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Die Dolphins müssen sich noch mehr steigern

Rollstuhlbasketball : Die Dolphins müssen sich noch mehr steigern

Rollstuhl-Basketball: Trier verliert das erste Playoff-Halbfinale um die Deutsche Meisterschaft gegen die Thuringia Bulls, die derzeit beste Mannschaft Europas,  trotz Heimvorteils mit 63:88.

Das Endergebnis zeigte es klar: Gegen die Rollstuhlbasketballer des RSB Thuringia Bulls haben die Doneck Dolphins Trier zurzeit nur geringe Chancen. Da gibt es nach dem 63:88 im ersten Play-off-Halbfinale um die deutsche Meisterschaft kein Vertun. Alle Viertel gingen klar an die Truppe aus dem thüringischen Elxleben. Bessere Trefferquote aus dem Spiel heraus (48 Prozent Dolphins, 54 Prozent Bulls) sowie bei Freiwürfen (55 Prozent, 66 Prozent), mehr Rebounds (22 beziehungsweise 38), auch die Statistik spricht deutlich für die Überlegenheit der Thüringer.

Und dennoch: Schon wenige Minuten nach der Schluss-Sirene konnten sich die Dolphins-Spieler zumeist mit einem Lachen auf dem Gesicht Hände abklatschend bei ihren Fans in der Trierer Universitätssporthalle bedanken. „Es war ein besseres Spiel von uns, als die zwei in der Hauptrunde. Wir sind ganz zufrieden, aber wir können es noch besser“, sagt Triers Spielertrainer Dirk Passiwan.

Die Offensive habe trotz der starken Bulls-Abwehr mit 63 Punkten gut funktioniert. Auch in der Verteidigung gelang es den Dolphins zeitweise die Thüringer aus der Zone herauszuhalten. „Es ist halt schwer, die zwei Langen der Bulls zu stoppen und dann haben sie noch gute Außenschützen“, analysiert Passiwan. Aber statt einer dreistelligen Punktzahl wie in der Hauptrunde erzielten die Bulls diesmal „nur“ 88.

Die Dolphins gingen trotz Heimvorteil nur zu Beginn des ersten Viertels dreimal durch Diana Dadzite, Correy Rossi und Passiwan kurzzeitig mit zwei Zählern in Führung. Dann zogen die Bulls stetig davon. Nach 19:24 im ersten Viertel konnten die Dolphins im zweiten zumindest den Rückstand zur Halbzeit auf 14 Punkte begrenzen (34:48). Mitte des dritten Viertels dürfen die 150 Trierer Fans in der Uni-Halle auf eine Wende hoffen. Nach dem 42:62 erzielten die Dolphins sieben Punkte in Folge. Doch noch vor Ende dieses Viertels vergrößerten der Iraner Vahid Gholamazad und der Weißrusse Aliaksandr Halouski mit einer Zehn-Punkte-Serie den Vorsprung des Pokalsiegers auf 23 Zähler.

 Selten kamen die Spieler der Doneck Dolphins Trier wie hier Correy Rossi beim ersten Playoff-Halbfinale um die Deutsche Meisterschaft im Rollstuhlbasketball gegen die Thuringia Bulls aus Elxleben so frei zum Wurf.
Selten kamen die Spieler der Doneck Dolphins Trier wie hier Correy Rossi beim ersten Playoff-Halbfinale um die Deutsche Meisterschaft im Rollstuhlbasketball gegen die Thuringia Bulls aus Elxleben so frei zum Wurf. Foto: Holger Teusch

„Es war der erwartete schwere Spiel gegen die zurzeit vielleicht stärkste Mannschaft in Europa, vielleicht auf der Welt. Sie sind im Moment einfach die Übermannschaft“, sagt Passiwan. Die Trierer Aussichten im Playoff-Rückspiel am kommenden Wochenende sind zwar gering, „aber wir werden die Chancen, die wir haben, versuchen zu nutzen, um die Sensation zu schaffen“, verspricht der Spielertrainer. Ausruhen ist noch nicht angesagt. „Wir haben ein bisschen Schwierigkeiten, weil die Arena wegen vier Veranstaltungen so lange zu ist. Aber wir haben Gott sei Dank drei Einheiten bekommen“, blickt Passiwan auf die Trainingswoche. Für kommenden Samstag (13. April) um 16 Uhr ist das erste Playoff-Rückspiel in Elxleben angesetzt.

Trier: Rossi (14), Wright (8), Dadzite (12), Passiwan (17), Beijer (9), Davey (0), Doesken (0), Koltes (0), Peter (0)

 Die Rollstuhlbasketballer der Dolphins Trier wie Mariska Beijer und Correy Rossi versuchten beim ersten Playoff-Halbfinale um die Deutsche Meisterschaft gegen die Thuringia Bulls aus Elxleben die großen Spieler des Gegners wie hier den Weißrussen Aliaksandr Halouski an Würfen aus der Zone zu hindern.
Die Rollstuhlbasketballer der Dolphins Trier wie Mariska Beijer und Correy Rossi versuchten beim ersten Playoff-Halbfinale um die Deutsche Meisterschaft gegen die Thuringia Bulls aus Elxleben die großen Spieler des Gegners wie hier den Weißrussen Aliaksandr Halouski an Würfen aus der Zone zu hindern. Foto: Holger Teusch
 Selten kamen die Spieler der Doneck Dolphins Trier wie hier Correy Rossi beim ersten Playoff-Halbfinale um die Deutsche Meisterschaft im Rollstuhlbasketball gegen die Thuringia Bulls aus Elxleben so frei zum Wurf.
Selten kamen die Spieler der Doneck Dolphins Trier wie hier Correy Rossi beim ersten Playoff-Halbfinale um die Deutsche Meisterschaft im Rollstuhlbasketball gegen die Thuringia Bulls aus Elxleben so frei zum Wurf. Foto: Holger Teusch
 Diana Dadzite erzielte im Playoff-Halbfinale um die Deutsche Meisterschaft im Rollstuhlbasketball gegen die Thuringia Bulls aus Elxleben zwölf Punkte für die Doneck Dolphins Trier.
Diana Dadzite erzielte im Playoff-Halbfinale um die Deutsche Meisterschaft im Rollstuhlbasketball gegen die Thuringia Bulls aus Elxleben zwölf Punkte für die Doneck Dolphins Trier. Foto: Holger Teusch

Elxleben: Williams (25), Gholamazad (23), Visser (0), Albrecht (4), Halouski (20), Bienek (6), Podnieks (4), Partanen (6)