Brutal schwer, aber reizvoll

Ein volles Haus und der Traum vom Ende der Trierer Negativserie: Die wichtigsten Infos zum heutigen Heimspiel gegen den Titelkandidaten Alba Berlin (Spielbeginn: 19.45 Uhr).

 Jamal Shuler (rechts) will wie im Spiel gegen Bamberg (Foto) mit Kampf und Einsatz überzeugen. TV-Foto: Willy Speicher

Jamal Shuler (rechts) will wie im Spiel gegen Bamberg (Foto) mit Kampf und Einsatz überzeugen. TV-Foto: Willy Speicher

Trier. (AF) Es kann nur aufwärts gehen, wenn alle zusammenarbeiten - davon ist TBB-Trainer Yves Defraigne nach den zuletzt fünf Niederlagen in Folge überzeugt: "Ich habe in dieser Woche viele Einzelgespräche geführt. Uns mangelte es am Teamplay. Das muss sich ändern", sagt er. Die Gründe? Defraigne hält es vor allem für eine Kopfsache: Mit jeder Niederlage werde es schwerer. "Am Ende hatte jeder versucht, die Situation individuell zu lösen. Das kann nicht funktionieren." Vier, fünf Spieler hätten zudem zuletzt unter ihrem Niveau gespielt. Defraigne erwartet vor dem heutigen Spiel gegen Berlin eine Reaktion des Teams. Für Center Maksym Shtein ist klar: "Wir spielen gegen ein Top-Team und müssen entsprechend eine Top-Leistung abrufen." Kapitän James Gillingham fordert absolute Fokussierung auf das Spiel: "Wir müssen jedes Spiel so angehen, als wäre es der Super Bowl, als ginge es um alles oder nichts."

Der Gegner: Schwerer geht's nimmer. Alba Berlin ist Titelkandidat - und derzeit auch richtig gut drauf. Die Hauptstädter haben von den elf letzten Liga-Spielen nur eins verloren - und die Heimniederlage am 2. Weihnachtstag gegen Göttingen darf man getrost als Ausrutscher verbuchen. Auch auf europäischer Ebene trumpft das Team von Trainer Luka Pavicevic auf: So wurde am Dienstag bereits vorzeitig der Einzug unter die besten 16 im Eurocup perfekt gemacht. Gäbe es eine "normale" Tabelle, wäre Berlin auch Tabellenführer: Sie haben die meisten Siege (13) und die wenigsten Niederlagen (3) aller Teams. Nur dank der "Verlierer-Punkte" liegt Bonn noch vor den Berlinern.

Die Fans: Die 4500 Sitzplätze sind praktisch ausverkauft (am Freitagmittag gab es noch 50 Restkarten). Stehplätze sind aber noch zur Genüge zu haben. Die TBB rechnet mit über 5000 Zuschauern. Der bisherige Zuschauer-Rekord (6189 vor drei Jahren gegen Alba) dürfte aber nicht zu knacken sein. Aus Berlin haben sich nur wenige Fans angekündigt. Ein Grund neben der weiten Anreise: Das Spiel wird live im DSF zu sehen sein.

Das Personal: Flügelspieler Kosta Karamatskos ist nach seiner Oberschenkel-Verletzung noch nicht zu 100 Prozent fit. Alle anderen Spieler sollen aber zur Verfügung stehen. Wieder zum Einsatz kommen soll auch Aufbauspieler Brian Brown, der im Spiel gegen Bamberg wegen einer Kapselverletzung im Finger pausiert hatte.

Die TBB-Geschäftsstelle ist heute ab 10 Uhr durchgehend geöffnet. Die Arena öffnet um 17.45 Uhr. Beim "Kids-unterm-Korb"-Spiel trifft die 5b der Realschule Hillesheim auf die 6b des Thomas-Morus-Gymnasiums Daun.