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Die Ungewissheit ist Programm

Die Ungewissheit ist Programm

Die besten acht Teams der Basketball-Bundesliga gehen die entscheidende Saisonphase, die Profis der TBB in die Sommerpause. Zuvor verabschiedeten sich die Akteure vor der Arena Trier noch von rund 100 Fans, die mit ihnen die 20. Saison in der höchsten Spielklasse durchlebt und meist auch durchlitten hatten.

Trier. Die letzte Pflicht bestand für die Profis darin, Autogramme zu schreiben, meist auf die Vereinskappen, die ebenso wie viele andere Fanartikel verteilt wurden, weil sie wegen der geplanten Lizenzübernahme durch die Treveri Basketball AG, die in den kommenden Tagen erwartet wird, nicht mehr ins Portfolio passen. Die meiste Zeit der ungezwungenen Veranstaltung wurde zu persönlichen Unterhaltungen und zum fotografieren genutzt - man weiß schließlich nicht, wann man sich wieder sieht, oder ob überhaupt.

Bevor die Entscheidung über den Trainer des Jahres 2010/11 gefallen ist, wird es auch keine Spielerverpflichtung geben. Alles hängt in der Luft. So lautete die meist gestellte Frage denn auch: "Kommst du wieder?" Und die darauf folgende Standardantwort: "Vielleicht, mal sehen." Christopher Copeland, der die Hauptrunde der BBL mit 16,9 Punkten im Schnitt als bester Korbschütze beendet hat, verblüfft mit der Aussage: "Das bedeutet mir nichts. Es wäre mir lieber gewesen, wir hätten als Team mehr erreicht." Das ehrt ihn. Seinen Agenten wird die persönliche Bilanz dennoch freuen, denn ein solcher (inoffizieller) Titel steigert den Marktwert. Jamal Shuler will erst mal "nach Hause und mich erholen". Ihn nochmals in Trier zu sehen, wäre toll, ist aber unwahrscheinlich. Die Entwicklung, die er genommen hat, macht ihn für viele Vereine interessant. James Gillingham, der Kapitän und dienstälteste Akteur im TBB-Trikot (seit 2004) fliegt, wie die meisten seiner Kollegen, am Mittwoch Richtung Heimat. Kommt er wieder? "Da kann ich nichts zu sagen." Maksym Shtein bleibt ohnehin mit seiner Familie "noch mindestens zwei Wochen hier". Und dann? "Mal sehen." Und so klingen alle Antworten irgendwie gleich. Die Ausnahme bilden nur Samy Picard, Alexander Andreev und Maik Zirbes. Sie sind noch vertraglich gebunden. Für Andreev und Zirbes ist die Saison noch nicht vorbei. Beide nehmen ab dem 25. Mai am Lehrgang der U-20-Nationalmannschaft in Kienbaum teil.