1. Sport
  2. Basketball

Der verletzte Anführer

Der verletzte Anführer

Am Samstag starten die Trierer Zweitliga-Basketballer der Gladiators Trier in die neue Spielzeit. Um 20 Uhr empfangen die Römerstädter Baunach in der Arena. Aufbauspieler Simon Schmitz wird nicht dabei sein. Er laboriert weiter an einer Schambeinentzündung. Dem TV hat er erzählt, wie es ihm aktuell geht.

Trier. Wenn die Spieler der Gladiators Trier sich in diesen Tagen auf den Saisonstart am Samstag gegen Baunach vorbereiten (20 Uhr/Arena Trier) müssen sie sich die Sporthalle mit einem Fahrradfahrer teilen. Auf dem Ergometer in der Ecke sitzt Aufbauspieler Simon Schmitz - Kilometer für Kilometer schrubbt der 25-Jährige auf dem Drahtesel jeden Tag. Mittrainieren darf er nicht. Der Grund ist seine Schambeinentzündung, an der Schmitz seit April laboriert. "Ich bin schmerzfrei und darf seit drei Wochen Fahrradfahren und Krafttraining machen", sagt Schmitz im Gespräch mit dem TV. In der Halle stehen und mittrainieren kann der frühere Bayreuther allerdings noch nicht. "In den nächsten drei, vier Wochen steht die nächste MRT-Untersuchung an, dann wird sich entscheiden, wann ich wieder ins Training einsteigen kann."
Bis es so weit ist, verbringt Schmitz schon mal so viel Zeit mit seinem neuen Team wie möglich. "Es ist wichtig für mich und für das Team, dass ich nah dran bin", sagt der mit fünf absolvierten Bundesliga-Spielzeiten erfahrenste Spieler im jungen Trierer Team. "Ich spreche viel mit den jungen Spielern, nehme sie zur Seite, genau wie das die erfahrenen Spieler vor ein paar Jahren auch mit mir gemacht haben." Das Team habe jede Menge Potenzial, betont Schmitz. Eine Einschätzung, was in dieser Saison möglich ist für die Römerstädter, möchte er nicht abgeben. "Dafür ist es noch zu früh."
Gladiators-Coach Marco van den Berg ist voll des Lobes für Schmitz. Beide kennen sich aus zwei gemeinsamen Jahren in Bayreuth. Der Niederländer sagt: "Simon ist ein beruhigender Faktor und ein echter Leader für das Team, es ist sehr gut, dass er dabei ist, auch wenn er noch nicht spielen und mittrainieren kann."
Als Schmitz in der Vorbereitung bei Testspielen mal nicht dabei sein konnte, weil er seinen Umzug nach Trier organiseren musste, habe man das der Mannschaft schon angemerkt. "Simon hat nicht nur eine riesige Erfahrung, er ist auch äußerst zuverlässig und sozial eingestellt - wir brauchen ihn." Gegen Baunach am Samstag wird Schmitz definitiv in der Arena sein. "Ich werde die Jungs natürlich unterstützen, das ist ganz klar", kündigt der gebürtiger Berliner an. Wann er zum ersten Mal im Gladiators-Trikot auf dem Parkett stehen wird, ist noch unsicher. "Da will ich noch keine Prognose abgeben", sagt Schmitz.
Bis es so weit ist, soll ihn unter anderem Aufbau Kevin Smit ersetzen, der in der vergangenen Saison für Vechta in der zweiten Liga aktiv war. Aufbauspieler Nummer drei, Alexander Engel, wird zum Saisonauftakt am Samstag ebenfalls nicht dabei sein - er laboriert weiterhin an einer Handverletzung. "Er ist derzeit in der Ergotherapie, das Baunach-Spiel kommt für ihn zu früh - gegen Köln am zweiten Spieltag könnte er dagegen ein Kandidat sein", prognostiziert van den Berg.