauses zählen kann, das TBB-Vorstand Beitzel einst mitbegründet hatte, aber mittlerweile verlassen hat, ist nicht sicher. "Wir müssen die Verhandlungen mit dem IT-Haus abwarten. Sie haben noch nicht begonnen", berichtet Beitzel. In den vergangenen beiden Spielzeiten erhielt die TBB ihre Lizenz ohne Auflagen und Bedingungen. Dennoch sagt Beitzel: "Jedes Jahr müssen wir als kleiner Basketballverein mit den Finanzen jonglieren." Das macht Hoffnung: Am Donnerstag gab die TBB Trier bekannt, dass der Vertrag mit Premiumsponsor Bitburger um drei Jahre verlängert wurde.