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Für Dolphins Trier wird es in der Rollstuhlbasketball-Bundesliga eng

Rollstuhlbasketball : Rollstuhlbasketball: Jetzt wird‘s eng für die Dolphins Trier

(teu) Für die Trierer Rollstuhlbasketballer wird’s jetzt richtig kritisch: Mit 72:95 verloren die Doneck Dolphins am Sonntagnachmittag beim bisherigen Tabellenletzten der Bundesliga, den BG Baskets Hamburg.

Die Trierer verspielten damit die gute Position, die sie sich im Oktober durch den Überraschungssieg gegen Wiesbaden erkämpft hatten.

Die Hamburger hatten von Beginn an das richtige Rezept gegen die Delfine, indem sie Dirk Passiwan kompromisslos abblockten. Zwei Baskets-Spieler kümmerten sich nur um den Bundesliga-Topscorer. Im ersten Viertel gelang dem Trierer Spielertrainer kein Punkt. Erst nach 13 Minuten zappelte erstmals ein Dirk-Passiwan-Wurf im Netz.

In den  ersten Minuten täuschte der Umstand darüber hinweg, dass andere Trierer punkteten. Patrick Dorner brachte die Dolphins zu Beginn zweimal mit Dreiern in Führung. Nathalie Passiwan machte im zweiten Spiel nach ihrer Babypause 15 Punkte. Doch dem iranischen Nationalspieler Mojtaba Kamali (39 Punkte) und Alireza Ahmadi (29, davon fünf Dreier) auf Hamburger Seite gelang fast alles. Die Trierer Defensive stand bei weitem nicht so gut wie beim gewonnenen Hinspiel in der Halle am Mäusheckerweg Anfang Oktober.

Nach dem ersten Viertel (18:27) ging das zweite (16:34) noch deutlicher an Hamburg. Die Vorentscheidung war somit schon nach 20 Spielminuten gefallen (34:61). „Mit so einer ersten Halbzeit ist man nicht bundesligatauglich“, nimmt Dirk Passiwan kein Blatt vor den Mund. In der zweiten Halbzeit kamen er und das ganze Trierer Team besser ins Spiel. Die beiden letzten Viertel gingen mit jeweils 19:17 an die Dolphins. Die Konzentration auf ihre zu Beginn so erfolgreiche Taktik ließ bei den Hamburgern nach. Das Spiel drehen konnte Trier aber nicht mehr.

Hamburg spielte gegen Trier erstmals in dieser Saison in Bestbesetzung, unter anderem mit Nationalspieler Kai Möller. Mit Dolphins-Neuzugang Annabel Breuer zeigte sich Triers Spielertrainer Passiwan zufrieden: „Sie hat ein gutes Spiel gemacht.“ Positiv bewertet er die Moral der Mannschaft: „In der zweiten Halbzeit hat sich das Team aufgerafft und gekämpft.“ Auch wenn es nur Ergebniskosmetik war, die letzten Punkte gingen an Trier.

In der Tabelle tauschen die Dolphins mit den punktgleichen Hamburgern (die die bessere Trefferbilanz haben) die Plätze. Das bedeutet: Die Dolphins müssen mindestens eins der verbleibenden sechs Spiele gewinnen, um den Abstieg abzuwenden. „Es wird extrem schwer und sehr, sehr eng“, weiß Dirk Passiwan.