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Eine Leistung, die selbst den Alba-Boss beeindruckt

Eine Leistung, die selbst den Alba-Boss beeindruckt

Die TBB Trier hat am Samstagabend mit 83:86 (45:35/79:79) nach Verlängerung bei Alba Berlin verloren. Das Rödl-Team dominiert das Spiel lange und verliert am Ende unglücklich.

Berlin. Es sind zwei Statements. Zwischen beiden liegen knapp viereinhalb Monate. Sie stammen von derselben Person. Doch sie beinhalten zwei völlig gegensätzliche Aussagen. Zitat eins stammt vom 2. November 2014. Es spricht Alba Berlin-Coach Sasa Obradovic nach dem 91:54 in der Trierer Arena: "Trier braucht definitiv mehr Qualität. Meine persönliche Meinung ist, dass das so nicht genug ist, um in der Liga zu bleiben." Zitat Nummer zwei datiert vom Samstagabend. Pressekonferenz in der Berliner O2-World. Obradovic sitzt abgekämpft neben Henrik Rödl und sagt: "Trier hätte es genauso verdient gehabt zu gewinnen wie wir." Gestern noch Klassenunterschied, heute auf Augenhöhe. Mit 83:86 (45:35) verliert die TBB beim achtmaligen Deutschen Meister - nach Verlängerung. Nach Ende der regulären Spielzeit steht es 79:79. Was das Team von Rödl zeigt, ist phasenweise hochklassig.Trier dominiert das Spiel über weite Strecken und führt zeitweise mit bis zu 14 Punkten (54:68) - und das obwohl mit Ricky Harris (Grippe) und Tony Canty (verletzt) zwei wichtige Stützen fehlen. Das Spiel gewinnen die Moselstädter allerdings nicht, da ihnen im vierten Viertel die Mittel gegen die beiden Berliner Alex Renfroeund Reggie Redding (beide 21 Punkte) fehlen. Von der ersten Minute an bringen Adin Vrabac und Jermaine Anderson die TBB immer wieder in Führung (Halbzeitstand 45:35) . Mit dem ständigen Wechsel aus Zonen-Verteidigung und Manndeckung bringen sie Berlin aus dem Konzept. Alba wirkt nach dem 62:93 in der Euroleague in Madrid müde. Mit einer zwölf Punkte-Führung geht Trier in die letzten zehn Minuten.Dann erst dreht Alba auf und zwingt die TBB zu Fehlern. Obwohl die Freiwurfquote der Rödl-Jungs bis zum Ende außergewöhnlich gut bleibt (96 Prozent), gelingt es den Gästen nicht, den Lauf der Berliner zu stoppen, die kurz vor Ende mit zwei Punkten vorne liegt. Mit einem Dunking von Vitah Chikoko zum 79:79 retten sich die Grün-Weißen allerdings noch in die Verlängerung. In den fünf Extra-Minuten spielt Alba keineswegs überzeugend. Trier hat Chancen. Doch Mathis Mönninghoff, Jermaine Anderson und Jermaine Bucknor fehlt reihenweise das Glück im Abschluss. Die Leistung allerdings macht Mut für die schweren Spiele in den kommenden Wochen. Auch TBB-Coach Henrik Rödl spricht von einer "sehr guten Leistung". mfr TBB: Lukovic 7, Schmidt 2, Mönninghoff 8, Samenas 5, Chikoko 18, Vrabac 18, Bucknor 9, Anderson 16 - Beste Werfer Berlin: Renfroe 21, Redding 21 - Viertelstände: 16:18/35:45/50:62/79:79/86:83