1. Sport
  2. Basketball

Die dürren Jahre sind vorbei

Die dürren Jahre sind vorbei

Im letzten Spiel der Normalsaison gelang den Trierer Bundesliga-Basketballern der zwölfte Heimsieg. Das 73:58 (40:33) gegen die Köln 99ers war gleichzeitig der vierte Sieg in Serie. Ob es auch das letzte Heimspiel der Saison war, ist noch offen.

Trier. "Thx", die Abkürzung für "Thanks" (danke), in hundertfacher Ausfertigung und ein Spruchband, auf dem ein "Danke für viele schöne Stunden in dieser Saison" zu lesen war, dokumentierten, dass die Fans der TBB nach vier Jahren Abwärtstrend mit der Saison 2008/09 zufrieden sind, selbst wenn es nicht für die Playoffs reichen sollte.

Die Partie begann vor knapp 4000 Zuschauern sehr ausgeglichen - Trier suchte den Weg zum Erfolg vornehmlich übers Brett, Köln dagegen mehr aus der Ferndistanz. Nach sieben Minuten musste TBB-Coach Yves Defraigne umdenken. Zu diesem frühen Zeitpunkt kassierte Center George Evans nämlich sein bereits sein drittes Foul. Und dann hatte Defraigne genug. Bewusst holte er sich wegen Meckerns ein technisches Foul ab.

Trier lag mit 12:17 (9.) hinten, zur Viertelpause mit 16:21. Beim 25:26 unsportliches Foul gegen Derek Raivio - erneut erhöhte Köln den Vorsprung auf sechs Punkte. Halbzeitstand: 30:33. In der zerfahrenen Partie, zu der die schwache Schiedsrichterleistung beitrug, fand keine der beiden Mannschaften ihren Rhythmus. Die Gastgeber liefen permanent einem knappen Rückstand hinterher. Kurz nach dem Seitenwechsel zogen die 99ers durch fünf Punkte von Jeremy Hunt auf 38:30 weg. Dann gab es die ersten Schieberrufe nach weiteren krassen Fehlentscheidungen.

Kurz darauf brachte Jamal Shuler die Halle zum Kochen. Er schloss einen Fastbreak trotz unsportlichen Fouls sicher zum 36:40 ab. Nun waren Mannschaft und Publikum heiß. Mit Ablauf der 24-Sekunden-Uhr schaffte Raivio erstmals den Ausgleich (47:47), dann sorgte Brian Brown für die erste Führung zum Ende des dritten Viertels (49:47).

Dann machte die Nachricht von der Niederlage der Artland Dragons die Runde. Triers Playoff-Chancen stiegen, aber dazu war ein eigener Sieg notwendig. Dieses Wissen beflügelte. Chris Copeland erhöhte auf 53:47. Als die TBB den Abstand erstmals auf über zehn Punkte schraubte 63:51 (37.), knickte Köln mental ein. Emotionaler Höhepunkt war das 71:56 durch einen Dunking des starken Shuler nach "No-look-Pass" von Chris Copeland. Wenig später war Schluss und die Fans feierten ihre Lieblinge, die sich mit einem "Danke-Transparent" und dem obligatorischen Siegestanz verabschiedeten. Sogar der Trainerstab kam um den Tanz nicht herum. Vielleicht tanzen sie ja noch einmal.

TBB Trier: Shtein (7), Raivio (13), Hoffmann (0), Karamatskos (0), Gillingham (0), Brown (14), Copeland (13), Zirbes (0), Richardson (12), Evans (2), Shuler (7), Riley (5)

Köln 99ers: Jordan (9), Catovic (0), Terrell (6), Milosevic (5), Fereti (2), Schwethelm (4), Pleiß (0), Turner (2), Hunt (18), Nikolic (0), Schoo (4), Bavcic (8)

Schiedsrichter: Hesse/Madinger/Krüpper

Zuschauer: 3982