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Dolphins Trier Leistungssprung wird in Hannover nicht belohnt

Rollstuhlbasketball : Dolphins Leistungssprung wird nicht belohnt

Trierer Rollstuhlbasketballer verlieren auch auswärts denkbar knapp gegen Hannover United. Dirk Passiwan überwindet Ladehemmung und erzielt 42 Punkte!

(teu) Das ist bitter! Nach der knappen 70:72-Heimniederlage gegen Hannover zum Saisonauftakt verpassten die Doneck Dolphins Trier am Samstagabend im vorgezogenen Rückspiel der Rollstuhlbasketball-Bundesliga ähnlich knapp eine kleine Sensation. Drei Punkte konnten die Niedersachsen beim 80:77-Sieg über die Zeit retten. „Alle haben gesagt, wenn das Spiel noch ein oder zwei Minuten länger gedauert hätte, hätten wir gewonnen“, erzählt Dolphins-Spielertrainer Dirk Passiwan. Weil der Leistungssprung in der zweiten Halbzeit nicht mit einem Sieg belohnt wurde, verharrt Trier im Tabellen-Mittelfeld und verpasst den Sprung auf einen Playoff-Rang.

Das Rückspiel gegen Hannover verlief allerdings anders als die Partie in der Mäusheckerweghalle Ende September. Nach einem guten Beginn und zeitweise vier Punkten Führung verloren die Dolphins im zweiten Viertel komplett den Faden. „Ab der 13. Minute haben wir keinen Zugriff mehr bekommen“, beklagt Passiwan. Zur Halbzeit führte Hannover mit 43:27 Punkten. Der Bundesliga-Dritte von der Leine hatte Triers Topscorer im Griff. Nur siebenmal konnte Passiwan in den ersten beiden Vierteln auf den Korb werfen. Nur vier Punkte steuerte der 46-Jährige in der ersten Halbzeit bei.

Das Bild nach dem Seitenwechsel: ein vollkommen anderes! Zunächst zieht Hannover zwar bis auf mehr als 20 Zähler weg, aber dann gelingt den Dolphins und insbesondere Dirk Passiwan fast alles. 38 Punkte macht der Bundesliga-Topscorer in den zweiten 20 Minuten! „Mir hat das nach zwei schlechten Spielen richtig gutgetan“, gibt Passiwan zu. Mehr als die Hälfte (53 Prozent) seiner aus dem Spiel heraus geworfenen Bälle zappeln durchs Netz. Darunter fünf von neun Drei-Punkt-Versuchen. Neun seiner zehn Freiwürfe gehen in die Punktestatistik ein. In der zweiten Halbzeit erzielte Trier 13 Punkte mehr als Hannover.

„Wenn wir das Spiel noch gedreht hätte, das wäre natürlich der Höhepunkt gewesen“, sagt Passiwan. Die Partie in Hannover war exemplarisch für den Zustand des Dolphins-Teams, dass sich weiterhin im Aufbau befindet: „Wir haben eine junge Mannschaft und die entwickelt sich weiter, aber mit Ups mit Downs“, erklärt Passiwan Und auch wenn das einzige Trierer Bundesligateam in einer Mannschaftssportart auf höchstem nationalen Niveau spielt, haben die Dolphins zuweilen zu kämpfen. Nationalspielerin Annabel Breuer musste beispielsweise bis Samstagmittag arbeiten und kam erst eine halbe Stunde vor Spielbeginn in Hannover an. „Unsere Spieler fahren teilweise die Busse zu den Auswärtsspielen selbst“, erklärt Dirk Passiwan, dass man gegenüber anderen Rollstuhlbasketball-Bundesligisten sparen muss.

Hannover United - Doneck Dolphins Trier 80:77 (19:16 - 24:11 - 23:25 - 14:25)

Hannover: Shaun Norris (20 Punkte), Thomas Mchugh (16), Jan Haller (12), Alexander Budde (11), Jan Adler (8), Mariska Beijer (6), Oliver Jantz (4), Jan Gans (3)

Trier: Dirk Passiwan (42 Punkte), Correy Rossi (13), Patrick Dorner (9), Deion Green (9), Nathalie Passiwan (4), Annabel Breuer, Walter Vlaanderen, Lukas Jung

Nächstes Spiel: 3. Dezember, 18 Uhr, Halle am Mäusheckerweg Doneck Dolphins Trier gegen BBC Münsterland