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Fast dreistellig: Dolphins Trier gewinnen haushoch gegen Köln

Rollstuhlbasketball : Fast dreistellig: Dolphins gewinnen haushoch

Die Doneck Dolphins Trier fahren beim Heimspiel gegen die Köln 99ers mit 94:60 Punkten in der Halle am Mäusheckerweg einen Heimsieg in der ersten Rollstuhlbasketball-Bundesliga ein.

(teu) Schon als die Sirene die Halbzeitpause verkündete, rollten die Spieler der Doneck Dolphins Trier mit einem breiten Grinsen in Richtung Pausentee. Dirk Passiwan hatte mit der letzten Sekunde der ersten Hälfte den 51:24-Zwischenstand gegen die Köln 99ers markiert. Bezeichnend für die Partie nach einem Ballverlust der Domstädter während der Aufbauphase. Gerade in den ersten 20 Minuten präsentierten sich die Dolphins hellwach, konzentriert und bereit um jeden Ball zu kämpfen. Die zweite Hälfte (43:36) verlief zwar ausgeglichener, änderte aber nichts am haushohen Trierer 94:60-Sieg. Nur eine dreistellige Punktzahl wäre noch das i-Tüpfelchen auf den Erfolg gewesen.

„Wir haben genau da angeknüpft, wo wir es wollten. Wir haben in der zweiten Halbzeit in Hamburg gezeigt, was wir als Team können (Anmerkung beim 81:57-Auswärtssieg am 3. Oktober) und es war für uns wichtig, zu zeigen, dass wir unseren Weg weitergehen“, sagte Dirk Passiwan nach dem Spiel.

„Es war eine fast perfekte erste Halbzeit“, so Triers Spielertrainer. Nach 22:13 im ersten Viertel dominierten die Dolphins die zweiten zehn Minuten mit 29:11 Punkten. Gleich zu Beginn brachten sie die Kölner mit neun Punkten in Folge in Zugzwang. Der neue 99er Coach Erdinç Kılıç brachte Umut Akbay. Der Türke war am Ende mit 14 Punkten erfolgreichster Kölner Schütze.

Aber kein Vergleich zu Dirk Passiwan, der unglaubliche 49 Punkte zum Trierer Sieg beisteuerte. Damit ist der 45-Jährige auf dem Weg, wieder Topscorer der Rollstuhlbasketball-Bundesliga zu werden. Im Frühjahr hatte er das zum 22. Mal geschafft, obwohl die Dolphins in der Saison 2021/22 um den Abstieg kämpften.

In der neuen Saison könnte den Delfinen dagegen der Sprung Richtung Tabellenspitze gelingen. „Wir sind sehr zufrieden mit jetzt 4:4 Punkten“, sagt Passiwan. Damit stehen die Trierer punktgleich mit den zweit- bis fünftplatzierten Mannschaften auf den sechsten Platz. Allerdings mit bereits mindestens einem Spiel mehr.

Passiwan blickt nach dem zweiten Sieg zuversichtlich auf die nächsten Partien am kommenden Samstag auswärts gegen Wiesbaden und am 22. Oktober in der Halle am Mäusheckerweg zu Hause gegen Hamburg. „Wir haben heute von Anfang an mit unserer Offense, dass wir mittlerweile Wege haben, egal welche Defense die Gegner spielen. Ob sie doppeln oder nicht doppeln. Hinten haben wir mit nur 24 Punkten, die wir in der ersten Halbzeit zugelassen haben, eine sehr, sehr gute Defense gespielt gegen wirklich gute Leute bei Köln“, zieht Passiwan eine rundum positive Bilanz: „Komplett schönes Spiel. Darauf können wir aufbauen!“

Doneck Dolphins Trier:

Dirk Passiwan (49), Correy Rossi (17 Punkte), Nathalie Passiwan (8), Walter Vlaanderen (8), Patrick Dorner (6), Deion Green (4), Annabel Breuer (2), Svenja Emi, Lukas Jung

RBC Köln 99ers:

 Um jeden Ball kämpften die Doneck Dolphins Trier wie hier Nathalie Passiwan (weißes Trikot) gegen den niederländischen Europameister Mustafa Korkmaz beim 94:60-Heimsieg gegen die Köln 99ers.
Um jeden Ball kämpften die Doneck Dolphins Trier wie hier Nathalie Passiwan (weißes Trikot) gegen den niederländischen Europameister Mustafa Korkmaz beim 94:60-Heimsieg gegen die Köln 99ers. Foto: Holger Teusch
 Mit 49 Punkten war Dirk Passiwan wieder der herausragende Spieler der Doneck Dolphins Trier beim 94:60-Heimsieg gegen Köln, der Spielertrainer betonte aber, dass die Mannschaft mittlerweile viele Variationsmöglichkeiten hat.
Mit 49 Punkten war Dirk Passiwan wieder der herausragende Spieler der Doneck Dolphins Trier beim 94:60-Heimsieg gegen Köln, der Spielertrainer betonte aber, dass die Mannschaft mittlerweile viele Variationsmöglichkeiten hat. Foto: Holger Teusch
 Correy Rossi (im weißen Trikot) machte 17 Punkte beim 94:60-Heimsieg der Doneck Dolphins Trier gegen Köln 99ers in der Rollstuhlbasketball-Bundesliga.
Correy Rossi (im weißen Trikot) machte 17 Punkte beim 94:60-Heimsieg der Doneck Dolphins Trier gegen Köln 99ers in der Rollstuhlbasketball-Bundesliga. Foto: Holger Teusch

Umut Akbay (14 Punkte), Mustafa Korkaz (13), Bulut Kodal (13), Timo Bergenthal (8), Thomas Reier (6), Alexander Keiser (4), Kei Akita (2)