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TRier: Sieg im Abstiegsendspiel Nummer eins für die Dolphins

Trier : Großes Aufatmen bei den Dolphins

Die Doneck Dolphins Trier verlassen durch den souveränen 78:60-Heimsieg gegen Frankfurt den Abstiegsplatz der ersten Rollstuhlbasketball-Bundesliga. Warum Spielertrainer Dirk Passiwan aber keine Entwarnung gibt.

Nach dem 78:60-Sieg der Trierer Rollstuhlbasketballer gegen die Skywheelers aus Frankfurt atmete der Spielertrainer der Doneck Dolphins erst mal kräftig auf. „Jetzt sieht es wieder besser aus“, sagte Dirk Passiwan. Bei einer Niederlage gegen den direkten Konkurrenten wären die Chancen auf den Klassenerhalt in der ersten Bundesliga (RBBL) für Trier wohl nur noch von theoretischer Natur gewesen. Dank des hohen Sieges rückt Passiwans Team aber auf den vorletzten Platz vor und hat sich Luft im Abstiegskampf verschaffen können.

Mit einem über weiten Teilen ausgeglichenen ersten Viertel starteten der RBBL-Letzte und -Vorletzte in die Partie. Nur als die Frankfurter zeitweise bis auf sechs Punkte (8:14) davonzogen, wurden die erstmals in diesem Jahr wieder in der Halle am Mäusheckerweg zugelassenen Zuschauer nervös. Doch nachdem Passiwan und Correy Rossi innerhalb von 30 Sekunden wieder ausglichen und der Coach mit dem ersten von seinen vier Dreiern die Führung (17:14) markierte, war der Damm gebrochen und die Grundlage für Passiwans insgesamt 55 Punkte geschaffen.

Im zweiten Viertel zogen die Dolphins auf 33:25 davon. Das habe Sicherheit gegeben, so Passiwan. Denn beim Hinspiel am Main hatten die Trierer zur Halbzeit mit drei Punkten hinten gelegen und mussten sich am Ende mit 59:67 geschlagen geben. Diese acht Punkte bei einem Sieg wettzumachen, war das Ziel. Denn damit stünde Trier besser da, wenn beide Teams am Ende punktgleich sind.

Anders als während vieler Partien in der Vergangenheit fanden die Delfine nach der Halbzeitpause direkt wieder ihren Rhythmus. Nach drei Minuten brachte Passiwans zweiter Dreier die Trierer erstmals zweistellig in Führung (42:30). Ganz in trockenen Tüchern war der Sieg aber noch nicht. „Im dritten Viertel gab es eine Phase, als wir zwei Dreier von Kim Robins zugelassen haben. Da kam Frankfurt noch einmal besser ins Spiel“, analysiert Passiwan. Doch auch der australische Olympia-Fünfte Robins konnte als bester Frankfurter Schütze (22 Punkte) die Partie nicht mehr drehen. Nachdem die Trierer mit einem 14-Punkte-Vorsprung (59:45) das letzte Viertel begannen, war der Widerstand der Skywheelers gebrochen. Correy Rossi markierte gut eine Minute vor Schluss sogar eine 20-Punkte-Führung (78:58).

Gerettet sind die Dolphins damit aber noch nicht. Passiwan traut den Frankfurtern in den verbleibenden Spielen noch einen Sieg zu. Aber die Rollstuhlbasketballer von der Mosel haben die Entscheidung über den Klassenerhalt nun wieder selbst in der Hand.  „Wir müssen unsere Chancen, die wir noch haben, nutzen“, betont der 45-Jährige. Am kommenden Wochenende geht es samstags zum Tabellenzweiten RSV Lahn-Dill. Der Rekordmeister aus Wetzlar unterlag am vergangenen Wochenende überraschend deutlich mit 68:82 bei Titelverteidiger RSB Thuringia Bulls. Sonntags müssen die Dolphins zum Nachholspiel zum nur zwei Plätze und zwei Punkte besser notierten BBC Münsterland nach Warendorf – dem nächsten wichtigen Spiel gegen den Abstieg.

Trier: Correy Rossi (11 Punkte), Dirk Passiwan (55), Valeska Finger (0), Patrick Dorner (10), Annabel Breuer (0), Nathalie Passiwan (2)

 Große Freude herrschte bei den Doneck Dolphins Trier mit Spielertrainer Dirk Passiwan (Zweiter von links) nach dem klaren Heimsieg der Doneck Dolphins Trier degen die ING Skywheelers aus Frankfurt in der ersten Rollstuhlbasketball-Bundesliga.
Große Freude herrschte bei den Doneck Dolphins Trier mit Spielertrainer Dirk Passiwan (Zweiter von links) nach dem klaren Heimsieg der Doneck Dolphins Trier degen die ING Skywheelers aus Frankfurt in der ersten Rollstuhlbasketball-Bundesliga. Foto: Holger Teusch

Beste Schützen Frankfurt: Kim Robins (22), Tim Diedrich (18), Katharina Lang (10)