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Bill Borekambi ist weg - Studium in den USA statt Profikarriere

Bill Borekambi ist mit 27,2 Punkten im Schnitt pro Spiel Topscorer der NBBL. TV-Foto: Uli Kaurisch
Bill Borekambi ist mit 27,2 Punkten im Schnitt pro Spiel Topscorer der NBBL. TV-Foto: Uli Kaurisch
Trier. Der Kader der Trierer Basketballer ist um ein Talent ärmer. Der 18-Jährige Bill Borekambi, zu Saisonbeginn aus Bremerhaven gekommen und zweifellos einer der hoffnungsvollsten Nachwuchsspieler in Deutschland, hat Trier verlassen.

(wir) Der Power Forward, der bereits vor Wochenfrist suspendiert worden war (der TV berichtete) hatte über seinen Manager Jens Weller um Auflösung seines Dreijahresvertrags gebeten, um in den USA ein Studium zu beginnen. Alle Gespräche mit den beteiligten Trainern Henrik Rödl (TBB), Simon Casel (TBB Junior Team) und Josip Bosnjak (DJK/MJC Trier) in deren Kader der U 20 Nationalspieler vertreten war, konnten ihn nicht zum Umdenken bewegen. Am Mittwoch wurde der Vertrag mit dem sprunggewaltigen 198 cm großen athletischen Spieler "mit überragenden Eins-gegen-Eins-Fähigkeiten" (Casel) "im gegenseitigen Einvernehmen aufgelöst" (TBB-Aufsichtsratsvorsitzender Ralph Moog). Borekambi hat Trier bereits verlassen. Nach den Geschehnissen der letzten Wochen scheint man auf TBB-Seite sogar erleichtert über seinen Weggang. Getreu dem Moot, dass man Reisende nicht aufhalten soll, teilte Moog mit: "So wie er sich entwickelt hat, war die Vertragsauflösung für beide Seiten das Beste. Es gab in seinem Verhalten zunehmend Ansatzpunkte, die nicht in unsere Vorstellungen einer positiven Gruppendynamik gepasst haben." Das der Weggang Borekambis sportlich ein Verlust ist, bestreitet niemand. Mit 27,2 Punkten war er Topscorer der gesamten NBBL und mit mehr als neun Rebounds pro Spiel stand er auch in dieser Statistik weit oben.