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DJK/MJC Trier will mit Team in Nachwuchs-Bundesliga antreten

DJK/MJC Trier will mit Team in Nachwuchs-Bundesliga antreten

München, Bayreuth, Rhöndorf: Das sind große Namen im deutschen Basketball. Gegen diese Teams müssen die Nachwuchsbasketballer der DJK/MJC Trier bestehen, wenn sie ihr Ziel Nachwuchs-Bundesliga erreichen wollen.

Trier. TSV Tröster Breitengüßbach - so heißt der Meister der Nachwuchs-Basketball-Bundesliga (NBBL) 2016. Vor zwei Wochen setzte sich der Kooperationsverein der Brose Baskets Bamberg gegen Alba Berlin durch. Unter den 33 Teams, die im Sommer 2015 aufgeteilt in vier Staffeln in die Saison gestartet waren, fand sich kein Team aus Trier, da das NBBL-Team des TBB Trier e.V. im vergangenen Jahr beim NBBL-Qualifikationsturnier gescheitert war. Für die Saison 2016/17 haben sich die Gladiators mit ihrer neuen Jugendabteilung - dem Gladiators e.V. - dagegen entschieden, ein Team in die Nachwuchs-Basketball-Bundesliga zu schicken. "Für uns ist das finanziell nicht möglich, es passt nicht in unser Budget, da wir durch ein JBBL- und ein Regionalligateam bereits zusätzlich 80 000 Euro pro Jahr an Kosten zu tragen haben", erklärte Gladiators-Manager die Entscheidung im TV-Gespräch.
Anders sieht das bei der DJK/MJC Trier aus: Der Club plant für die neue Saison ein NBBL-Team (Jahrgang 1998 bis 2000) ins Rennen zu schicken und hat ein Team für das Qualifikations-Turnier am 19. Juni gemeldet.
Wie Oliver Lahodicz, stellvertretender Abteilungsleiter Basketball im Club erklärt, besteht das Team überwiegend aus Spielern des letztjährigen JBBL-Teams des TBB e.V. (U16), die souverän den JBBL-Klassenverbleib gesichert hatten. "Es geht uns darum, dass diese Spieler nicht in ein Loch fallen, da viele zu alt für die JBBL sind. Wir wollen ihnen die Möglichkeit geben, auch weiterhin auf hohem Niveau spielen zu können", sagt Lahodicz.
Neben den ehemaligen JBBL-Spielern aus Trier werden nach MJC-Angaben auch Spieler aus dem Saarland das NBBL-Team beim Qualifikationsturnier verstärken. Trainiert wird die Mannschaft von Simon Frey, dem bisherigen Trainer des Trierer JBBL-Teams. Der 25-Jährige schreibt aktuell an seiner Masterarbeit und arbeitet zudem an seiner Trainer-A-Lizenz. "Ich habe zugesagt, die Mannschaft in der Quali zu betreuen - danach schauen wir weiter", sagt Frey. Die Teilnahme am Turnier kostet den Club eine vierstellige Summe, eine NBBL-Teilnahme wäre dann noch einmal deutlich teurer.
Die Quali wird an zwei Wochenenden ausgetragen (19. Juni, 26. Juni). Das DJK/MJC-Team tritt in einer Sechsergruppe an, in der jeder einmal gegen jeden spielt. Gegner sind Bayreuth, Jahn München, Rhöndorf, Kronberg und Speyer. "Die ersten beiden Teams schaffen den Sprung in die NBBL", erklärt Frey.
Die Chancen für sein Team kann der 25-Jährige nach eigener Aussage nur schwer einschätzen. "Ich weiß nur, dass wir extrem jung sind - die Hälfte des Teams ist Jahrgang 2000 oder jünger. Aber wir haben nichts zu verlieren."Extra

Auf den Trainerbänken der MJC-Basketballer tut sich was: Josip Bosnjak trainiert zukünftig die erste Herren-Mannschaft des Clubs in der Oberliga. Der Coach trainierte in der abgelaufenen Saison das Regionalligateam der Gladiators. Zwar hatte sich das MJC-Team in der vergangenen Saison in der Aufstiegsrelegation gegen Krofdorf durchgesetzt und stand somit als Aufsteiger in die Regionalliga bereit, falls ein anderes Team zurückzieht, oder die Liga aufgestockt wird. Nun ist klar: beides ist nicht der Fall, somit bleibt Trier in der Oberliga. Des Weiteren wird Michael Edringer, der bisher sowohl die 1. Herren als auch die 1. Damenmannschaft des Vereins trainierte, ab der kommenden Saison ausschließlich für das Damen-Regionalligateam zuständig sein. "Wir sind froh, dass wir mit Josip und Michael zwei echte Trainer-Choryphäen im Club haben", sagt Arno Folwill, Basketball-Abteilungsleiter des Clubs. mfr