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Rollstuhlbasketball: Dolphins Trier treten 2020/21 nicht mehr an

Trier : Dolphins beenden Saison vorzeitig

Rollstuhlbasketball: Warum die Trierer schon für die nächste Spielzeit in der Bundesliga planen.

In der Rollstuhlbasketball-Bundesliga wird munter weitergespielt – und sie sieht kurz vor Ende der Normalrunde aus wie (fast) immer. Die Thuringia Bulls führen die Tabelle vor dem RSV Lahn-Dill an.

Ungewohnt ist dagegen der Blick aufs Tabellenende: Die Doneck Dolphins Trier sind Vorletzter mit nur drei Siegen – zwei davon, weil der Gegner nicht angetreten war. Der Grund für die dürftige Ausbeute ist einfach: Bereits Ende November haben die Trierer um Spielertrainer Dirk Passiwan ihre letzte Partie bestritten. Danach sind die Dolphins wegen der verschärften Corona-Situation im Land nicht mehr angetreten – im Gegensatz zu den meisten Liga-Konkurrenten. Daran wird sich auch nichts mehr ändern, bestätigt Passiwan dem TV: „Die Saison ist für uns beendet“, sagt der 44-Jährige. Die  Entscheidung, auch auf die letzten Partien zu verzichten, sei nach der Bund/Länder-Runde gefallen. „Das Wichtigste sind für uns die Gesundheit der Spieler und die Verantwortung der Spieler, auch gegenüber ihren Arbeitgebern.“ Die Dolphins wollen damit laut Passiwan gesellschaftlich ein Zeichen setzen, auch wenn die RBBL-Teams – wie andere, reine Profiligen – ihre Spiele unter strengen Auflagen austragen dürften. „Der Liga-Spielleiter steht hinter unserer Entscheidung, auch unsere Sponsoren stehen voll hinter uns.“

Die Entscheidung sei auch vom gesamten Team mitgetragen worden. Nur ein Spieler hatte die Dolphins im Zuge der langen Pause verlassen: Der US-Amerikaner Ryan Wright war im Januar zum Ligakonkurrenten Wiesbaden gewechselt.

Sportliche Nachteile müssen die Trierer nicht befürchten. Es wird in dieser Saison keine Absteiger geben. Somit kann Passiwan bereits die nächste Saison angehen, die dann – so ist der Plan – deutlich geregelter über die Bühne gehen soll. Passiwan will wohl mit dem kompletten Kader in die nächste Saison. „Erste Gespräche wurden schon mit Spielern geführt, weitere folgen.“ Auf der einen oder anderen Position wollen sich die Dolphins zudem verstärken.