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Die Neuen müssen noch zuschauen

Die Neuen müssen noch zuschauen

Ein Sieg, der keine Punkte bringt - aber der vielleicht die Nervosität an die kurze Leine nimmt: Basketball-Bundesligist TBB Trier beendet die Testspiel-Serie mit einem 63:60 (31:24) gegen Ludwigsburg. Vor dem Liga-Auftakt am Freitag gegen Frankfurt sieht TBB-Trainer Yves Defraigne aber noch Verbesserungsbedarf.

Trier. (AF) "Das Ergebnis ist zweitrangig." Das hatte TBB-Trainer Yves Defraigne vor dem letzten Test gegen den Liga-Konkurrenten Ludwigsburg angekündigt. Den Rhythmus finden, das war ein Zweck der Übung. Und: Die Spielsysteme durchgehen. Den neuen Boden in der Arena testen. Sich dem Publikum vorstellen (fast 1600 Zuschauer wollten das Testspiel sehen). Defraigne war aber doch erleichtert, dass nach vielen Niederlagen in der Vorbereitung am Ende ein Sieg stand: 63:60 (31:24) gegen die auf vielen Positionen umbesetzten Ludwigsburger. "Das war schon gut für unser Selbstvertrauen", sagt Defraigne. Denn wie es sich auswirken kann, wenn man seit Wochen kein (Test-)Spiel gewonnen hat, zeigte die TBB zu Beginn: Nervosität im Familienpack. Fast sieben Minuten brauchten die Trierer, um den ersten Punkt aus dem Feld zu erzielen. Und erst nach einer Auszeit und der Einwechslung von Maksym Shtein wurde es etwas besser. Mann des Tages war dabei Brian Brown, dem ziemlich alles gelang - und der auch mehr als ein Drittel der TBB-Punkte machte (22). "Wir haben sehr solide verteidigt und dem Gegner kaum freie Schüsse ermöglicht", analysiert Defraigne: "In der Offensive haben wir aber noch nicht unseren Rhythmus gefunden."

Bei den Rebounds waren die Gäste zudem klar besser - das ist allerdings keine echte Überraschung: Schon im vergangenen Jahr war "Abpraller schnappen" keine Trierer Spezialität. Die Rollenverteilung wurde beim letzten Test deutlich: Defraigne hat sieben Spieler, die sich in der Liga bewiesen haben und die im vergangenen Jahr Leistungsträger waren (Raivio, Brown, Gillingham, Shuler, Copeland, Evans und Shtein). So hat zwar nur eine echte Stütze der Vorjahres-Truppe den Club verlassen. Aber der erfahrene Norman Richardson war einer, der auch mal ein verloren geglaubtes Spiel drehen konnte. Hinter der "Stamm-Sieben" kommen die jungen Deutschen Maik Zirbes und Kosta Karamatskos, die für einige Minuten eingeplant sind und die für Entlastung sorgen sollen - gegen Ludwigsburg spielten beide rund fünf Minuten. Die Neuzugänge spielen noch keine Rolle. Der Luxemburger Samy Picard sowie die Nachwuchsspieler Maxim Schneider und Alex Andreev kamen im Testspiel nicht zum Einsatz. "Sie brauchen noch, um sich an das Niveau in der Liga zu gewöhnen. Gerade in der Defensive müssen sie noch zulegen", sagt Defraigne.

TBB: Brown 22 Punkte, Shtein 9, Raivio 9, Evans 9, Copeland 6, Gillingham 4, Shuler 4, Karamatskos 0, Zirbes 0 - Ludwigsburg (beste Schützen): Jones 11, Lollis 11, Visser 11

Zuschauer: 1571 - Viertelstände: 9:15, 31:24 (Halbzeit), 46:43, 63:60