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Den Sack nicht zugemacht

Den Sack nicht zugemacht

Der erste Auswärtsauftritt der Trierer Basketballer in der Saison 2010/11 endete mit einer unglücklichen, vor allem aber unnötigen Niederlage. Beim 72:73 (33:39) bei den Eisbären Bremerhaven hatten die Gäste den Sieg schon fast in der Tasche, verloren die Partie nach einigen individuellen Fehlern dann doch noch in den letzten Sekunden.

Die Voraussetzungen, den beiden Heimsiegen gegen Tübingen und den MBC den ersten Auswärtssieg folgen zu lassen, waren gut, denn die Eisbären mussten erneut auf ihre beiden etatmäßigen Aufbauspieler Donald Copeland und Jermaine Thomas verzichten. Bremerhavens Coach Douglas Spradley musste erneut zur „Notlösung“ Anthony Canty greifen. Das klappte aber ganz gut, denn der weitaus erfahrenere Dru Joyce konnte die starke Leistung der letzten Spiele nicht wiederholen. In der ersten Spielphase hielt Philipp Zwiener die TBB mit acht Punkten im Rennen. Zwischen der 9.(16:16) und 12. Minute (16:24), als vor allem Center Craig Callahan glänzte, gelang Bremerhaven der erste deutlichere Vorsprung, Oskar Faßler hielt mit dem ersten Dreier des Spiels dagegen.

Dennoch blieben die Gastgeber über die gesamte weitere erste Hälfte vorne, kompensierten das Fehlen der Spielmacher durch Blocken und Abrollen der größeren Spieler und verschaffte sich so einige freie Würfe. Die Trierer hielten aber jederzeit Kontakt zu den Norddeutschen. Beim Stand von 44:46 (24.) holte sich Trainer Henrik Rödl ein technisches Foul ab, aus dem die Hausherren kaum Kapital schlugen. Wenig später hatte die TBB nach langer Zeit durch einen Dreier von Philipp Zwiener wieder ausgeglichen (47:47). Es war nur eine Momentaufnahme. Die Reboundüberlegenheit ließ Bremerhaven wieder in Führung gehen. Mit 55:58 ging es ins Schlussviertel, das sich wie schon in den beiden letzten Heimspielen zu einem Herzschlagfinale entwickelte. Die TBB führt mit 67:65 (36.) und vergibt mehrfach die Chance, den Vorsprung auszubauen.

Dann traf Andrew Drevo (67:68), Barry Stewart konterte (70:68). Stewart trifft zwei Freiwürfe – und Trier liegt bei einer Restspielzeit von 38 Sekunden mit 72:68 vorne. Und dann vergibt die TBB den Sieg. Offensivrebound Eisbären, Ballverlust TBB, vergebene Korbleger und es steht 72:72. Mit einem verwandelten Freiwurf macht Callahan die Niederlage perfekt. Beste Werfer beim Sieger waren Torrell Martin (17), Andrew Drevo (16) und Callahan (15). „Mit der Leistung bin ich absolut einverstanden“, sagte Trainer Henrik Rödl, „leider haben wir die Chancen nicht genutzt, um den Sack zuzumachen. Das Spiel hat aber gezeigt, dass wir auch auswärts gegen jeden Gegner mithalten können.“

TBB Trier: Stewart (18), Joyce (8), Zwiener (23), Dojcin (7), Faßler (3), Karamatskos (n.e.), Borekambi (n.e.), Bynum (2), Evans (4), Picard (0), Clay (3), Zirbes (4)