Rollstuhlbasketball-Bundesliga Passiwan kehrt nach Gehirnerschütterung zurück

Trier · Zwei Wochenenden ohne Bundesligaspiele kamen den Doneck Dolphins Trier gerade recht, nachdem sich Spielertrainer Dirk Passiwan in der letzten Partie ein Gehirnerschütterung zugezogen hatte.

 Gegen das Nationalspieler-Ensemble beispielsweise mit der zweimaligen Paralympics-Bronzemedaillengewinnerin Jitske Visser aus den Niederlanden (rechts) werden es die Doneck Dolphins Trier um Spielertrainer Dirk Passiwan (Mitte) beim viertletzten Saisonspiel in der Rollstuhlbasketball-Bundesliga schwer haben.

Gegen das Nationalspieler-Ensemble beispielsweise mit der zweimaligen Paralympics-Bronzemedaillengewinnerin Jitske Visser aus den Niederlanden (rechts) werden es die Doneck Dolphins Trier um Spielertrainer Dirk Passiwan (Mitte) beim viertletzten Saisonspiel in der Rollstuhlbasketball-Bundesliga schwer haben.

Foto: Holger Teusch

Die Pause kam gerade richtig! Am Samstag (18.2., 18 Uhr, Halle am Mäusheckerweg) bestreiten die Doneck Dolphins Trier gegen den RSB Thuringia Bulls aus Elxleben bei Erfurt ihr viertletztes Saisonspiel in der Rollstuhlbasketball-Bundesliga. Drei Wochen liegt die Heimniederlage gegen Wiesbaden dann zurück. Diese war für Dirk Passiwan nicht nur deshalb schmerzlich, weil er den Traum von den Play-offs nach der 59:64-Niederlage erst einmal begraben muss. Nach einem Zusammenprall war der Dolphins-Spielertrainer gestürzt. Die spätere Diagnose: Gehirnerschütterung. „Ich habe ein paar Tage im Bett verbracht, aber jetzt geht alles wieder“, versichert der Bundesliga-Topscorer.

Am Samstag wird in der Mäusheckerweghalle den kompletten Kader zur Verfügung haben, wenn es gegen den Titel-Mitfavoriten und fünfmaligen Deutschen Meister aus Thüringen geht. „Wir gegen Lahn-Dill werden wir versuchen, das Spiel so lange wie möglich offenzulassen“, verspricht Passiwan. Gegen den Rekordmeister aus Wetzlar hatten die Trierer zu Jahresbeginn verhältnismäßig knapp mit 73:81 verloren.

Die Bulls sind aber ein besonderes Kaliber, erklärt Passiwan: „Die machen immer viel Druck und über das ganze Feld. Wir müssen gucken, dass wir wenige Ballverluste zu haben.“ Das Hinspiel in Thüringen ging mit 49 Punkten Rückstand verloren (42:91). Vor Heimpublikum soll es enger werden. „Gegen Elxleben kann das aber schon weniger als 20 Punkte bedeuten“, verdeutlicht Passiwan wie stark der nächste Gegner ist. Unmöglich ist aber nichts! Das habe die knapp Niederlage gegen den RSV Lahn-Dill gezeigt.

Wie die Trierer können auch die Thüringer voraussichtlich wieder mit komplettem Kader, ohne Verletzungs- oder Krankheitsausfällen aufs Feld rollen. Im Team von Coach Michael Engel stehen fast ausschließlich Nationalspieler, wie beispielsweise der Österreicher Hubert Hager, der Iraner Vahid Gholamazad, die Deutschen Jens Albrecht und Alex Halouski oder die zweimalige Paralympics-Bronzemedaillengewinnerin Jitske Visser aus den Niederlanden. Unter den zehn besten Schützen der aktuellen Bundesliga-Saison findet sich zwar kein Bulls-Spieler, aber das Team hat die mit Abstand meiste Punkte erzielt und die wenigsten kassiert.