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Bye, bye, Bayern! TBB Trier dreht dramatische Partie – 90:84-Sieg

Bye, bye, Bayern! TBB Trier dreht dramatische Partie – 90:84-Sieg

Mehr Dramatik wäre Körperverletzung: Basketball-Bundesligist TBB Trier hat nach dem Heimsieg gegen Bonn vor einer Woche beim 90:84 (46:45) gegen den Spitzenclub Bayern München noch einen draufgelegt. Entscheidend für den Sieg der Trierer war ein tolle Mannschaftsleistung und eine überragende Dreier-Quote.

Acht Sekunden vor Schluss: Die TBB führt mit 88:84, hat ein hoch dramatisches Spiel gegen den großen FC Bayern gedreht. Oder geht da doch noch was für die Bayern? Nate Linhart muss an die Freiwurflinie. Er trifft beide Freiwürfe - und die 5800 Trierer unter den 6000 Zuschauern in der Arena feiern: Da geht nix mehr schief! Mann des Tages war diesmal aber nicht Linhart, der erst am Ende auf Touren kam. Den Sieg hat sich das ganze Team erkämpft. Allen voran Barry Stewart und Brian Harper. Grandiose Stimmung nach der Schluss-Sirene: TBB-Trainer Henrik Rödl siegt im ersten BBL-Spiel gegen seinen Freund und Mentor Svetislav Pesic. Bastian Doreth schreit seine Freude nach dem Erfolg gegen seinen Stammverein heraus. Er ist von den Bayern für eine Saison an die TBB ausgeliehen worden. Und Mathis Mönninghoff darf gleich mehrfach feiern: Zum einen seinen 21. Geburtstag, zum anderen seine Premiere in der Startformation in der Bundesliga. Barry Stewart musste dafür anfangs auf der Bank Platz nehmen. Mönninghoff darf auch die "Humba" mit den Fans machen. Den besseren Start erwischten die Bayern, die durch Tyrese Rice mit 5:0 in Führung gingen. TBB-Aufbauspieler Jarrett Howell antwortete mit einem Dreier. Die Versuche aus der Distanz erwiesen sich als gutes Mittel gegen die Bayern. Nicht nur Howell war von jenseits der Linie treffsicher. Auch Stewart war nach seiner Einwechslung heiß: Der Flügelspieler traf drei Mal bei fünf Versuchen in der ersten Halbzeit. Er sorgte auch Sekunden vor der Halbzeitpause für die erste Trierer Führung im Spiel (46:45) - natürlich ebenfalls per Dreier. Die Trierer Dreier-Quote lag zu diesem Zeitpunkt bei 67 Prozent, am Ende noch bei 58 Prozent (14 von 24). Dabei hatte es noch Mitte des zweiten Abschnitts gar nicht so erfreulich aus TBB-Sicht ausgesehen. Die Bayern führten mit 40:29, eine Trierer Auszeit stoppte dann den Lauf der Bayern. In der zweiten Halbzeit saßen auch bei Bastian Doreth gleich zwei Dreier in Folge. Die Gäste erhöhten aber in der Folge auf 70:62. Im Schlussviertel zeigte sich die TBB kampfstark wie schon so oft in dieser Saison. Spätestens fünf Minuten vor Schluss war Feuer unterm Hallendach: Rödl hatte nach Kritik an einer Schiedsrichter-Entscheidung ein technisches Foul kassiert. Aber das schockte sein Team nicht, die Trierer waren nun so richtig heiß. Schließlich hatten die Bayern auch schon zuletzt zwei Mal ganz knapp auswärts verloren - warum nicht auch in Trier? Eben!

Stimmen zum Spiel: TBB-Trainer Henrik Rödl: "Ich bin sehr stolz auf mein Team. Es war ein sehr kontrolliertes Spiel von uns gegen einen der Titelfavoriten der Liga." Bayern-Trainer Svetislav Pesic lobte das Team seines früheren Schützlings: "Trier hat mehr als verdient gewonnen. Sie spielen sehr attraktiven, gut organisierten Basketball."
Zur Umstellung in der Startformation sagte Rödl: "Das war eine taktische Maßnahme. Mathis Mönninghoff hat das auch bestätigt, ihn in die Anfangsformation zu stellen. Das haben die Spieler sehr gut angenommen. Das war auch mit Barry abgesprochen."

Mathis Mönninghoff: "Es war ein super Erlebnis für mich, zum ersten Mal in der Startformation zu stehen. Es war eine perfekte Ergänzung aus Offensive und Defensive, ein richtig hartes Stück Arbeit. Ich bin optimistisch, was die Play-offs angeht."
TBB-Spieler Jermaine Bucknor: "Ich bin sehr froh, dass wir dieses Spiel gewonnen haben. Aber ein Spiel wie gegen Hagen ist genau so wichtig. Alles ist möglich für uns - auch die Playoffs." mfr

TBB Trier: Harper 17, Stewart 21, Howell 10, Mönninghoff 5, Doreth 8, Linhart 14, Chikoko 4, Seiferth 8, Bucknor 3, Saibou 0 Bayern München (beste Schützen): Rice 21, Thomas 16, Troutman 13, Jagla 11 Viertelstände: 16:22, 46:45 (Halbzeit), 65:72, 90:84 Zuschauer: 5984 (ausverkauft)