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Besser als jeder Tatort: Gladiators Trier feiern zweiten Playoff-Sieg mit 79:76 gegen Kirchheim

Besser als jeder Tatort: Gladiators Trier feiern zweiten Playoff-Sieg mit 79:76 gegen Kirchheim

2:0 - Trier hat am Sonntagnachmittag den zweiten Sieg in der Playoff-Viertelfinalserie gegen die Kirchheim Knights gefeiert. Die 3212 Zuschauer in der Arena Trier sehen dabei eine starke Trierer Mannschaft und eine Schlussphase, die sie nicht so schnell vergessen werden.

Was jetzt kommt, ist spannender als jeder ARD-Tatort jemals gewesen ist: Nur noch wenige Sekunden auf der Uhr in der Arena Trier am Sonntagnachmittag. Die Gladiators Trier liegen im zweiten Playoff-Viertelfinalspiel gegen die Kirchheim Knights mit einem Punkt vorne (77:76). Doch Kirchheim hat noch einen Angriff, kann mit einem Korbleger den Auswärtssieg eintüten. Die Schwaben werfen den Ball ein, Aufbauspieler Richie Williams fängt die Kugel, zieht zum Korb und macht ihn … nicht. Denn Gladiator Dwayne Evans stellt sich Williams in den Weg und klaut ihm den Ball - das war's, kurze Zeit später ist das Spiel aus. Trier gewinnt mit 79:76 (42:42) und hat den zweiten Playoff-Sieg gegen den Favoriten aus Schwaben in der Tasche. Wahnsinn, die 3212 Zuschauer toben, in der ersten Reihe liegen sich Ministerpräsidentin Malu Dreyer und Triers Oberbürgermeister Wolfram Leibe in den Armen.

Aber fangen wir mal von ganz vorne an: Im Gegensatz zu Duell Nummer eins am vergangenen Freitag in Kirchheim, das die Gladiators mit 82:75 gewinnen konnten, sind es diesmal die Gäste, die den besseren Start in die Partie erwischen. Kirchheims Star, Aufbauspieler Richie Williams, sorgt im Zusammenspiel mit Flügel Andreas Kronhardt dafür, dass die in schwarz gekleideten Gäste zu zahlreichen erfolgreichen Aktionen in der Offensive kommen. Das Team von Trainer Michael May präsentiert sich deutlich aggressiver als in eigener Halle. Trier scheint beeindruckt und produziert vier Ballverluste in den ersten zehn Minuten. Hinzu kommt, dass die Moselstädter den Gästen zu viele offensive Rebounds ermöglichen - nach dem ersten Viertel führt Kirchheim daher klar (19:28).

Im zweiten Viertel zunächst ein ähnliches Bild. Kirchheim dominiert die Partie, Trier läuft zeitweise einem zehn-Punkte-Rückstand hinterher (24:34). Erst als sich die Gladiators die defensiven Rebounds sichern und das Spiel schnell machen, kommen sie heran. Beispielhaft dafür eine Szene vier Minuten vor der Pause: Rebound Sebastian Herrera, schneller Pass auf Simon Schmitz, der weiter auf Brandon Spearman und der US-Amerikaner verwandelt einen Korbleger zum 31:36 aus Trierer Sicht. Die Gladiators sind drei Minuten vor der Pause dran. Jetzt klappt auf einmal viel mehr. Trier sichert sich die Rebounds und lässt den Ball angeführt vom starken Simon Schmitz in der Offensive deutlich besser laufen. Eine schöne Passfolge endet genau eine Minute vor der Pause beim starken Sebastian Herrera, der einen Dreier in den Kirchheimer Korb hämmert - Ausgleich 40:40. In die Halbzeit geht's dann mit einem 42:42.

Nach der Pause bleibt die Partie weiter ausgeglichen. Bei Trier läuft jetzt viel über Center Justin Raffington. Der 2,05-Meter-Mann erzielt innerhalb von fünf Minuten zehn Punkte, angelt sich zahlreiche Rebounds und verteidigt richtig stark gegen Kirchheims Keith Rendleman.
Absetzen können sich die Jungs von Marco van den Berg dann erst, nach einem unsportlichen Foul von Kirchheims Dennis Tinnon, vier Minuten vor Schluss. Trier nutzt die Aufregung bei den Gästen, um angeführt von Dwayne Evans bis zum Ende des dritten Viertels auf fünf Punkte wegzuziehen (63:58).

Dann kommt das eingangs beschriebene letzte Viertel. Trier kann viel früher den Sack zu machen, doch sie lassen einfache Gelegenheiten liegen. Am Ende ist's egal: Die Gladiatoren feiern den zweiten Sieg in der Playoff-Viertelfinalserie und können mit einem weiteren Erfolg im dritten Spiel am kommenden Dienstag (20 Uhr/Kirchheim) ins Halbfinale einziehen.